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Tansania – Mit Verlegung seines Amtssitzes von der Hafenstadt Dares Salaam nach Dodoma, hat Präsident Magufuli nun Dodoma auch offiziell als Regierungssitz bestätigt. Die meisten Ministerien sind schon länger dort. Die Idee von der Hauptstadt in der Mitte des Landes, weg von Küste und Hafen, geht auf den Staatsgründer und ersten Präsidenten Julius Nyerere zurück. Die Verwirklichung hat Jahrzehnte gebraucht. Dodoma selbst wurde schon 1907 von deutschen Siedlern gegründet.

Tansania – In Tansania ist der Menschenhandel ein lukratives Geschäft. Je größer die Armut, umso mehr Kinder werden von zu Hause weggelockt. Die Dunkelziffer ist hoch. Ordensfrauen in Tansania arbeiten im Rahmen des internationalen Netzwerks „Talitha kum“, das vor genau zehn Jahren von der Generaloberinnenkonferenz UIGS in Rom gegen den Menschenhandel gegründet wurde. Weltweit bemühen sich über 2000 Schwestern in 77 Ländern, die Sklaverei zu beenden. Auch helfen sie den Opfern von Gewalt, Missbrauch, ritueller Verstümmelung und Organhandel. Effektiv bekämpfen könne man den Kinderhandel nur durch eine garantierte gediegene Bildung.

Tansania – Um die zunehmenden Konflikte zwischen Mensch und Tier einzudämmen, wird Tansania 10% seiner Krokodilpopulation verkaufen. Neben Angriffen auf Menschen demolieren Krokodile auch Grundstücke und vernichten ganze Ernten, sagte der Tourismusminister. Auch soll es eine spezielle Genehmigung geben, dass Bürger die Tiere jagen und häuten dürfen, bevor sie auf den lokalen und internationalen Märkten verkauft werden.

Tansania – Am Samstag kippte der Laster bei Morogoro, etwa 200 km westlich von der Hafenstadt Daressalam um, explodierte und ging in Flammen auf. Die Zahl der Toren steht heute bei 71; die meisten davon starben, weil sie zur Unfallstelle liefen, um das auslaufende Benzin anzuzapfen. Bei der gestrigen Massenbestattung appellierte Präsident Magufuli an die Bevölkerung, sich von verunglückten Tanklastern fernzuhalten.

Tansania – Der bekannte Blogger Maxence Melo erhält den renommierten Internationalen Preis für Pressefreiheit für seine mutige Berichterstattung über Korruption, Steuervermeidung und Menschenrechtsverletzungen. Seit der Machtübernahme durch Präsident John Mafuguli 2015 werden Oppositionspolitiker, Künstler und Journalisten immer mehr schikaniert. Melo stand über 80 Mal vor Gericht, auch wegen der Weigerung seine Quellen offenzulegen. „Nie zuvor hat in unserm Land eine Regierung so sehr das Recht auf Presse Freiheit verletzt“, sagte der Preisträger, der um seine eigene Sicherheit und die seiner Familie besorgt ist.

Tansania – Der Finanzminister hat Steuern auf alle Perücken und Haarverlängerungen für Anfang Juli angekündigt, 25% für importierte und 10% auf lokal hergestellte Haarteile, um mehr Einnahmen zu erzielen. Die meisten sind importiert und kosten zwischen 4 und 130 US$. Die Frauensind erbost: Sie fürchten, dass sie mit ihrem Kopfschmuck auch die Gunst ihrer Gatten verlieren.

Tansania – Nach dem am 1. Juni erlassenen Verbot von Plastiktüten, als 30. Land Afrikas und als 61. Land weltweit, ist auch Präsident Magufuli mit Korb auf dem Fischmarkt erschienen. Das Verbot soll verursachte Umweltschäden beseitigen und neue verhüten. Auch Reisende müssen sich strenger Kontrolle unterziehen. Auf Herstellung, Verkauf, Im/Export oder Nutzung stehen drakonische Geld – und Haftstrafen.

Tansania – Das Land wünscht sie; auch der Tourismus-Minister Kanyasu, der ein Besucherwachstum erwartet. Bisher erklimmen etwa 50.000 Bergsteiger den mit 5.895 Meter höchsten Berg Afrikas. Es gibt bereits interessierte Investoren, in China und im Westen. Machbarkeitsstudien sind im Gange und eventuelle Umwelteinflüsse werden erwogen. Auch wurde, wegen der Höhenkrankheit, die Möglichkeit einer Akklimatisierungs-Etage bei 4.500 m erwähnt. Heftiger Widerstand kommt von den etwa 25.000 Bergführern und Trägern, die die Touristen auf dem 8-tägigen Aufstieg begleiten, weil ihr Lebensunterhalt durch die Gondel bedroht würde.

Tansania – Mdude Nyagali, ein mutiger Kritiker von Präsident Magufuli in den Medien, wurde am 4. Mai von maskierten und bewaffneten Männern entführt. Dörfler fanden ihn vier Tage später, abgesetzt im Busch im Mbeya Distrikt. Er war geschwächt und trug Zeichen von Folter. Sie brachten ihn in ein Krankenhaus. Die oppositionelle Chadema Partei beschuldigte die Polizei der Entführung, doch diese weist alle Vorwürfe zurück.

Tansania – Auf Drängen von Kenia auf seine Nachbarn, die Region von Plastikmüll zu befreien, plant jetzt auch Tansania die Abschaffung von Einweg-Plastiktüten von Juli an. Kenia und Ruanda sind die einzigen ostafrikanischen Länder, die Herstellung, Import, Verkauf und Verwendung verbieten. Die schwersten Strafen droht Kenia an: bis zu vier Jahre Haft oder immense Geldstrafen.

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