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Die Regierungen von Uganda und Tansania und  die internationalen Ölfirmen – die französische Total E&P und die chinesische Cnooc – haben Vereinbarungen für die Kommerzialisierung der geplanten East African Crude Oil Pipeline (EACOP) unterzeichnet. Die 1.445 Kilometer lange Pipeline, beginnt in Hoima im Albertine Graben im Westen Ugandas und endet im Hafen von Tanga in Tansania. Sie wird 216.000 Barrel Rohöl pro Tag transportieren. Aufgrund der wachsartigen Beschaffenheit des ugandischen Öls wird es eine der längsten beheizten Rohöl-Exportpipelines der Welt sein. Mehr als 10.000 Arbeitsplätze sollen so geschaffen. Umweltaktivisten kritisieren das Projekt, aufgrund der C02-Emissionen (freigesetzt bei  der Verbrennung von Öl) entstehen Risiken  für geschützte Umgebungen, Wasserquellen und Feuchtgebiete in beiden Ländern.

Nach dem Tod von Präsident John Pombe Magufuli wurde die Vizepräsidentin, Frau Samia Suluhu Hassan, erste weibliche Präsidentin von Tansania, durch den Obersten Richter Ibrahim Juma, im State House Dar es Salaam als sechstes Staatsoberhaupt Tansanias vereidigt. Die tansanische Verfassung sieht vor, dass sie die verbleibende fünfjährige Amtszeit an der Spitze des Landes zu Ende führt.

Der Bau des Projekts SGR (Standard Gauge Railway), einer elektrifizierten Normalspurbahn von Dar es Salaam nach Morogoro, steht vor der Fertigstellung und wird in den nächsten 3 Monaten getestet. Es verbleiben 3 weitere Streckenabschnitte: Morogoro – Tabora (294 km), Tabora – Isaka (133 km) und Isaka – Mwanza (248 km). Damit wäre Dar es Salaam mit den ohne Seezugang ausgestatteten Nachbarländern – der Demokratischen Republik Kongo, Ruanda und Uganda – verbunden. Die neue Strecke verläuft parallel zu einer 1905 von der Kolonie Deutsch-Ostafrika errichteten Bahn von Dar es Salaam nach Kigoma und einer von 1923 bis 1928 unter britischem Völkerbundmandat gebauten Bahn von Tabora nach Mwanza.

In den frühen Morgenstunden des Donnerstags ereignete sich ein moderates Erdbeben, in einer geringen Tiefe von 10 km unter dem Epizentrum, im Tarime District Council, 53 km östlich von Musoma. Nennenswerter Schäden sollte es bei dieser Magnitude nicht gegeben haben. Der nächstgelegene Vulkan ist „Homa Mountain“ (128 km) entfernt. Er gilt als erloschen und ist einer der wenigen Karbonatit-Vulkane auf der Welt. Seine Entstehungszeit wird auf das Miozän oder Pleistozän geschätzt. Der letzte Ausbruch ist unbekannt.

Das behauptet Hulda  Swai, tansanische Professorin für Biowissenschaften und Biotechnik. Durch ihre Arbeit mit Nanotechnologie hat sie zu potenteren Malaria-Medikamenten beitragen können  indem sie vorhandene aber nicht lösliche  Kräuter- Extrakte verbesserte. Sie wurde nun mit dem „African Union Kwame Nkrumah Continental Award for Scientific Excellence“ ausgezeichnet. Prof. Swai konnte von der Weltbank Millionen für die Finanzierung afrikanischer Forscher sichern. Auch motiviert sie immer wieder afrikanische Frauen zu einer Karriere in der Wissenschaft.

Die katholische Kirche warnt die Tansanier, die Covid-19-Vorsorge ernster zu nehmen. Präsident John Magufuli hat das Virus bisher heruntergespielt, und es werden keine Impfmaßnahmen getroffen. Pater Charles Kitima, Sekretär der Tansanischen Bischofskonferenz (TEC) sagt, „Die Leute werden nicht getestet… Die Kirche hat etwa 500 Gesundheitszentren im ganzen Land, aber es ist uns nicht erlaubt, zu testen, und wir haben nicht die Ausrüstung dafür“. 60 Ordensfrauen und 25 Priester sind in den letzten 2 Monaten gestorben, nachdem sie Symptome des Coronavirus zeigten.

Auf Tansanias halbautonomen Insel Sansibar haben die Behörden Touristen aufgefordert, sich anständig zu kleiden und die „Empfindlichkeiten“ der lokalen Kultur zu respektieren, sonst drohen Geldstrafen. Tourismusministerin Lela Muhamed Mussa sagte, dass auch Reiseleiter mit einer Geldstrafe von mindestens $700 belegt würden, wenn ihre Kunden nicht angemessen gekleidet seien; dies gilt auch für Restaurants und Hotels. Sansibar ist ein beliebtes Urlaubsziel für westliche Touristen.

Präsident Magufuli warnt die Bevölkerung vor Impfstoffen.  Sein Land ist eines der wenigen, das keine Covid-19-Fälle veröffentlicht. Die letzten waren im Mai 2020 mit 500 Fällen und 20 Todesfällen. Tansania sei Corona-frei. Es seien die Bürger, die sich im Ausland impfen ließen, die ein seltsames Corona-Virus ins Land gebracht hätten. Die Gesundheitsministerin forderte Tansanier auf, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen und traditionelle Medizin zur Bekämpfung zu benutzen. Auf der Insel Sansibar mit ihren weißen Sandstränden werden wegen der Leugnung von Corona und der  allgemeinen Sorglosigkeit unzählige Touristen angezogen. Die Folgen jedoch könnten verheerend sein.

100 Jahre nach Gründung des High Court haben sich die Exekutive und die Judikative geeinigt, das Rechtssystem und die juristischen Materialien vollständig von Englisch auf Kiswahili umzustellen. Technisch gesehen werden 70 % der Gerichtsverfahren im Lande in Kisuaheli geführt. Chief Justice Prof. Juma sagte, dass nur noch juristische Materialien wie Urteile in englischer Sprache verfasst werden. Der Oberste Richter ist zuversichtlich, dass eine von China eingeführte Technologie, die alle Gerichtsverfahren in verschiedene Sprachen übersetzt, bei der Umsetzung hilfreich sein wird.

Präsident John Magufuli behauptet bisher, in Tansania gäbe es keine Covid Probleme und hatte deshalb auch keine Ausgangsbeschränkungen verhängt. Die Regierung veröffentlicht keine Statistiken über Covid Infektionen und will auch keine Impfstoffe importieren. Stattdessen soll ein in Madagaskar verbreitetes pflanzliches Artimisia als Medikament eingeführt werden., das aber klinisch noch nicht ausreichend untersucht ist. Marokko hat im Gegensatz 65 Millionen Impfstoffe aus China und Großbritannien bestellt, um 25 Millionen Bürger gegen Covid zu schützen. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zweite Welle jetzt auch Afrika erfasst. In Südafrika wurden 1 Million Fälle registriert.

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