Schlagwort: Sudan

In einer gemeinsamen Erklärung verurteilen die UN und die Afrikanische Union einen Angriff arabischer Milizen auf ein Dorf in der Region von Nyala, bei dem 17 Menschen ermordet und fast sämtliche Häuser zerstört wurden. Das Welternährungsprogramm gab bekannt, dass wegen Geldmangel ab Mai die Nahrungsmittelrationen für eine Million Flüchtlinge um die Hälfte gesenkt werden.

Die UN-Beauftragte für Darfur, Radhika Coomaraswamy, hat die massive Rekrutierung von Kindersoldaten in der Konfliktregion beklagt.

Der Südsudan hat 12,5 Millionen Dollar bereitgestellt, um 1,5 Millionen Menschen vom Norden zum Süden zu bringen, damit sie im Referendum wählen können. Ob sie danach wieder zum Norden zurück dürfen, bleibt ungewiss. Die Regierung in Juba hofft auf einen Wahlsieg, der die erwartete Trennung vom Norden bringt, ist aber zu arm und unterentwickelt, um neben den Bürgern auch den Neuankömmlingen adäquate Lebensbedingungen zu bieten.

Nach neunmonatigen Verhandlungen hat der UN-Sicherheitsrat eine 26.000 Mann starke Friedenstruppe für die sudanesische Konfliktregion Darfur beschlossen. Die Soldaten der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union (AU) sollen spätestens bis Ende des Jahres die Einsatztruppe der AU ablösen. Der Truppe sollen 19.555 Soldaten und mehr als 6.000 Polizisten angehören. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief die Mitgliedsstaaten auf, zügig kompetente Truppen zur Verfügung zu stellen.

Ein UN-Bericht, der vom UN-Sicherheitsrat diskutiert werden soll, klassifiziert die militärischen Aktionen in Darfur nicht als Völkermord, was den Eingriff der internationalen Gemeinschaft verpflichtend gemacht hätte, beschuldigt jedoch die sudanesische Regierung und deren verbündete Milizen massiver Menschenrechtsverbrechen und fordert, die Verantwortlichen vor dem Internationalen Strafgerichtshof anzuklagen.

Nördlich der Stadt Abyei wurde eine UN Patrouille grundlos beschossen. Es gab vier Verletzte. Seit Januar häuften sich bewaffnete Zwischenfälle. Nun sollten alle unbefugten Truppen aus dem Grenzgebiet zurückgezogen werden. Wenn keine Lösung gefunden wird, besteht die Befürchtung, dass sich an der umstrittenen Abyei Provinz ein neuer Nord-Süd Bürgerkrieg entzünden könnte.

Die UN haben den Beschluss der Afrikanischen Union, den Einsatz der 7,800 Mann starken AU-Schutztruppe in Darfur um sechs Monate zu verlängern, begrüßt.

Fünfzehn sudanesische Soldaten wurden verhaftet im Zusammenhang mit dem Mord an 40 Zivilisten in der Nähe von Juba. Urspünglich waren LRA-Rebellen aus Uganda verdächtigt worden.

Deshalb bemüht sich ein früherer Anführer der südsudanesischen Freiheitsbewegung (SPLA) in einer Talkshow im Radio Miraya um Verständigung unter den verschiedenen Gruppen und um den Aufbau eines soliden neuen Staates. Hundert lokale Mitarbeiter, fast alle durch den Krieg gezeichnet, decken eine Vielfalt von Aspekten 24 Stunden am Tag. Radio Miraya wurde 2006 von einer UNO Mission im Sudan und der Schweizer NGO Hirondelle gegründet.

Das vor dem Referendum über Sudan eingerichtete Satellitenüberwachungssystem zeigt jetzt klar brennende Dörfer in der Grenzregion Abyei und auch in Darfur. Zehntausende Zivilisten sind auf der Flucht, Schutz und Hilfe suchend. Der Satellit liefert der ganzen Welt den unstrittigen Beweis für die gezielte Gewalt gegen die zivile Bevölkerung.

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