Schlagwort: Sudan

Das sudanesische Parlament hat am 25.01.2005 den Friedensvertrag mit der SPLA ratifiziert.

In 14 der 18 Provinzen haben Überflutungen riesige Schäden angerichtet. Am meisten betroffen ist die Hauptstadt. Es ist die schlimmste Überschwemmung seit 25 Jahren.

Die zerstrittenen Rebellengruppen des Darfur haben sich bei Verhandlungen in Dar es Salaam auf gemeinsame Positionen für spätere Friedensverhandlungen mit der Regierung in Khartum geeinigt. Die SLM-Fraktion um Ahmed al-Nur blieb dem Treffen fern.

Die National Democratic Alliance (NDA), eine Dachorganisation von 13 sudanesischen Oppositionsparteien, und die Regierung haben in Kairo ein Friedensabkommen abgeschlossen, da den seit 16 Jahren im Exil operierenden Parteien wieder ermöglicht, am politischen Leben teilzunehmen und wird 14 Sitze in der Interimsregierung besetzen.

Die Comboni-Missionare haben in Juba den ersten katholischen Sender im Sudan eröffnet. Mit politischen, religiösen und sozialen Programmen will ‚Radio Bakhita‘ einen Beitrag zum Frieden leisten.

Eine wissenschaftliche Studie in den USA kommt zum Schluss, dass mindestens 200.000 Menschen im Darfurkonflikt ihr Leben verloren haben. Hollywoodstar George Clooney und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel forderten ein Einschreiten der UNO.

Die SPLA will, gemäß einem der UNO gemachten Versprechen, bis Jahresende alle Kinder Soldaten aus ihren Reihen entlassen. Es wird angenommen, dass in dem für Januar 2011 geplanten Referendum der Süd Sudan für eine volle Unabhängigkeit vom Norden stimmt.

Durch starke Regenfälle ist es in 12 der 26 Bundestaaten zu Überschwemmungen gekommen, bei denen bisher 59 Menschen umkamen. Der Wasserstand des Nil liegt über einen Meter höher als bei der Flutkatastrophe im Jahr 1988.

Teilergebnisse des glaubwürdigen und von aller Welt beobachteten Referendums deuten auf das Entstehen eines neuen Staates hin, den 54. in Afrika, der am 9 Juli ausgerufen werden soll. Flagge und Nationalhymne stehen fest, aber nicht der Name. Es wird eine Riesenaufgabe zu bewältigen sein. Die beiden Präsidenten müssen sich über Grenze und Bodenschätze einigen. Der Südsudan hat eine minimale Infrastruktur. Es fehlt an Straßen, Krankenhäusern, Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser und Schulen. Die Kindersterblichkeit liegt bei 30-40%, die Analphabeten Rate bei 85%. 90% der Bevölkerung muss mit unter einem Euro pro Tag auskommen.

Präsident Bush will in Washington mit Vizepräsident Salva Kiir die Lage im Sudan besprechen. Nachdem Auszug der SPLM aus der Regierung droht das Friedensabkommen von 2005 zu zerbrechen.

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