Schlagwort: Sudan

Im Blue Nile State müssen Menschen wieder fliehen vor den Kämpfen zwischen SAF (Sudanese Armed Forces) und der SPLM-N (Sudan People’s Liberation Movement-North). Ein weiterer Grund ist die Nahrungsmittelknappheit. Die meisten Flüchtlinge sind Frauen und Kinder.

Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat dies erklärt und er würde den gesuchten sudanesischen Staatspräsident Omar al-Baschir in der Türkei willkommen heißen. Dieser sagte jedoch sein Kommen zum Treffen der Organisation der Islamischen Länder (OIC) in Istanbul ab.

Die britischen Behörden verhandeln in Khartum mit Vertretern der Regierung und den Rebellengruppen im Darfur, um die Möglichkeiten eines Gipfelgesprächs zu erörtern. In rund 30 Ländern fanden Veranstaltungen statt, um an den Beginn des Konflikts vor fünf Jahren zu erinnern.

LRA-Milizen haben zwei Minenexperten der Schweizer Organisation Fondation Suisse de Déminage (FSD) bei einer Straßensperre im Südsudan in der Nähe der Grenze zu Uganda ermordet. Die LRA hat in letzter Zeit immer öfter Mitglieder von Hilfsorganisationen angegriffen. Manche haben aus Sicherheitsgründe ihre Arbeit gestoppt.

Präsident Bashir hat die SPLM in die Regierung zurückgeholt, indem er mehr Posten im Kabinett anbot. Deng Alor löst Lam Akol als Außenminister ab. Die kritische Frage der Zugehörigkeit der erdölreichen Region Abyei bleibt ungelöst.

Die Regierung hat den Islamistenführer Hassan al-Turabi, der seit 2004 Hausarrest gestellt war, freigelassen und seine Popular Congress Party (PCP) wieder zu gelassen.

Die Außenminister der Afrikanischen Union haben den Uno-Sicherheitsrat gebeten, die Anklage des Internationalen Gerichtshofs (ICC) gegen Präsident Omar Bashir auf zuschieben, da sie den Friedensprozess gefährden würde. Der Sicherheitsrat kann einen Haftbefehl um 12 Monate verzögern. Auch die Arabische Ligue verurteilte den Schritt des ICC als unausgewogen.

Weil Hassein al-Turabi vor einer tunesien-artigen Revolte gewarnt hatte, wurde er von Sicherheitsbeamten abgeführt. Solch ein Ausbruch sei bei wachsender Armut, steigenden Preisen, mangelnder politischer Reform und der Furcht vor der Trennung des Südens auch im Sudan gut möglich. Dazu ist der Sudan schwer bewaffnet. Die Oppositionsparteien, darunter auch Turabis, haben Tunesien gratuliert und verlangen nun ein Ende ihres eigenen totalitären Regimes.

Der Vorsitzende der sudanesischen Bischofskonferenz sprach sich gegen eine Inhaftierung des Präsidenten Al-Bashir aus, da diese Handlung dem Frieden nicht nützen würde. Es braucht vielmehr Aufrichtigkeit zwischen Regierung und Rebellen und mehr Aufmerksamkeit von Seiten der Staatengemeinschaft.

Der Aufbau der gemeinsamen Friedenstruppe von UN und AU wird das ganze Jahr beanspruchen. Erst 9.000 der geplanten 26.000 Soldaten sind in Darfur eingetroffen. Die sudanesische Regierung behindert die Operationen der Truppe durch Nachtflugverbote und Begrenzung der Kommunikationsmöglichkeiten.

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