Bei einer Wohltätigkeitsparty auf einer Jacht haben Schauspieler aus dem Film ‚Ocean’s 13‘ 6.8 Millionen Dollar für Hilfsprojekte in Darfur gespendet. Regisseur Steven Spielberg gab eine Million.
Sudan » Seite 15
Bei einer Wohltätigkeitsparty auf einer Jacht haben Schauspieler aus dem Film ‚Ocean’s 13‘ 6.8 Millionen Dollar für Hilfsprojekte in Darfur gespendet. Regisseur Steven Spielberg gab eine Million.
Der Internationale Strafgerichtshof (ICC) will eine Untersuchung der Kriegsverbrechen im Darfurkonflikt einleiten. Ein UN-Bericht hat eine Liste von 51 verdächtigen Personen aufgestellt und dem ICC übergeben. Hochrangige Vertreter der Regierung und der Rebellen wollen sich am Wochenende zu Gesprächen in Abuja / Nigeria treffen.
Nach Medienberichten haben die Milizen der Rebellenbewegung JEM die Ortschaft Um Sidir 30 km nördlich der Provinzhauptstadt El Fasher von Regierungstruppen zurückerobert. JEM hat den Waffenstillstand nicht unterzeichnet. Antonov-Bomber der Luftwaffen griffen sieben Dörfer an.
Ein Tanker mit fünf Millionen Liter Ethanol für den europäischen Markt im Wert von 3.3 Millionen Dollar ist aus dem Sudan in Rotterdam angekommen. Das arabisch-sudanesische Unternehmen Kenana will in den nächsten drei Jahren die Produktion von Ethanol aus Zuckerrohr auf 200 Millionen Liter steigern.
Alle Zugangswege zu der Stadt im südlichen Sudan sind nun frei von Landminen. Die Arbeiten hatten 2005 begonnen und konnten nun abgeschlossen werden. Die Stadt war die Grenze zwischen der Regierungsarmee und der Befreiungsbewegung und mal in der Hand des einen oder anderen und jeder legte Minen. Nun wurde eine wichtige Transitstrasse innerhalb Afrikas wieder befahrbar. Die Menschen hoffen nun auf einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Human Rights Watch warnt, der Konflikt in Darfur drohe, in einen gewalttätigen Wettlauf um Macht und Rohstoffe abzugleiten. Ende Oktober soll bei Friedensgesprächen in Libyen nach einer Lösung des Darfur-Konflikts gesucht werden.
Satellitenbilder bestätigen die Zerstörung von Dörfern in der Blue Nile Provinz. Ein Reihe Krater rund um Amara sind Beweis für regelrechte Luftangriffe. Menschenrechtsgruppen plädieren für ein sofortiges Ende der Militärflüge über Südkordofan und Blue Nile, um den Hilfsorganisationen ungehinderten Zugang zu den bedrängten Menschen zu verschaffen. Der UN-Sicherheitsrat müsse die Terror Aktionen des Bashir Regimes zu stoppen suchen.
In der Provinz Darfur sind die Kämpfe zwischen der Armee und der JEM (Justice and Equality Movement) Gruppe in den letzten fünf Tagen häufiger und heftiger geworden, wahrscheinlich im Hinblick auf die kommenden Referenden, die die Landkarte des Sudans ändern könnten. Auch wurde in Nyala wieder eine Helikopter Crew entführt. Die drei Letten arbeiteten für das Welternährungsprogramm im südlichen Darfur. Identität und Motiv der Kidnapper sind noch nicht bekannt.
Die „National Constitutional Review Commission NCRC)“, die nach dem Abschluss des Friedensvertrags eine Verfassung für den Sudan ausarbeiten soll, wird durch den Widerstand der nördlichen Oppositionsparteien UMMA und DUP verzögert. Im NCRC hat die Regierungspartei NC 52% der Sitze, die südsudanische SPLM 28% und die übrigen nordsudanesischen Parteien 14% der Sitze.
Nach „Catholic News Service“ Berichten sollen sich die Bewohner der zukünftigen Grenzregion in Sicherheit begeben. Man spricht von einem Exodus in den Norden. Die Menschen im Süden hätten Angst vor Luftangriffen und Gewalt, sollte das Referendum am 9 Januar die Unabhängigkeit des Südsudan bringen.