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Sudan – Ein 40-jähriger Sudanese schaffte es, in den Eurotunnel zu gelangen und hatte schon die größte Strecke der 50 km zwischen Calais und Folkestone zu Fuß zurückgelegt, als er wegen Behinderung eines Zuges aufgegriffen wurde. Ein Gericht in Cambridge erklärte ihn schuldig; Asyl erhielt er trotzdem.

Sudan – Khartum hat schon wiederholt protestiert, dass Ägypten das sogenannte Halayeb Dreieck am Roten Meer für sich in Anspruch nimmt. Es sei seit kurz nach der Unabhängigkeit in 1956 sudanesisches Hoheitsgebiet. Der Konflikt wurde neu entflammt durch die Übergabe der beiden Inseln Sanafir und Tiran von Ägypten an Saudi-Arabien, was auch in Kairo heftige Proteste auslöste. Sudan will die Auswirkung auf seine eigene Küste und nationale Sicherheit ergründen.

Sudan – Die konfliktgeladene Darfur Region soll heute entscheiden, ob Darfur weiter aus fünf Einzelstaaten bestehen oder, wie es bis 1994 war, wieder eine Region werden soll. Ist das 5-Staaten System besser für die Entwicklung oder nur zur Kontrolle? Viele befürchten, dass es ein neues Aufflammen der Konflikte geben könnte.

Sudan – Auch nach 13 Jahren besteht keine Aussicht auf eine politische Lösung. Seit Mitte Januar sind erneut 138,000 Menschen vor der Gewalt geflohen. Neben den Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Stämmen um Land, Wasser und andere Ressourcen gehen die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Sudanesischen Befreiungsarmee, die der Regierung Unterdrückung der nicht-arabischen Bevölkerung vorwirft, immer weiter. Präsident Bashir, der unter Haftbefehl vom Internationalen Strafgerichtshof steht, aber jegliche Verantwortung dementiert, hat gestern in einem BBC Interview zum ersten Mal verlauten lassen, dass er 2020, wenn sein Mandat ausläuft, sein Amt niederlegen will.

Sudan – Etwa 350,000 Flüchtlinge aus Eritrea, Somalia und Südsudan halten sich im Sudan auf, meist in isolierten Lagern ohne Aussicht auf Arbeit und Einkommen. Der Staatsekretär des Deutschen Entwicklungsministers kündigte bei seinem Besuch an, dass Flüchtlinge Ausbildung und Beschäftigung in landwirtschaftlichen und handwerklichen Gebieten bekommen sollen. Auch werden die lokalen Gemeinden in Wasserversorgung sowie in Schul- und Krankenhaussanierung unterstützt. Zusammen mit den UNO Hilfsorganisationen vor Ort will Deutschland Fluchtursachen bekämpfen helfen.

Sudan – Seit Mitte Januar sind mindestens 38,000 Menschen vor erneuten heftigen Kämpfen in der Krisenregion Darfur geflohen, die höchste Zahl von Binnenflüchtlingen im letzten Jahrzehnt. 90% von ihnen sind Frauen und Kinder. In der südlichen Bergregion könnten, laut UNO Berichten, noch Tausende mehr unterwegs sein. Dabei leben bereits 1,5 Mio. Flüchtlinge in 60 Lagern über Darfur verstreut. Der Konflikt zwischen schwarzafrikanischen Ethnien und von Khartum unterstützten arabischen Gruppen läuft seit 15 Jahren und forderte bereits 300,000 Opfer; über zwei Millionen Menschen sind geflohen.

Sudan – Der Chef des sudanesischen Geheimdienstes NISS hat erklärt, dass der Sudan keinen IS-Milizen oder andern Extremisten erlaubt, Sudan als Durchgangsland nach Libyen zu benutzen. Berichte, dass junge Sudanesen unter IS in Libyen kämpfen und dass Rebellen in Darfur ihre Waffen von Libyen beziehen, bekräftigt den Entschluss, die eigenen Interessen zu schützen. Dass die umstrittene RSF(Rapid Support Force), die zur Bekämpfung von Aufständen gegründet wurde, in Darfur sowie in den Provinzen Blue Nile und Südkordofan Menschenrechte massiv verletzt, will Khartum nicht wahrhaben.

Sudan – Er reiste zum AU-Gipfel nach Südafrika und wurde, weil er zwei Mal unter Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs steht, an der Ausreise gehindert. Doch bevor den Haag reagieren konnte, entkam er von einem Militärflughafen aus. Menschenrechtler und südafrikanische Gerichte klagen sich gegenseitig an, eine einmalige Chance gegen den Verbrecher von Darfur verloren zu haben.

Sudan – Mit 94% wurde der umstrittene Langzeitherrscher für weitere fünf Jahre wiedergewählt. Weniger als die Hälfte der 13 Mio. Wähler kamen zur Urne. Seit dem Putsch in 1989 regiert Bashir autoritär über sein Land und unterdrückt jede Opposition. Wegen den Gräueltaten in der Provinz Darfur liegt seit 2009 ein Haftbefehl des Internationalen Gerichtshofs gegen Bashir vor.

Sudan – Am 13. April stellt sich al-Bashir, seit 25 Jahren im Amt, zur Wiederwahl. Seit dem Putsch, der ihn 1989 an die Macht brachte, gab es viel Leid im Land. Auch nach der Unabhängigkeit des Südsudan gingen die Kriegshandlungen in den Nachbarregionen Südkordofan und Blue Nile weiter. Der Konflikt in Darfur brodelt heftig ohne Aussicht auf Lösung. Bis 1996 wirkte auch Osama bin Laden in Khartum. Die Opposition stellt keine Kandidaten auf, weil der Wahlprozess – wie bisher – unglaubwürdig und der Wahlausgang vorbestimmt ist. Von den über 13 Mio. Wählern werden viele nicht zur Urne gehen, weil es doch keine Hoffnung auf Veränderung gibt. Dass al-Bashir seit 2008 wegen Völkermord und Kriegsverbrechen unter internationalem Haftbefehl steht, stört den Langzeitherrscher wenig.

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