Schlagwort: Südafrika

Etwa 178 000 simbabwische Staatsangehörige, die in Südafrika arbeiten und denen die Abschiebung drohte, wenn ihre Arbeitserlaubnis Ende Juni ausläuft, haben eine vorübergehende Gnadenfrist erhalten. Die Frist, andere Visa und Ausnahmegenehmigungen zu beantragen, wurde bis Ende Dezember verlängert. Innenminister Aaron Motsoaledi sagte, dass die Behörde täglich zwischen 1.000 und 1.500 Anträge auf Visa und Befreiung von der Visumspflicht von Simbabwern erhält, die ihren Aufenthalt in Südafrika verlängern wollen. Die genannte Gruppe 178.000 Menschen, unter ihnen Lehrer, allgemeine Arbeiter, Mechaniker, Hausangestellte und Tankstellenwärter, unterstützen finanziell ihre Familien in der Heimat, sind dokumentierte Migranten, die wirtschaftlich aktiv sind. Einige von ihnen könnten ihren Arbeitsplatz und ihre Sozialleistungen verlieren, wenn sie nicht mehr in Südafrika arbeiten können.

Paläontologen in Südafrika haben nach eigenen Angaben die älteste bekannte Grabstätte der Welt gefunden, die Überreste eines kleinwüchsigen, entfernten Verwandten des Menschen enthält, von dem man bisher annahm, er sei zu komplexem Verhalten nicht fähig. Unter der Leitung von Lee Berger gaben die Forscher am Montag bekannt, dass sie mehrere Exemplare des Homo naledi – eines baumkletternden Hominiden aus der Steinzeit – entdeckt haben, die etwa 30 Meter unter der Erde in einem Höhlensystem in der Cradle of Humankind, einer UNESCO-Welterbestätte in der Nähe von Johannesburg, vergraben sind. Die Funde stellen das derzeitige Verständnis der menschlichen Evolution in Frage, da normalerweise davon ausgegangen wird, dass die Entwicklung größerer Gehirne die Ausübung komplexer, „sinnstiftender“ Tätigkeiten wie das Begraben von Toten ermöglichte. Die ältesten bisher gefundenen Gräber im Nahen Osten und in Afrika enthielten die Überreste des Homo sapiens – und waren etwa 100 000 Jahre alt. Die Funde in Südafrika gehen auf mindestens 200.000 Jahre vor Christus zurück.

Die südafrikanische Ministerin für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit (Dirco), Naledi Pandor, hat eine Bekanntmachung veröffentlicht, die Beamten, die am BRICS-Gipfel im August teilnehmen, diplomatische Immunität gewährt. Die Entscheidung ist insofern von Bedeutung, als der Internationale Strafgerichtshof einen internationalen Haftbefehl gegen Präsident Wladimir Putin wegen angeblicher Kriegsverbrechen Russlands im laufenden Krieg mit der Ukraine erlassen hat. Als Unterzeichner des Römischen Statuts ist die südafrikanische Regierung rechtlich verpflichtet, den Russen bei seiner Ankunft im Land zu verhaften. Die Ministerin für internationale Beziehungen, Naledi Pandor, erklärte jedoch, dass sowohl für das BRICS-Ministertreffen als auch für den BRICS-Gipfel, die im Juni und August stattfinden sollen, Immunität gewährt wurde.

Südafrika geht in den Winter der südlichen Hemisphäre mit der Aussicht auf die schlimmsten Stromausfälle in der Geschichte des Landes – bis zu 16 Stunden pro Tag. Eskom, einst erstklassiges öffentliches Stromversorgungsunternehmen, steht am Rand des Zusammenbruchs. Die Ursachen für das Problem liegen in schlechtem Management, Korruption und Sabotage. Die aktuellen Probleme Südafrikas sind gekennzeichnet durch: steigende Kriminalitäts- und Arbeitslosenraten, hartnäckige Ungleichheit, stagnierende Wirtschaft, anhaltende Korruption und zunehmende Stromausfälle, sowie das allgemeine Abdriften des Landes in Richtung eines „gescheiterten Staates“.

Menschenrechtsorganisationen und Eltern setzen die Regierung unter Druck, um Grubenlatrinen in den Schulen abzuschaffen. Es wird geschätzt, dass sie in mehr als 3.000 Schulen in ländlichen Gebieten im ganzen Land verwendet werden. Im März verpflichtete sich das Ministerium für Grundschulbildung, Latrinen bis 2025 abzuschaffen, hat aber bereits mehrere Fristen für die Beseitigung der unsicheren Toiletten an Schulen verpasst.

Südafrika hat eine Untersuchung gegen mehrere Personen eingeleitet, die in ein Goldschmuggel- und Geldwäschesystem verwickelt sind, das von Al Jazeeras Investigative Unit aufgedeckt wurde. Al Jazeera enthüllte, wie eine Gruppe von Geldwäschern und Goldschmugglern mehrere südafrikanische Banken durch Bestechung von Schlüsselpersonen übernommen hatte, so dass die Kriminellen große Mengen illegal erworbenen Geldes nach Übersee schicken konnten, ohne dass die Behörden Verdacht schöpften. Die Schlüsselperson in diesem Prozess war ein Mann namens Mohamed Khan, der den Spitznamen Mo Dollars trug. Präsident Cyril Ramaphosa sagte, die Ermittlungen befänden sich in der „Untersuchungsphase“.

Präsident Cyril Ramaphosa hatte erklärt, die Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) habe beschlossen, dass Südafrika aus dem Internationalen Strafgerichtshof austreten solle, der im vergangenen Monat einen Haftbefehl gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin ausgestellt hat. Nun erklärte das Pressebüro der Präsidentschaft, dass Ramaphosa bedauerlicherweise einen Fehler gemacht habe, einen „„Kommunikationsfehler“. Südafrika will an seiner Mitgliedschaft im Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) festhalten. Es ist nicht das erste Mal, dass Südafrika versucht, sich aus dem Internationalen Strafgerichtshof zurückzuziehen. 2016, als Sudans Präsident Omar al-Bashir das Land zu einem Gipfel der Afrikanischen Union besuchte, weigerte sich das Land, ihn zu verhaften, obwohl ein Haftbefehl des IStGH gegen ihn wegen angeblicher Kriegsverbrechen vorlag. Südafrika hat auch nicht die Invasion in der Ukraine verurteilt; es wolle neutral bleiben und bevorzuge einen Dialog zur Beendigung des Krieges. Die südafrikanische Regierung steht unter dem Druck, eine Entscheidung über den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen, der das Land noch in diesem Jahr besuchen wird.

Auf dem Flug zwischen zwei Kleinstädten mit 4 Passagieren an Bord und in 3.300 Metern Höhe spürte Rudolph Erasmus etwas Kaltes an seinem Bein. Es war eine zusammengerollte Kobra, deren Biss, wenn nicht eiligst behandelt, zum Tod führen kann. Nach momentaner Fassungslosigkeit informierte er die Passagiere über eine geplante Notlandung und setzte bald seine zweimotorige Beachcraft Baron sicher auf der Landebahn von Welkom auf. Während die Passagiere in Sicherheit gebracht wurden, konnte der ungeladene Gast entweichen. Es wird weiter nach dem Reptil gesucht, während der Pilot als Held gefeiert wird.

Pläne zum Bau von Windkraftanlagen (mehr als 200 Turbinen) in der Nähe des Addo-Elefanten-Nationalparks im Süden des Landes haben Tierschützer auf den Plan gerufen, die befürchten, dass die Turbinen die Landschaft zerstören und Elefanten beeinträchtigen werden. Es gibt Bedenken, dass der von den Turbinen ausgehende Lärm die etwa 600 im Park lebenden Elefanten stören könnte, die sich über niederfrequente Infraschallwellen verständigen. Das französische Unternehmen EDF, das zu den an dem Projekt beteiligten Firmen gehört, betreibt bereits einen 60-Megawatt-Windpark etwa 11 km vom Addo-Park entfernt, der nur eine Autostunde von Gqeberha, dem früheren Port Elizabeth, entfernt liegt.

Der in Südafrika verstorbene Pastor einer Freikirche wurde erst 579 Tage nach seinem Tod bestattet. Als die in einer Vision angesagte Auferstehung nicht kam, die Familie aber weiter ausharrte und der Bestatter wegen einem gefürchteten Gesundheitsrisiko vor Gericht ging, wurde die Beerdigung angeordnet. Die Witwe schuldet nun dem Bestatter  5000€ für Aufbewahrung, Beisetzung und Gerichtskosten. Immer wieder erregen sogenannte Propheten Aufsehen durch absurde Wunderheilungen und ernten die Kritik traditioneller Kirchen. Ein selbsternannter Prophet behauptet sogar, in einem Nahtoderlebnis „Himmel – Selfies“  geschossen zu haben.

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