Schlagwort: Nigeria

Elizabeth Wampum, die Leiterin des Bildungsministeriums von Plateau, erklärte: „Wir möchten die Öffentlichkeit darüber informieren, dass die Lizenzen aller privaten Kindergärten, Vorschulen, Grundschulen, Sekundarschulen und weiterführenden Schulen im Bundesstaat Plateau mit Wirkung vom 28. Juli 2022 aufgehoben werden. Sie sagte weiter, dass etwa 5.000 Schulen keine Lizenzen besäßen und dass viele von ihnen Sekundarschulabsolventen als Lehrer beschäftigten, anstatt Personen, die mindestens ein nigerianisches Bildungszertifikat oder einen Abschluss hätten; 90% von ihnen würden illegal arbeiten. Den Eltern wurde außerdem geraten, ihre Kinder nicht in Schulen zu schicken, die nicht von der Landesregierung anerkannt sind, da sie sonst Gefahr laufen, von den nationalen Prüfungen ausgeschlossen zu werden. Das Qualitätssicherungsmandat schreibt vor, dass alle Privatschulen ihre Betriebslizenz alle 5 Jahre erneuern müssen, aber leider wurden die Lizenzen der Privatschulen im Bundesstaat Plateau seit vielen Jahrzehnten nicht erneuert.

Transpersonen und sonstige heterosexuelle Menschen blicken nervös auf einen parlamentarischen Vorschlag, der darauf abzielt, Cross-Dressing zu kriminalisieren. Das Gesetz über das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe (Same-Sex Marriage Prohibition Act, SSMPA) soll geändert und durch ein Verbot von Cross-Dressing („das Tragen von Kleidung, die normalerweise von einer Person des anderen Geschlechts getragen wird“) ergänzt werden. Wer für schuldig befunden wird, kann mit einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe oder einer Geldstrafe von 1.200 Dollar belegt werden. 2014 unterzeichnete der damalige Präsident Goodluck Jonathan das SSMPA als Gesetz. Es verbietet unter anderem das Zusammenleben gleichgeschlechtlicher Partner und jede „öffentliche Zurschaustellung einer gleichgeschlechtlichen Liebesbeziehung“.

Die Fluggesellschaft plant, die Zahl der Flüge nach Lagos bis Mitte August von 11 auf 7 zu reduzieren, da es Probleme bei der Rückführung der Einnahmen aus Afrikas bevölkerungsreichstem Land gibt; im Juli waren es 85 Millionen Dollar, die im Land festsaßen, eine Zahl, die monatlich um 10 Millionen Dollar ansteigt. Weitere Fluggesellschaften könnten diesem Beispiel folgen, wenn die nigerianische Zentralbank, die den Zugang zu Fremdwährungen einschränkt, um eine schwere Dollarknappheit zu bekämpfen, nicht auf die Probleme der Fluggesellschaften eingeht. In der vergangenen Woche sank der Schwarzmarktwert der Naira gegenüber dem US-Dollar auf ein Rekordtief. Die Zentralbank erklärte, sie sei besorgt über den Wert der Naira. Stand heute: 1 US-Dollar = 416,18 Naira

Die Polizei im Süden Nigerias hat eine Fahndung nach 2 katholischen Priestern (Pater Udo Peter und Pater Philemon Oboh) eingeleitet, die am Wochenende im Bundesstaat Edo von Bewaffneten auf einer Autobahn zwischen den Städten Benin und Auchi entführt wurden. Eine Woche zuvor hatten Bewaffnete Pater Christopher Odia und Vitus Borogo, in den nigerianischen Bundesstaaten Edo und Kaduna getötet. Außerdem haben die Behörden im nordwestlichen Bundesstaat Zamfara mehr als 9.000 Personen rekrutiert, die sie als „Community Protection Guards“ bezeichnen, um gegen Kriminelle vorzugehen. Ende letzten Monats rief der Gouverneur des Bundesstaates die Bevölkerung dazu auf, Waffen zu kaufen, um sich gegen sogenannte Banditen zu verteidigen.

Die National Oil Spills Detection and Response Agency (NOSDRA) hat ein Leck in einem Ölbohrloch in der Oil Mining Lease (OML) 18 bestätigt, die von einem einheimischen Betreiber, Eroton Exploration and Production Limited, betrieben wird. Die Anwohner berichteten, dass aus der Anlage seit einer Woche Öl und Gas in die Küstenregion austritt. In Nigeria kommt es jedes Jahr zu mehreren hundert Ölaustritten.  Für eine Übersicht der Öllecks siehe „Nigerian Oil Spill Monitor”.

Im Bundesstaat Anambra hat die Polizei 35 14 – 17 jährige Mädchen aus einem Hotel befreit, die –  entweder gelockt oder entführt –  dort festgehalten wurden, um Babys zum Verkauf auf die Welt zu bringen. Vier von ihnen  waren schon schwanger.  3 Verdächtige wurden festgenommen, beschuldigt, in die Entführung der Teenager, in sexuelle Sklaverei und Prostitution und in den Betrieb der „Babyfabrik“ verwickelt zu sein. Auch Schusswaffen und Bargeld wurden sichergestellt. Der Hotelbesitzer ist geflohen. Es sind gewöhnlich die Menschenhändlerbanden, die diese Einrichtungen kontrollieren. Manche von denen sind als Entbindungskliniken oder als Hotels getarnt. Obwohl sich die Behörden schon jahrelang bemühen, diese Häuser zu schließen, existieren viele im Geheimen weiter. Menschenhandel, mit  Zwangsprostitution und Verkauf von Kindern, ist laut UNO Angaben nach Korruption und Drogenhandel das dritthäufigste Verbrechen in Nigeria.

Der verheerende Anschlag auf die St.-Franz-Xaver-Kirche in Owo im Bundesstaat Ondo hat 50 Menschenleben gefordert. Als Motiv für den Anschlag werden die schon länger bestehenden Konflikte zwischen christlichen Bauern und nomadisch lebenden, muslimischen Fulani-Hirten vermutet. Der Überfall ereignete sich genau 1 Woche, nachdem das Oberhaupt der Methodistenkirche in Nigeria zusammen mit zwei anderen Geistlichen im Südosten des Landes entführt und nach Zahlung von 240.000 190.000 Pfund freigelassen worden war. Vor 2 Wochen wurden zwei katholische Priester in Katsina, dem Heimatstaat von Präsident Buhari im Norden des Landes, entführt. Sie wurden bisher nicht freigelassen. Unter Präsident Muhammadu Buhari haben sich die Sicherheitsprobleme des Landes verschlimmert.

Die Zentralbank von Nigeria (CBN) hat Berichte über die geplante Ersetzung von Naira-Noten durch die digitale Währung des Landes, eNaira, zurückgewiesen. Im Januar 2012 führte die CBN eine Politik des bargeldlosen Zahlungsverkehrs ein, um elektronische Transaktionen zu fördern und den Umlauf von physischem Bargeld landesweit zu verringern und die wachsende Akzeptanz von Kryptowährungen einzudämmen. Das Pilotprojekt wurde in der Handelshauptstadt Lagos durchgeführt und zwei Jahre später landesweit eingeführt. Nigeria ist das erste Land in Afrika, das offiziell eine digitale Währung als gesetzliches Zahlungsmittel hat. Bargeld ist jedoch in vielen Teilen des Landes immer noch Standard. Kleine und mittlere Unternehmen, die 96 % der Unternehmen in Nigeria und 84 % der Arbeitsplätze im Land ausmachen – können möglicherweise nicht von der eNaira profitieren, weil sie nicht ausreichend darüber informiert sind.

Die Erzdiözese Kaduna teilte am 11. Mai mit, dass Pater Joseph Akete Bako mehr als einen Monat nach seiner Entführung am 8. März gestorben sei. „Pater Joseph Akete wurde zusammen mit seinem jüngeren Bruder, der ihn besuchte, entführt. Die Entführung geschah gegen 1:30 Uhr nachts. Sein Sicherheitsbeamter wurde getötet.

Schon vor 4 Jahren einigten sich Nigerias Präsident Buhari und Marokkos König Mohammed VI. auf ein Megaprojekt, um Gas entlang der Atlantikküste über 3000 km zu transportieren. Es soll eine Verlängerung der Pipeline sein, die schon Gas von Nigeria nach Benin, Ghana und Togo bringt. Seit Ausbruch des Ukraine Krieges wird das Projekt wieder höchst aktuell. Es gibt viele Interessenten; jetzt müssen die Mittel gesichert werden. Nigeria, ein OPEC – Mitglied, verfügt über riesige Gasreserven, die größten in Afrika und die siebtgrößten der Welt.

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