Schlagwort: Nigeria

Eine Straßenverkäuferin wurde im Bundesstaat Niger im Norden des Landes von einem Mob verbrannt. Lokale Medien zitierten Augenzeugen, wonach ein Mann der Verkäuferin scherzhaft einen Heiratsantrag gemacht habe und ihre Antwort von einigen Menschen in der Gegend als blasphemisch empfunden worden sei. Dies führte dazu, dass sie wurde in Brand gesetzt wurde. Die Polizei verurteilte die Tötung der Frau „Dschungeljustiz” und erklärte, dass Ermittlungen im Gange seien, um die Täter zu verhaften und strafrechtlich zu verfolgen. Solche Morde sind im Norden Nigerias keine Seltenheit, wo Blasphemie nach islamischem Recht als Straftat gilt, das in 12 überwiegend muslimischen Bundesstaaten neben dem säkularen Recht gilt.

Indien gibt Nigeria, anstatt Russland, den Vorzug und sorgt damit für eine erhebliche Umwälzung der Lieferverhältnisse von Rohöl. Zwischen September und Oktober 2025 sollen mehr als zwei Millionen Barrel nigerianisches Öl in Indien eintreffen, da der politische Druck der USA das südasiatische Land dazu zwingt, seine Importe aus Russland zu reduzieren. Dieser Schritt ist Teil einer größeren Einkaufswelle indischer Raffinerien, die in den letzten Wochen Millionen Barrel aus nicht-russischen Quellen bezogen haben. Der südasiatische Markt kaufte eine Million Barrel Girassol aus Angola, eine Million Barrel Mars aus den USA, drei Millionen Barrel Murban aus Abu Dhabi und zwei Millionen Barrel nigerianisches Rohöl zur Lieferung im September und Oktober. Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 ist Indien einer der wenigen großen Abnehmer von billigem russischem Öl und entzieht sich dem westlichen Boykott.

Das Pentagon teilte mit, dass das US-Außenministerium den möglichen Verkauf von Munition, präzisionsgelenkten Bomben und Raketen an Nigeria im Wert von schätzungsweise 346 Millionen US-Dollar genehmigt hat. Das Außenministerium erklärte, dass der Verkauf Nigerias Fähigkeit verbessern würde, aktuellen und neuen Bedrohungen zu begegnen, darunter Terrorismusbekämpfung und Bemühungen zur Eindämmung des illegalen Handels innerhalb des Landes und im gesamten Golf von Guinea.

Die nigerianischen Zollbehörden haben eine Lieferung mit mehr als 1620 lebenden Papageien und Kanarienvögeln abgefangen, die ohne Genehmigung vom Murtala Muhammed International Airport in Lagos nach Kuwait transportiert wurden. Es handelt sich um eine der größten Beschlagnahmungen im Zusammenhang mit Wildtierhandel seit Jahren. Nigeria ist eine wichtige Drehscheibe im weltweiten Handel mit geschützten Arten ist. Das Land ist ein wichtiger Umschlagplatz für Elfenbein, Pangolinschuppen und andere Wildtierprodukte, da Grenzen durchlässig sind, die Korruption weit verbreitetet und die Strafverfolgung schwach ist. Der weltweite illegale Handel mit Wildtieren hat einen Wert von 8 bis 10 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Das Umweltministerium hat für 19 Bundesstaaten eine dringende Hochwasserwarnung herausgegeben und davor gewarnt, dass die für den Zeitraum vom 5. bis 9. August vorhergesagten starken Regenfälle zu weitreichenden Überschwemmungen im ganzen Land führen könnten. Vor allem in den nördlichen Bundesstaaten Adamawa, Taraba, Sokoto, Kebbi, Zamfara, Jigawa, Kano und Katsina werden betroffensein. NiMet hat insbesondere vor einer hohen Hochwassergefahr in Adamawa, Taraba und Bauchi gewarnt.

Das nigerianische Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention (NCDC) hat im Jahr 2025 bisher 811 Fälle und 152 Todesfälle von Lassa-Fieber in drei Bundesstaaten bestätigt. Menschen infizieren sich mit dem Lassa-Virus in der Regel durch den Kontakt mit Lebensmitteln oder Haushaltsgegenständen, die mit Urin oder Kot infizierter Mastomys-Ratten kontaminiert sind. Die Krankheit ist in Teilen Westafrikas (Benin, Ghana, Guinea, Liberia, Mali, Sierra Leone, Togo und Nigeria) endemisch.  

Nigerias, Super Falcons, besiegten Gastgeber Marokko mit 3:2 und holten sich in Rabat den 10. TotalEnergies CAF Women’s Africa Cup of Nations (WAFCON).

Drei Seminaristen wurden bei dem bewaffneten Überfall in Ivhianokpodi, im Bundesstaat Edo, verschleppt. Der Wachmann wurde getötet. Das Priesterseminar wurde bereits am 27. Oktober 2024 von Bewaffneten angegriffen Der Rektor des Seminars, Pater Thomas Oyode, wurde verschleppt, nachdem er sich als Geisel im Austausch für die jungen Seminaristen angeboten hatte. Oyode kann nach elf Tagen wieder frei.

Der nigerianische Außenminister Yusuf Tuggar hat erklärt, dass sein Land von der US-Regierung zunehmend unter Druck gesetzt wird, venezolanische Deportierte aufzunehmen. Der Minister sagte, dass die Weigerung Nigerias der Grund für die Verhängung von 10 % Zoll gegen das Land gewesen sein könnte. „Man muss auch bedenken, dass die USA beträchtlichen Druck auf afrikanische Länder ausüben, damit sie Venezolaner aufnehmen, die aus den USA abgeschoben werden sollen, einige davon direkt aus dem Gefängnis“, sagte Tuggar und betonte, dass sein Land „genug eigene Probleme“ habe. Donald Trump hat sich am 9.7.2025 mit fünf afrikanischen Staatsoberhäuptern getroffen. Der nigerianische Präsident Bola Tinubu war bei dem Treffen nicht dabei. Bei dem Treffen kündigte Trump einen Zoll von 10 % auf nigerianische Waren an, die in die USA exportiert werden – ein Schritt, den Analysten als Vergeltung für Nigerias Teilnahme am BRICS-Gipfel in Rio ansehen.

Der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari, war ein ehemaliger Militärherrscher und selbsternannter Demokrat. Er errang 2015 einen historischen Sieg: Buhari war der erste Oppositionskandidat des Landes, der einen Amtsinhaber besiegte. Im Jahr 2019 wurde er für eine weitere vierjährige Amtszeit wiedergewählt. Buhari war bei den Armen des Nordens (in der Hausa-Sprache als „talakawa“ bekannt) beliebt gewesen. Viele, die ihn unterstützten, waren der Meinung, dass sein militärischer Hintergrund und seine disziplinarischen Qualitäten genau das waren, was das Land brauchte, um den islamistischen Aufstand im Norden in den Griff zu bekommen. Buhari versprach auch, Korruption und Vetternwirtschaft in der Regierung zu bekämpfen und Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Nigerianer zu schaffen. Doch seine Amtszeit fiel mit einem Einbruch der weltweiten Ölpreise und der schwersten Wirtschaftskrise des Landes seit Jahrzehnten zusammen.

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