Schlagwort: Nigeria

Terroristen drangen, trotz zweier Militärkontrollpunkte, über die Wälder von Zamfara in den Verwaltungsbezirk Danko Wasagu des Bundesstaates Kebbi ein und entführten mindestens 25 Schülerinnen der Maga Comprehensive Girls‘ Secondary School. Bei dem Überfall töteten die Terroristen den stellvertretenden Rektor der Schule, Hassan Makuku, und einen örtlichen Wachmann, der lediglich als Ali identifiziert wurde. Die Local Government Area (LGA) Danko/Wasagu gehört zum Emirat Zuru. Die Entführer flohen mit den Mädchen in den nahe gelegenen Bundesstaat Zamfara. Das Gebiet, in dem die Entführung stattfand, ist überwiegend muslimisch.

Die nigerianische Regierung hat angekündigt, eine umstrittene Richtlinie aufzuheben, die vorschrieb, dass in den ersten Schuljahren anstelle von Englisch einheimische Sprachen als Unterrichtssprache verwendet, werden müssen. Stattdessen wird Englisch wieder als Unterrichtssprache von der Vorschule bis zur Universität eingeführt. Die Umkehrung der Sprachpolitik geht auf die schlechten schulischen Leistungen in den Gebieten, in denen der Unterricht in der Muttersprache eingeführt worden war.  85 % der Kinder besuchen die Grundschule besuchen, weniger als die Hälfte schließen jedoch ihre Sekundarschulausbildung ab. Laut UNO gehen in Nigeria etwa 10 Millionen Kinder nicht zur Schule, mehr als in jedem anderen Land.

Die nigerianische Regierung hat die Behauptungen des US-Präsidenten Donald Trump zurückgewiesen, sie lasse die „Massenmorde“ an Christen durch Islamisten zu. Trump hatte seine Anschuldigungen n den sozialen Medien geäußert und mit möglichen US-Militäraktionen gedroht. Er erklärte, Washington könnte die Hilfe einstellen, wenn Abuja die Christen nicht schütze. Präsident Bola Tinubu hat die Religionsfreiheit seines Landes verteidigt und erklärt, die Vorwürfe entsprächen nicht der nationalen Realität. Das Land mit mehr als 200 Millionen Einwohnern ist geteilt zwischen dem überwiegend muslimischen Norden und dem überwiegend christlichen Süden. Seit über 15 Jahren kämpft Abuja gegen eine islamistische Rebellion, die weitgehend auf den Nordosten des Landes beschränkt ist. Zwar wurden auch Christen getötet, doch die meisten Opfer waren Muslime.

In Kwara, einem mehrheitlich muslimischen Bundesstaat im Norden Nigerias, in dem religiöse Traditionen den Alltag bestimmen, trotzen einige junge Frauen mit dem Fußball den kulturellen Erwartungen. Sie haben die Kameradschaft, den Wettbewerbsgeist und die Emotionen des Sports entdeckt, während sie gleichzeitig mit Ablehnung von denen konfrontiert sind, die es für unangebracht halten. Die FIFA hatte den Hidschab 2007 zunächst aus Sicherheitsgründen verboten, was dazu führte, dass die iranische Frauenmannschaft von einem Qualifikationsspiel für die Olympischen Spiele 2012 ausgeschlossen wurde. Die Beschränkung wurde 2012 gelockert und 2014 vollständig aufgehoben. Die Marokkanerin Nouhaila Benzina schrieb als erste Hidschab-tragende Spielerin bei einer A-Frauen-WM 2023 Geschichte.

Dozenten an öffentlichen Universitäten in Nigeria haben einen zweiwöchigen Streik wegen Bezahlung und Finanzierung begonnen. Die Arbeitskampfmaßnahme kommt nur wenige Wochen nach Beginn des neuen akademischen Jahres an den Universitäten. Die Universitätsdozenten Nigerias haben eine lange Geschichte von Arbeitskämpfen in Bezug auf Fragen der Finanzierung, der Gehälter und der Sozialleistungen. Beobachter sagen, dass diese wiederkehrenden Streiks tiefere strukturelle Herausforderungen im nigerianischen Hochschulwesen widerspiegeln – darunter chronische Unterfinanzierung, politisierte Verwaltung und ein anhaltender Vertrauensmangel zwischen der Regierung und den Gewerkschaften der Universitäten.

Frauen in Nigeria, das fast 40 % der weltweiten Shea Ernte ausmacht, stehen im Mittelpunkt der Branche, aber ihre Lebensgrundlage ist durch einen dramatischen Wandel in der Regierungspolitik bedroht. Ende August, mitten in der Erntesaison, kündigten die Behörden ein sechsmonatiges Exportverbot für die Rohnuss an. Ziel war es, die lokale Produktion der fertigen Butter anzukurbeln und so den Gewinn zu erhöhen, der in Nigeria bleibt. Die plötzliche Verschiebung hat jedoch zu einem Rückgang der Nachfrage nach der Sheanuss geführt, da es nicht genügend lokale Kapazitäten gibt, um die gesamte Ernte des Landes zu verarbeiten; dies wiederum führte zu einem Preisverfall für Sheanüsse. Das Resultat ist, dass das Einkommen der Frauen nicht mehr zum Leben ausreicht.

Die Regierung erklärte, dass der 65. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes am 1. Oktober mit „Würde und Enthusiasmus“ begonnen werden soll, obwohl sie die traditionelle Parade abgesagt hat. Alle anderen Programme, die für diesen Tag geplant sind, würden wie geplant fortgesetzt. Die Nigerianer werden aufgefordert wurden, patriotisch zu bleiben und „die Reformen“ von Präsident Bola Tinubu zu unterstützen. Nigeria ist eine föderale Republik, die aus 36 Bundesstaaten besteht. Indem Vielvölkerstaat, der von mehr als 250 ethnischen Gruppen bewohnt wird, die 500 verschiedene Sprachen sprechen findet sich eine Vielzahl von Kulturen. Das Land zählt mehr als 230 Millionen Einwohner.

Der Gouverneur des Bundesstaates Niger, Mohammed Umar Bago, hat erklärt, dass Geistliche ihre Predigten nun zur Genehmigung durch den Staat vorlegen müssen, um „volks- und regierungsfeindliche“ Botschaften einzudämmen“. Kritiker sagen, dass dadurch die Religions- und Glaubensfreiheit verletzt sei.

Die nigerianische Köchin Hilda Baci hat in Lagos den Weltrekord für die Zubereitung des größten Topfes Jollof-Reis aller Zeiten gebrochen. Guinness World Records (GWR) bestätigte diese Leistung in den sozialen Medien und gab bekannt, dass Frau Bacis Zubereitung des beliebten westafrikanischen Gerichts stolze 8.780 kg wog. Nach neun Stunden Kochzeit wäre das Projekt beinahe gescheitert, als der riesige Topf, in dem das Gericht zubereitet wurde, beim Anheben mit einem Kran zum Wiegen zerbrach – glücklicherweise ging jedoch kein Reis verloren. Baci’s Rezept für das krönende Jollof-Gericht umfasste 4.000 kg Reis, 500 Kartons Tomatenmark, 600 kg Zwiebeln und 168 kg Ziegenfleisch – alles zusammen wurde in einen speziell angefertigten Topf mit einem Fassungsvermögen von 23.000 Litern gegeben.

Das finnische Bezirksgericht Päijät-Häme hat, Simon Ekpa, ein finnischer Staatsbürger nigerianischer Herkunft, zu sechs Jahren Haft verurteilt, nachdem es ihn wegen terroristischer Straftaten für schuldig befunden hatte. Er habe versuchte, die Unabhängigkeit der sogenannten Biafra-Region im Südosten Nigerias mit illegalen Mitteln zu fördern und bewaffnete Gruppen mit Waffen und Sprengstoff versorgt. Teile des Südostens Nigerias sind seit Jahren von Instabilität geprägt, die auf den Konflikt zwischen einer Abspaltungsbewegung, den Indigenous People of Biafra (IPOB), und den Sicherheitskräften zurückzuführen ist. Die IPOB ist in Nigeria verboten, und ihr Anführer Nnamdi Kanu steht in Nigeria wegen Terrorismusvorwürfen vor Gericht. Die nigerianische Regierung hatte die Auslieferung von Ekpa gefordert und erklärt, er solle sich in dem westafrikanischen Staat vor Gericht verantworten.

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