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Die Öffentlichkeit ist aufgebracht, nachdem eine illegale Pipeline entdeckt wurde, durch die seit über 9 Jahren Öl von einem Exportterminal abgezapft wird. Die Leitung ist 4 km lang. Nach Angaben der staatlichen Ölgesellschaft NNPCL wurde die Leitung bei einer Aktion gegen Öldiebstahl entdeckt. Die Behörden erklärten, dass sie täglich schätzungsweise 600.000 Barrel Rohöl – etwa 30 % ihrer Produktion – verliert, was teilweise auf Öldiebstahl zurückzuführen ist. Die nigerianische Marine hat internationale Ölgesellschaften (IOCs) und multinationale Ölgesellschaften (MOCs) als Syndikate des Rohöl-Diebstahlrings in der Niger-Delta-Region ausgemacht.

Die Werbeaufsichtsbehörde (Advertising Regulatory Council of Nigeria) hat eine Klage gegen Meta Platforms Incorporated eingereicht, das Eigentümer von Facebook, Instagram und WhatsApp ist. Sie wirft dem Unternehmen vor, in Nigeria nicht genehmigte Werbung geschaltet zu haben, und fordert bis zu 70 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Die Werbeaufsichtsbehörde meint, das Unternehmen solle zahlen, weil es versäumt habe, die Werbung auf den Social-Media-Plattformen vor der Veröffentlichung von der Regierung prüfen zu lassen.

Die Behörden hatten die Bewohner der Hauptstadt Abuja gewarnt, dass Fallschirmjäger für den Nationalfeiertag üben würden; kein Grund zur Panik. Doch als einige Jäger auf Dächer krachten, auf Bäumen landeten und auf einem Parkplatz einen Alarm auslösten, wuchs die Angst. Die anfängliche Panik und der Schock wurden jedoch bald von Spott über die verpatzten Landungen abgelöst. Manche Bürger hatten sie in Videos festgehalten und im Internet verbreitet.

Überschwemmungen haben mehr als 1.500 Gräber auf einem Friedhof in der zentralnigerianischen Stadt Mariga im Bundesstaat Niger zerstört. Allein in der vergangenen Woche wurden mehr als 500 Gräber von den Fluten weggespült. Anwohner sagen, dass die jüngsten Goldabbauaktivitäten in der Nähe des Friedhofs diesen ebenfalls gefährdet haben, da der Boden aufgeweicht wurde. Nigeria erlebt derzeit die schlimmste Überschwemmungswelle seit einem Jahrzehnt, von der 29 der 36 Bundesstaaten betroffen sind. Die Behörden sagen, dass weitere Überschwemmungen zu erwarten sind, da die sintflutartigen Regenfälle anhalten.

Trotz eines Urteils des Obersten Gerichtshofs ist es in vielen Kulturen und Familien des Landes immer noch nicht erlaubt, dass Frauen ein Erbe erhalten. Männer neigen dazu, das Vermögen zu erhalten, um es in der Familie zu behalten. Es wird allgemein angenommen, dass eine Frau, wenn sie heiratet, nicht mehr zur Familie ihres Vaters gehört, sondern zur Familie ihres Mannes. Dieser Brauch lässt jedoch viele Frauen verarmen. Das Gesetz des Bundesstaates Rivers stellt klar, dass Frauen das Recht haben, zu erben, und dass sie nicht daran gehindert werden können, vor Gericht zu gehen, um die Familie herauszufordern. Bei der Unterzeichnung des Gesetzes ermutigte Gouverneur Nyesom-Wike die Frauen, das einzufordern, was ihnen zusteht, und sagte, sie sollten keine Angst haben, von ihrer Familie bedroht zu werden.

Im südlichen Bundesstaat Rivers wurde eine 44-jährige Frau wegen angeblichen Diebstahls von 15 Kindern im Alter von 4 – 15 Jahren festgenommen. Die Polizei vermutet, dass die Kinder entführt worden seien, um gehandelt zu werden. Die Frau wies alle Vorwürfe zurück und behauptete, eine Nonne zu sein und ein Waisenhaus zu leiten. Einige Kinder erzählten der Polizei von Folter und Misshandlungen sowie von Weiterverkauf. Die Polizei versucht nun, die Kinder wieder mit ihren Eltern zu vereinen. Menschenhandel ist in Nigeria weit verbreitet.

Bereits vor 10 Jahren hatten sich Vertreter von Nigeria, Niger und Algerien getroffen, um eine Gas Pipeline durch die Sahara zu planen. Der Plan schlief ein. Ende Juli dieses Jahres haben die Energieminister eine Absichtserklärung unterzeichnet. Für Europa wäre die Pipeline eine Alternative zu russischen Gaslieferungen. Doch noch fehlt es an politischem Willen und Finanzen. Sollte der Wille da sein, müßte Nigeria, der Hauptlieferant, den Anfang machen. Der Ukraine Krieg könnte, so Botti, der Analyst für öffentliche Finanzen in Abuja, afrikanischen Ländern eine Chance bieten, in den globalen Energiemarkt einzusteigen. Investoren wären bereit, wenn sie vom Projekt überzeugt sind. Ein Nachteil: die Bauzeit könnte 10 Jahre betragen.

Seit Jahresbeginn sind eine halbe Million Nigerianer von den Überschwemmungen betroffen, 23 der 36 Bundesstaaten besonders die nordöstlichen leiden unter den Fluten. Die zerstörerischen Überschwemmungen haben 73.379 Menschen vertrieben, mehr als 100 Todesopfer gefordert und weitere 270 Menschen verletzt.

Die in Dubai ansässige Fluggesellschaft erklärt, dass sie alle Flüge nach Nigeria mit Wirkung vom 1. September 2022 einstellt, da sie die im Land festsitzenden 85 Millionen Dollar nicht zurückführen konnte.

4 katholische Ordensschwestern, der Gemeinschaft der Sisters of Jesus, the Saviour, wurden von unbekannter Bewaffneten im nigerianischen Ölstaat Imo entführt. Immer wieder werden Menschen im Nordosten des Landes entführt, um Lösegeld zu erpressen.

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