Schlagwort: Niger

Die Behörden haben 30 Personen festgenommen, die mit den Schmuggel-Netzwerken in Verbindung sind, darunter die Fahrer der Autos, deren 92 Passagiere in der Wüste verdurstet sind, und Polizisten, die gegen Bezahlung illegalen Migranten weiter geholfen haben. Der Landstreifen direkt südlich der Sahara ist schon lange Schmugglerland, und in den letzten Jahren haben Tausende auf dem Weg nach Europa diese gefährliche Route genommen.

Eine bisher unbekannte Rebellengruppe, die sich ‚Revolutionary Armed Forces of the Sahara (Fars)‘ nennt, hat eine Gruppe von Touristen überfallen und zwei Italiener entführt.

Rund 800,000 Menschen im Norden von Niger brauchen bis Juli / August Nahrungsmittel zum Überleben, und das trotz einer guten Ernte. Doch Transportprobleme, steigende Preise und der große Zustrom von Flüchtlingen aus dem Kriegsland Mali sind verantwortlich für die unvorhergesehene Knappheit.

Nach einem angeblichen Putschversuch gegen Präsidenten Mahamadou Issoufou Mitte Juli wurden zehn Verdächtige Offiziere der Armee verhaftet. Nach seinem Wahlsieg im März war Issoufou hart gegen Korruption in der Regierung vorgegangen.

Die Junta, die den demokratischen Wechsel leitet, hat bestätigt, dass die vier hohen Offiziere, die letzte Woche verhaftet wurden, einen Putsch geplant hatten. Sie wollten angeblich Präsident Djibou beseitigen und den demokratischen Übergangsprozess stoppen. Die Unruhe in der Junta Führung könnte die bevorstehenden Wahlen beeinträchtigen.

Das Welternährungsprogramm (WFP) und andere Hilfsorganisationen haben ihre Mitarbeiter aus den ländlichen Gebieten in die Hauptstadt zurückgerufen aus Angst, sie könnten von der islamistischen Terrororganisation ‚Al-Kaida im Maghreb‘ entführt werden. Über 7 Millionen Menschen benötigen Lebensmittelhilfe.

100 Staatsbürger von Niger wurden gestern von Libyen ausgeliefert und nach Niamey geflogen, wo sie ihre restliche Haftstrafe absitzen. 150 weitere sollen gemäß der Vereinbarung der beiden Justizministerien folgen. Die Hinrichtung dreier Niger Bürger im Mai hatte für Aufregung gesorgt. Tausende von ihnen leben und arbeiten in Libyen.

Über 3 Millionen Menschen in Niger sind von einer Hungersnot bedroht. Hilfsorganisation befürchten 10% der Kinder könnten sterben.

Mit seinem Sieg im erzwungenen Referendum vom 4. August hat Mamadou Tandja sich zu den elf Präsidenten gesellt, die sich in Afrika, von Namibia bis Uganda, durch eine Verfassungsänderung eine weitere Amtszeit verschafft haben. In Malawi, Sambia und Nigeria ist der Versuch gescheitert. Zwischen 1990 und 1994 hatten sich über die Hälfte aller afrikanischen Staaten für begrenzte Amtszeiten, Mehr-Parteien Wahlen und Pressefreiheit entschieden. Der demokratische Trend scheint sich gedreht zu haben.

Präsident Mamadou Tandja versucht ernsthaft, nach zwei Amtsperioden wiedergewählt zu werden. Die Gerichte wehren ab, er aber behauptet, dass das Volk ihn haben will und plant für den 5. Juni ein Referendum. Gegner warnen vor einer Rückkehr zur Diktatur.

Länder