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Nach der Verhaftung von 12 Anhängern des ehemaligen Präsidenten Mamadou Tandja haben Sicherheitskräfte in den Außenbezirken von Niamey weitere 600 Personen festgenommen. Extreme Armut und Nahrungsmittelmangel haben zu einer Welle von Kriminalität in der Hauptstadt geführt.

Seit 1927 gibt es Grenzstreitigkeiten zwischen Niger und Burkina Faso. Der IGH (Internationaler Gerichtshof) hat nun, auf Gesuch beider Länder, die Grenzlinie festgelegt, mit Rücksicht auf die Bedürfnisse der nomadischen Bevölkerung. Die neuentdeckten Goldreserven wurden nicht in Betracht gezogen. Beide Länder sind zufrieden mit der Lösung, die Schule machen könnte.

Laut dem jährlichen Index, in dem „Save the Children“ die Bedingungen für Mütter in 165 Ländern vergleicht, steht Niger an letzter Stelle. Faktoren im Ranking sind Gesundheit, Ausbildung, Einkommen und Ernährung. Die Dürreperiode löste eine Ernährungskrise aus. Schwache Mütter bringen gefährdete Kinder zur Welt. Ein Drittel aller Kinder sind unter- oder mangelernährt. Jedes siebte Kind stirbt vor dem fünften Lebensjahr. Eine flächendeckende Aktion zur gesunden Ernährung von Müttern und Kindern ist notwendig, um das Leben zu verbessern, besonders in den ersten 1000 Tagen eines Kindes, angefangen von der Schwangerschaft. Von den fünf schlimmsten Ländern für Mütter sind drei in Afrika, von den fünf besten vier in West Europa. Deutschland steht erst an zwölfter Stelle.

Niger wird die Rechte zur Ausbeutung der Uranvorkommen nicht länger ausschließlich dem französischen Unternehmen Areva überlassen, sondern neue Partner suchen. Aveva berechnet 41 Euro pro Kilo, während der Weltmarktpreis auf 180 Euro gestiegen ist.

Recherchen des Kommittees gegen die Trockenheit im Sahel (CILSS) zeigen positive Ergebnisse von Programmen im Kampf gegen die Ausbreitung der Wüste. Durch die Programme hat sich der Baumbestand regeneriert und der Grundwasserspiegel erhöht.

Während Mauretaniens Präsident Aziz sich zurückhält, hat Nigers Staatschef Issoufou dem malischen Präsidenten Traore militärische Unterstützung zugesagt, um die nördliche Region zurückzugewinnen. Zur gleichen Zeit drängen beide Führer die verschiedenen Rebellengruppen, von dem bewaffneten Kampf abzusehen und sich von der nordafrikanischen Al Qaida Bewegung zu trennen.

Nach Medienberichten will die Regierung russische Kampfhubschrauber kaufen. Beobachter befürchten, dass sie gegen die Widerstandsbewegung der Tuareg-Bevölkerung „Mouvemnt des Nigeriens pour la Justice – Bewegung von Nigeriern für Gerechtigkeit (MNJ) im Norden eingesetzt werden sollen. In den vergangenen Monaten ist es zu mehreren militärischen Konfronationen zwischen der Armee und der MNJ gekommen.

Präsident Mamadou Tandja hat den Tuareg-Rebellen, die seit Jahren um Beteiligung an Nutzung der Bodenschätze kämpfen, persönlich Amnestie angeboten, wenn sie die Waffen niederlegen – ein wichtiger Schritt, da der Bau der zweitgrößten Uranmine der Welt im Norden des Landes gerade begonnen wurde. Die französische Atomgesellschaft Areva erhofft, nach Fertigstellung 5.000 Tonnen Uran im Jahr zu fördern. Als eines der ärmsten Länder der Welt ist Niger auf den Export von Uran angewiesen, um überleben zu können.

Die Behörden haben 30 Personen festgenommen, die mit den Schmuggel-Netzwerken in Verbindung sind, darunter die Fahrer der Autos, deren 92 Passagiere in der Wüste verdurstet sind, und Polizisten, die gegen Bezahlung illegalen Migranten weiter geholfen haben. Der Landstreifen direkt südlich der Sahara ist schon lange Schmugglerland, und in den letzten Jahren haben Tausende auf dem Weg nach Europa diese gefährliche Route genommen.

Eine bisher unbekannte Rebellengruppe, die sich ‚Revolutionary Armed Forces of the Sahara (Fars)‘ nennt, hat eine Gruppe von Touristen überfallen und zwei Italiener entführt.

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