Schlagwort: Niger

Niger – Regierung und UNO-Personal haben seit November 100 Schulen aus dem Gefahrengebiet der Boko Haram Kämpfer in sicherere Zonen transferiert, so dass Tausende Schüler ihren Unterricht wieder aufnehmen können. Im Ganzen wurden in Nigeria, Kamerun und Niger über 2000 Schulen wegen der Bedrohung durch Boko Haram geschlossen. Die fehlende Bildung fördert Extremismus und Radikalisierung.

Niger – Bei seiner Rückkehr aus dem Exil nach Niger ist der Präsidentschaftskandidat Hama Amadou festgenommen worden. Wegen des Vorwurfs des Baby-Handels floh er letztes Jahr außer Landes. Amadou und andere Persönlichkeiten von Politik und Militär sollen neugeborene Babys aus Nigerias „Baby-Fabriken“ an kinderlose Ehepaare verkauft haben. Seit er zur Opposition wechselte, ist er Hauptrivale von Staatschef Issoufou. Seine Rückkehr und Festnahme verschärfen die Spannungen drei Monate vor der Wahl und verursachten bereits Zusammenstöße.

Niger – Über 3,600 Menschen sind erkrankt und 265 starben an der Krankheit. Das Land hat nur halb so viel Impfstoff wie nötig, um die Epidemie zu stoppen. So hat sich die Zahl der Infektionen und Todesfälle in nur zehn Tagen verdoppelt. Im letzten Monat hatte die Regierung alle Schulen geschlossen und plant, alle Kinder zwischen 2 und 15 Jahren zu immunisieren. In der Hauptstadt Niamey streiken die Schüler; die fordern Impfungen. Laut einem UNO-Entwicklungsindex ist Niger das ärmste Land der Welt. Dazu beteiligt es sich an der Militäroffensive gegen Boko Haram und muss sich Tausender Flüchtlinge von den Inseln im Tschad See annehmen.

Niger – Boko Haram Kämpfer in zehn Motorbooten haben eine nigrische Militärbasis auf Karamga, einer der vielen Inseln im Tschad See, angegriffen und beträchtlichen Schaden angerichtet. Der See berührt alle vier Länder, die vom Boko Haram Terror betroffen sind. Die Islamisten selbst, als sie von den vereinten Truppen von Kamerun, Niger und Tschad verfolgt wurden, zogen sich auf einige der Inseln zurück und terrorisieren dort die Bevölkerung.

Niger – Ein Eisenbahnnetz von Abidjan (Elfenbeinküste) nach Lomé (Togo) entlang der westafrikanischen Küste zu bauen ist schon sehr lange geplant. Nun arbeiten Niger und Benin eifrig daran, eine 1000km Linie zwischen Niamey (Niger) und dem Hafen Cotonou (Benin) zu bauen. Sie soll Ende 2015 fertig sein. Der Straßentransport von den Häfen ins Inland ist extrem langsam und oft unzuverlässig. Das neue Bahnnetz soll den regionalen und internationalen Handel ankurbeln.

Niger – Nigerianische Kampfpiloten, die eine Gruppe Boko Haram Milizen über die Grenze nach Niger verfolgten, haben eine Versammlung von Zivilisten bei einer Beerdigung bombardiert. Es gab 37 Tote und über 30 Verletzte. Bei der Rückeroberung des wichtigen Verkehrsknotenpunkts Monguno zwischen Maiduguri und dem Tschadsee wollen nigerianische Streitkräfte Hunderte Boko Haram Kämpfer getötet haben. Boko Haram droht mit weiterer Gewalt.

Niger – Der Gewaltausbruch gegen die Mohammed – Karikatur in „Charlie-Hebdo“ erreichte in Niger einen unverständlichen Höhepunkt. 45 Kirchen wurden angezündet, 10 Menschen kamen um, meist in brennenden Gebäuden. Aber die Karikatur ist nicht allein verantwortlich. Die wachsende Bevölkerung, die ernstlich gefährdete Lebensmittellage und die ständige Bedrohung durch die nigerianische Terror-Sekte lassen Präsident Issoufou hilflos erscheinen; seine Politik wird umso restriktiver. Wut gegen Frankreich könnte sich in Wut gegen Regierung verwandeln. Die Regierung hat drei Tage Staatstrauer angeordnet.

Niger – Militäreinheiten aus Niger wollen nicht mithelfen, die nigerianische Stadt Baga am Tschad See, die von Boko Haram überrannt und zerstört wurde, zurückzuerobern, weil die andern Beteiligten nicht mitziehen. Damit könnte die multinationale Taskforce kollabieren. Inzwischen haben schon 150,000 Vertriebene aus Nigeria in Niger Schutz gesucht. Und nigrische Jugendliche werden täglich von Boko Haram rekrutiert. Wie der Erzbischof von Niamey meint, sind es wirtschaftliche, nicht religiöse Gründe, die die jungen Männer und Frauen dazu bewegen, mit der Milizengruppe zu kämpfen.

Niger – Die Regierung in Niamey bittet um mehr internationale Hilfe, besonders für die an Nigeria angrenzende Region Diffa, denn dort ist die Ernte ausgefallen, und zu gleicher Zeit drängen sich Tausende nigerianische Flüchtlinge aus dem Borno Bundesstaat ins Land, um vor Boko Haram Schutz zu suchen. Viele von ihnen wohnen in Klassenräumen. So mussten bereits 35 Schulen geschlossen werden. Ein Viertel der lokalen Kinder und viele Flüchtlingskinder leiden an akuter Mangelernährung und sind ihrer Schulbildung beraubt. Nigers Premier Rafini rief seine Landsleute auf, ihren Teil zur Linderung der Not beizutragen.

Bei einem Staatsbesuch in Paris verkündete der Minister für Kommunikation, Mohamed Ben Omar, dass Niger seine Uranproduktion von jetzt 3.500 Tonnen auf 10.500 Tonnen jährlich erhöhen will. Wichtigster Partner werde das französische Unternehmen Areva bleiben. Der Preis für Uran auf dem Weltamarkt ist stark gestiegen.

Länder