Schlagwort: Niger

Premierminister Brigi Rafini sagte, dass ca. 100 Menschen bei Angriffen auf die Dörfer Tchombangou und Zaroumdareye im Westen getötet wurden. Es ist einer der tödlichsten Tage für ein Land, das von islamistischer Gewalt heimgesucht wird. Niger leidet wiederholt unter Angriffen von Militanten, die mit Al-Qaida und dem Islamischen Staat verbunden sind. Die Angriffe vom Samstag kamen am selben Tag, an dem die Wahlkommission die Ergebnisse der ersten Runde der Wahl zur Ablösung von Präsident Mahamadou Issoufou bekannt gab, der nach einem Jahrzehnt an der Macht zurücktritt.

Frau Fadji Maina aus Niger ist die einzige Person aus Afrika, die für die „National Aeronautics and Space Administration“ (NASA) arbeitet. Sie will ihre neue Aufgabe nutzen, um ihrem Land und dem Kontinent etwas zurückzugeben: „Ich werde ihnen sagen, dass sie nicht aufgeben sollen, sondern weitermachen, denn jeder würde denken, dass Menschen aus Niger oder ein junges Mädchen aus Niger nicht in der Lage wären, dies zu tun. Aber glauben Sie einfach an sich selbst und finden Sie eine Umgebung, die Sie unterstützen wird“, sagte sie. Sie ist eine Bereicherung für die NASA, denn „unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Perspektiven haben“.

Schwere Überschwemmungen suchen das Land heim. Seit Anfang August sind über 26.000 Häuser eingestürzt und 37 Menschen getötet worden, während 14 weitere ertranken. Nach Angaben von UNICEF waren 2020 über 2,9 Mill. Menschen aufgrund von Unsicherheit, zyklischen Überschwemmungen, epidemischen Krankheiten, Dürren oder Vertreibung auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Niger – Das Verteidigungsministerium verkündete zwei erfolgreiche Operationen gegen die Kämpfer der Rebellengruppe Boko Haram. Bei Gefechten im Südosten des Niger und in der Tschadregion in Nigeria wurden 75 Milizionäre getötet.

Niger – Das Schicksal von 20 Flüchtlingen aus Nigeria, die bei einem Ansturm auf ein Verteilungszentrum zu Tode kamen, macht ihre extreme Notlage und Verarmung sichtbar. 300.000 Menschen aus Nigeria haben im Niger Zuflucht vor den mordenden Banden der Boko Haram gesucht. Ihre Versorgungslage ist katastrophal. Als der Gouverneur von Borno State seine geflüchteten Landsleute besuchen und Geld und Lebensmittel verteilen wollte, kam es vor dem Zentrum zu der Tragödie.

Niger – Im Grenzgebiert zwischen Niger und Mali wurde der Deutsche, der für die Organisation „Help – Hilfe zur Selbsthilfe“, Projekte zur Gesundheitsversorgung und Ernährungssicherung, besonders für Flüchtlinge vom benachbarten Mali und Nigeria durchführt, von Bewaffneten auf Motorrädern angegriffen. Sie verprügelten seine vier nigrischen Begleiter, zündeten sein Fahrzeug an, und verschwanden mit ihm. Die Regierung versucht, die Geisel zu finden. Attacken dieser Art häufen sich, da Terror Milizen immer mehr Einfluss in dem Gebiet gewinnen wollen.

Niger – Das deutsche Start-up Team „Africa Green Tec“ von Umweltaktivisten und Ingenieuren hat im 3000- Einwohner Dorf Amaloul einen mobilen Solar-Container aufgestellt, der Schule, Gesundheitszentrum, Bewässerungsanlagen und kleine Handwerksbetriebe mit Strom versorgen soll. Sollte das Projekt Erfolg zeigen, können noch 500 weitere Dörfer am Rand der Sahara folgen – eine Art Gegenmodell zur traditionellen Entwicklungshilfe. Trotz Risiken von Klima, Sicherheit und Finanzierung will das Team alles dransetzen, um den Menschen eine Chance auf Frieden und Wohlstand in ihrer Heimat zu schaffen, ihre Welt zu verbessern

Niger – Er versucht, mit Erfolg, ein altes Bewässerungssystem wiederzubeleben, um der fortschreitenden Wüstenbildung entgegenzuarbeiten. Durch seine „Halbmondmethode“ kann er das wenige Regenwasser optimal nutzen. In die sichelförmigen Beete pflanzt er kleine Bäume und Sträucher und dazwischen Mais und Bohnen. Dazu kommt Kuh-und Schafmist. Schon 50 Hektar hat er in den letzten Jahren wieder urbar gemacht. Er kann seine Familie ernähren, verkauft den Überschuss und kann für zwei seiner Kinder ein Universitätsstudium bezahlen. Im Vorfeld der Bonner Klimakonferenz kamen Experten zu ihm, um mehr über sein nachhaltiges Landmanagement zu erfahren. Die GIZ will seine Methode in ganz Niger verbreiten.

Niger – Große Landstriche des sonst so trockenen Landes wurden durch die anhaltenden Regenfälle überschwemmt. Dutzende Menschen starben; 200.000 sind obdachlos. Am schlimmsten betroffen ist die Hauptstadt Niamey, wo ganze Viertel zu Sümpfen wurden und viele Einrichtungen zerstört wurden. Auf dem Land starben tausende Tiere und die Getreideernte in weiten Teilen wurde vernichtet. Die Regierung hat begonnen, die Brutstätten der Moskitos zu zerstören, um die Ausbreitung von Malaria zu verhindern.

Niger – Auf dem Weg zum Mittelmeer sind in der zentral-nigrischen Wüste nahe Séguédine 52 Migranten umgekommen. Die Schlepper hatte sie aus Angst vor Sicherheitskräften ohne Nahrung und Wasser zurückgelassen. 23 Überlebende konnten in die nächste Stadt gebracht werden.

Länder