Schlagwort: Niger

Während Mauretaniens Präsident Aziz sich zurückhält, hat Nigers Staatschef Issoufou dem malischen Präsidenten Traore militärische Unterstützung zugesagt, um die nördliche Region zurückzugewinnen. Zur gleichen Zeit drängen beide Führer die verschiedenen Rebellengruppen, von dem bewaffneten Kampf abzusehen und sich von der nordafrikanischen Al Qaida Bewegung zu trennen.

Nach Medienberichten will die Regierung russische Kampfhubschrauber kaufen. Beobachter befürchten, dass sie gegen die Widerstandsbewegung der Tuareg-Bevölkerung „Mouvemnt des Nigeriens pour la Justice – Bewegung von Nigeriern für Gerechtigkeit (MNJ) im Norden eingesetzt werden sollen. In den vergangenen Monaten ist es zu mehreren militärischen Konfronationen zwischen der Armee und der MNJ gekommen.

Präsident Mamadou Tandja hat den Tuareg-Rebellen, die seit Jahren um Beteiligung an Nutzung der Bodenschätze kämpfen, persönlich Amnestie angeboten, wenn sie die Waffen niederlegen – ein wichtiger Schritt, da der Bau der zweitgrößten Uranmine der Welt im Norden des Landes gerade begonnen wurde. Die französische Atomgesellschaft Areva erhofft, nach Fertigstellung 5.000 Tonnen Uran im Jahr zu fördern. Als eines der ärmsten Länder der Welt ist Niger auf den Export von Uran angewiesen, um überleben zu können.

Die Behörden haben 30 Personen festgenommen, die mit den Schmuggel-Netzwerken in Verbindung sind, darunter die Fahrer der Autos, deren 92 Passagiere in der Wüste verdurstet sind, und Polizisten, die gegen Bezahlung illegalen Migranten weiter geholfen haben. Der Landstreifen direkt südlich der Sahara ist schon lange Schmugglerland, und in den letzten Jahren haben Tausende auf dem Weg nach Europa diese gefährliche Route genommen.

Eine bisher unbekannte Rebellengruppe, die sich ‚Revolutionary Armed Forces of the Sahara (Fars)‘ nennt, hat eine Gruppe von Touristen überfallen und zwei Italiener entführt.

Rund 800,000 Menschen im Norden von Niger brauchen bis Juli / August Nahrungsmittel zum Überleben, und das trotz einer guten Ernte. Doch Transportprobleme, steigende Preise und der große Zustrom von Flüchtlingen aus dem Kriegsland Mali sind verantwortlich für die unvorhergesehene Knappheit.

Nach einem angeblichen Putschversuch gegen Präsidenten Mahamadou Issoufou Mitte Juli wurden zehn Verdächtige Offiziere der Armee verhaftet. Nach seinem Wahlsieg im März war Issoufou hart gegen Korruption in der Regierung vorgegangen.

Die Junta, die den demokratischen Wechsel leitet, hat bestätigt, dass die vier hohen Offiziere, die letzte Woche verhaftet wurden, einen Putsch geplant hatten. Sie wollten angeblich Präsident Djibou beseitigen und den demokratischen Übergangsprozess stoppen. Die Unruhe in der Junta Führung könnte die bevorstehenden Wahlen beeinträchtigen.

Das Welternährungsprogramm (WFP) und andere Hilfsorganisationen haben ihre Mitarbeiter aus den ländlichen Gebieten in die Hauptstadt zurückgerufen aus Angst, sie könnten von der islamistischen Terrororganisation ‚Al-Kaida im Maghreb‘ entführt werden. Über 7 Millionen Menschen benötigen Lebensmittelhilfe.

100 Staatsbürger von Niger wurden gestern von Libyen ausgeliefert und nach Niamey geflogen, wo sie ihre restliche Haftstrafe absitzen. 150 weitere sollen gemäß der Vereinbarung der beiden Justizministerien folgen. Die Hinrichtung dreier Niger Bürger im Mai hatte für Aufregung gesorgt. Tausende von ihnen leben und arbeiten in Libyen.

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