Schlagwort: Mosambik

Die Regionaloberen der Jesuiten stellen in einer Erklärungf est, dass die immer häufigeren Gewaltakte gegen kirchliche Einrichtungen darauf abzielen, die Ordensinitiativen zum Wohl der Menschen zu beeinträchtigen und zu destabilisieren. Dieses Jahr wurden allein in der Provinz Tete bei fünf Überfällen Ordensleute (Comboni Missionare, Schwestern vom heiligen Vinzenz und Jesuiten) ermordet.

In Mosambik blüht der Menschenhandel. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) schätzt die Zahl der Frauen und Kinder, die jedes Jahr nach Südafrika verschoben werden, auf mehr als 1.000. Die Menschenhändler profitieren vor allem von der verbreiteten Armut. Um den Opfern zu helfen, hat die Regierung ein Gesetz vorbereitet, das im September das Parlament passieren soll.

Wegen Dürre, Fluten, Insektenplage und Zerstörung durch wilde Tiere sind über 300,000 Menschen im südlichen Teil des Landes von Nahrungsmittelknappheit betroffen. Jetzt droht eine neue Flutwelle im Inkomati Flussbett in der Manhica Provinz. Etwa 6,000 Bewohner sind aufgefordert das Gebiet zu verlassen. Die Küstenregion ist anfällig für Überflutungen, da mehrere große Flüsse das Wasser aus dem Innern des Kontinents zum Meer bringen. In der Provinz Sofala, Zentralmosambik, hat die frühere Rebellenbewegung RENAMO wegen erneuerten Kampfhandlungen gegen FRELIMO Tausende Menschen vertrieben.

Bei seinem Besuch in Mosambik pries UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den hohen Anteil von Frauen in der Regierung und im Parlament. 40% der Abgeordneten sind Frauen.

Sie wurden bei Ausschreitungen am Wochenende inhaftiert, als die Menge gegen Rot Kreuz Personal protestierte, in der Annahme, dass diese die Cholera gebracht hätten. Die Behörden hatten bei Ausbruch der Seuche lediglich Wasser in Reservoirs und Brunnen chloriniert. Warum sie in der Haft starben, ist noch nicht geklärt.

Brasilien und die EU wollen Mosambik in die Entwicklung von Bioenergie mit einbeziehen. Produktion in Mosambik könnte den brasilianischen Ethanolkonzernen EU Importzolle sparen und Europa helfen, eher zu der 20% Quote von erneuerbarem Treibstoff zu gelangen. Umweltorganisationen nennen es „unmoralisch und pervers“, wenn auf fruchtbarem Boden Ölpalmen für Agrartreibstoffe angebaut werden, wenn in dem nämlichen Land Menschen hungern.

Ein Abkommen, das den freien Personen- und Warenverkehr zwischen Mosambik und Swaziland erlaubt, ist in Kraft getreten. Ähnlich Abkommen sollen mit Südafrika, Tansania und Sambia ausgehandelt werden.

Heute finden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Amtsinhaber Armando Guebuza und seine Frelimo Partei, die seit der Unabhängigkeit in 1975 an der Macht ist, werden als Gewinner gesehen. Neben Renamo mit ihrem Führer Alfonso Dhlakama ist noch eine dritte Partei (MDM) interessiert, die aber wegen angeblicher Formfehler nur in 4 von 13 Wahldistrikten antreten darf. Gerade diese Partei hätte neue Perspektiven in Politik und Wirtschaft bringen können. Obwohl Entwicklungsgelder reichlich fließen, gilt Mosambik als eines der ärmsten Länder der Welt.

Als Mosambik in 1975 nach einem blutigen Krieg unabhängig wurde, hat etwa eine Viertel Million Portugiesen das Land fluchtartig verlassen. 40 Jahre später, mit wachsender Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichem Chaos im Mutterland, zieht es viele Portugiesen zurück in die alte Kolonie. Tausende suchen jährlich eine neue Zukunft, in Minen, Bauindustrie oder eigenen Betrieben wie Restaurants und Touristik. Gute Wachstumsraten, eine verhältnismäßig stabile Regierung und das Schwinden des Argwohns gegen die alten Kolonialherren machen sie zuversichtlich.

Der Sohn des ehemhaligen Präsidenten, Nympine Chissano, wurde tot in seiner Wohnung in Maputo aufgefunden. Wegen Verdacht seiner Beteiligung am Mord des Journalisten Carlos Cardoso waren polizeiliche Untersuchungen gegen ihn im Gange.

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