Schlagwort: Mosambik

Nach Wikileak Enthüllungen, soll Mosambik sich zu einem wichtigen Drogen Umschlagplatz entwickelt haben. Zwei der prominentesten Geschäftsmänner wurden als Drogen Barone genannt. Vom früheren und jetzigen Präsidenten geschützt, können sie leicht ihren lukrativen Handel betreiben, in den auch die Frelimo Partei verwickelt ist. Die lange kaum kontrollierte Küste lässt die Drogen von Süd Asien leicht ins Land kommen. Nach Guinea-Bissau ist Mosambik nun der zweitgrößte Drogen Platz in Afrika.

Die Überschwemmungen haben weite Landstriche im Gaza Distrikt verwüstet und bis zu Hunderttausend Bewohner in die Flucht getrieben. 40 Menschen kamen in den Fluten um. Im Flussbett des Limpopo, besonders in Xai-Xai, steigt das Wasser weiter. Einige Gebiete sind von der Außenwelt abgeschnitten und können nicht hinreichend versorgt werden. Doch medizinisches Personal spürt Malaria und Cholera auf und bringt den auf Dächern geborenen Babys erste Hilfe.

Demonstranten marschieren durch Maputos Straßen und drücken durch fliegende Steine und brennende Autoreifen ihren Unmut über steigende Preise aus. Besonders betroffen von der Teuerung sind Nahrungsmittel, Treibstoff und Wasser.

Mosambik hat 2005 mit 2.2 Millionen Tonnen Zuckerrohr die größe Ernte seit 30 Jahren eingefahren. Auch die Exporte in die USA und Europa konnte gesteigert werden.

Vier Verdächtige aus Südafrika, Botswana, Deutschland und Portugal wurden festgenommen, als sie angeblich große Mengen ätzender Chemikalien an die Turbinen bringen wollten. Cahora Bassa am Sambesi ist einer der größten Stauseen in Afrika und eine lebensnotwendige Stromquelle für Mosambik, Südafrika und Simbabwe.

Die Staatsanwaltschaft hat gegen Nyimpine Chissano, Sohn des ehemaligen Präsidenten Joachim Chissano, Anklage wegen Mord an dem Journalisten Carlos Cardoso im Jahr 2000 erhoben.

Amnesty International warnt vor einer Krise in den Strafvollzugsanstalten des Landes. Willkürliche Verhaftungen, auch von Jugendlichen, jahrelange Freiheitsberaubung ohne Verhandlung und Urteil, überfüllte, unhygienische Räumlichkeiten (e.g. 500 Häftlinge in Zellen gedacht für 80), dazu Hunger und Folter haben schon zu Revolten geführt. Diese könnten häufiger und gewalttätiger werden. Die Regierung in Maputo scheint die Kritik ernst zu nehmen.

Ewa 200 Familien in der Sofala Provinz mussten fliehen, weil der Sambesi und seine Nebenflüsse weite Gebiete überfluteten. In diesen Tagen gedenkt Mosambik auch des 10. Geburtstags von Rosita, dem Mädchen, das während der Flutkatastrophe im 2000 auf einem Baum geboren wurde, wohin ihre Mutter sich vor den Fluten gerettet hatte.

Von den 438,000 ha Land, die in Mosambik für den Jatropha Anbau designiert waren, sind nur 3% genutzt. Entgegen der Vorstellung, dass der Jatropha Strauch genügsam ist und gute Erträge für die Produktion von Biodiesel bringt, hat sich der Anbau als unwirtschaftlich erwiesen. Die meisten Kleinbauern haben aufgegeben während die Großprojekte stagnieren. Der Rat an die Bauern ist, eine Jatropha Hecke als Schutz und Zusatzeinkommen um ihre Felder zu pflanzen.

Die Investitionen indischer Firmen in Mosambik könnten bis Ende des Jahres eine Milliarde Dollar übersteigen, die doppelte Summe von 2009. Ein Schwerpunkt ist ein ländliches Elektrifizierungsprojekt in den entlegenen nördlichen und zentralen Provinzen. Mosambik ist nach sechzehn Jahren Bürgerkrieg immer noch im Wiederaufbau begriffen.

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