Schlagwort: Mosambik

Um sich einen schnelleren Zugang zum Meer zu schaffen, hat das Binnenland Botswanan mit der Regierung von Mosambik letzte Woche ein Memorandum über den Bau eines Tiefseehafens in Techobanine und einer 1100 km Eisenbahnverbindung unterzeichnet. SADC unterstützt das Projekt, das auch Mitbenutzern wie Südafrika Swasiland und Simbabwe zugutekommt.

Das Dreiecksabkommen zwischen Mosambik, Brasilien und Japan, um die Landwirtschaft im Nacala Korridor zu verbessern, stößt bei den Kleinbauern auf heftigen Widerspruch. Die Beschwerden der Bauern von Nampula und umliegenden Provinzen sind: mangelnde Transparenz, Enteignung, Monokulturen und Degradierung von Land und Wasser. Sie wollen Kleinbauern bleiben und für ihre Nahrungssicherung verantwortlich sein.

In den südlichen Maputo und Gaza Provinzen wurden Tausende obdachlos; Viehherden und Ernten (darunter 6,000 Cashew Bäume) wurden zerstört und Wasser – und Stromversorgung unterbrochen. Im benachbarten Südafrika musste der Krüger Nationalpark geschlossen und Touristen per Hubschrauber evakuiert werden. Meteorologen warnen vor noch extremeren Wetterbedingungen.

Von 147 Landarbeiter Frauen in 1994 gegründet, hat sich die Frauenbank von Nampula, Mosambiks drittgrößter Stadt, zum wichtigen Instrument der Armutsbekämpfung entwickelt. Frauen erhalten Mikrokredite, um ein Projekt ihrer Wahl zu starten. Da es meist um das Wohl ihrer Familien geht, sind die kleinen Unternehmen gewöhnlich erfolgreich, und die Rückzahlungsrate ist hoch. Die Initiative, die Frauen ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit gibt, könnte auch sonst wo Schule machen.

Nach Meinung des Internationalen Währungsfond soll die Regierung die Verträge mit den internationalen Konzernen der Megaprojekte (Gas, Aluminium, titanhaltigem Schwersand u.a.) neu verhandeln. Statt Steuererleichterungen (5%) auf Profite sollen die Steuerabgaben erhöht (mindestens 30%) und mehr soziale Schutzmaßnahmen errichtet werden. So sollen die Wachstumsraten – in 2011 werden 6% erwartet – helfen, die Armut im Land zu verringern.

China hat Materialien im Wert von 1.5 Millionen Dollar an die Armee verschenkt, darunter Uniformen, Computer, Kameras und Kühlschränke.

Die Bischöfe des Landes haben bei ihrer Vollversammlung in Matola die feindlichen Parteien Frelimo und Renamo dazu aufgerufen, den Dialog wieder aufzunehmen. Es sei unhaltbar, „eigene Interessen mit Waffen zu verteidigen“. Der Friedensappell richtete sich hauptsächlich an Präsident Guebuza und den früheren Rebellenführer Dhlakama, aber auch ans Militär und an die internationale Gemeinschaft, die durch jahrelange Hilfe die Lage im Land zu verbessern half. Leider ist von dem Aufschwung und dem Abbau von Rohstoffen nicht viel bei der Bevölkerung angekommen.

Ein schweres Erdbeben nördlich von Maputo in der Größe von Richterskala 7.5 war in der ganzen Region bis Südafrika spürbar. Es gab fünf weitere Nachbeben. Bisher gab es keine Berichte über Tote.

Gestern wurde Veronica Macamo ohne Gegenstimme als Parlament Präsidentin gewählt. Sie studierte Jura und in der letzten Wahl war sie FRELIMO Kandidatin für die Hauptstadt Maputo.

Trotz Befürchtungen, dass es zu Gewalttätigkeit kommen könnte, werden heute im Mosambik Kommunalwahlen abgehalten. Die Renamo Partei dementiert Beschuldigungen, dass sie Unruhe stiften wolle, obwohl gerade in dem von Renamo infiltrierten Gorongosa Distrikt in der Sofala Provinz viele Menschen nicht zur Wahl gehen wollen. Dhlakamas Kämpfer haben sich dort in die Berge zurückgezogen; der Aufenthaltsort des Anführers ist nicht bekannt.

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