Schlagwort: Mosambik

Die Investitionen indischer Firmen in Mosambik könnten bis Ende des Jahres eine Milliarde Dollar übersteigen, die doppelte Summe von 2009. Ein Schwerpunkt ist ein ländliches Elektrifizierungsprojekt in den entlegenen nördlichen und zentralen Provinzen. Mosambik ist nach sechzehn Jahren Bürgerkrieg immer noch im Wiederaufbau begriffen.

Laut einem Bericht von Amnesty International schießen und foltern Polizisten wahllos in Ausübung ihrer Pflichten und genießen dabei volle Straffreiheit. Die Menschenrechtslage hat sich in 2008 merklich verschlechtert.

In einer Kabinettsumbildung hat Präsident Armando Guebuza seinen Premier entlassen; fünf weitere Minister und vier Gouverneure waren auch von der Säuberung betroffen. Der entlassene Premier war getippt als Nachfolger Guebuzas. Neuer Premier ist der Gouverneur der Tete Provinz, Alberto Vaquina. Guebuza hat wiederholt beteuert, dass er sich an die Gesetze des Landes halten will und bei den Wahlen in zwei Jahren keine dritte Amtszeit anstrebt.

Eine halbe Million Touristen besuchten Mosambik im Jahr 2005, ein Zuwachs von 37%. Die meisten kommen aus Südafrika. Im Jahr 2010 will Mosambik 5 Millionen Besucher anziehen.

Ein Impfstoff gegen Cholera, der in Mosambik entwickelt und in Kuba produziert wird, hat bei ersten Versuchen eine Wirksamkeit von 97% gezeigt. Weitere Tests sind notwendig, bevor der Impfstoff, der als Tablette eingenommen wird, vermarktet werden kann.

75 Vertreter von Lesbenorganisationen aus verschiedenen Ländern Afrikas forderten auf einer Konferenz in Maputo das Ende der Kriminalisierung von Homosexualität, die in 38 afrikanischen Ländern strafbar ist.

Ex-Präsident Joachim Chissano hat nach Presseberichten auch den Parteivorsitz der FRELIMO übergeben.

Unterstützt von Zivilorganisationen, nutzte Mosambiks Kleinbauernverband den Besuch des japanischen Premiers, um ihren Unwillen über das Megaprogramm „ProSavanna“ auszudrücken, an dem neben Mosambik auch Japan und Brasilien beteiligt sind. Diese großflächige Landnahme in den Provinzen Nampula, Niassa und Zambésia für Monokulturen gefährde das Menschenrecht auf Nahrung und führe zu Vertreibungen und Landkonflikten. Wenn Japan Mosambiks Landwirtschaft helfen will, dann sollten Kleinbauern gefördert werden. Nur so könnte Nahrungssicherheit erreicht und die Umwelt geschont werden.

Im Schlussdokument ihrer Vollversammlung prangerten die Bischöfe die menschenunwürdigen Bedingungen in Mosambiks Gefängnissen an. Die Haft soll den Menschen wieder gesellschaftsfähig machen, nicht umbringen. Sie erinnerten an den Tod von 15 Häftlingen im Februar.

In Maputo wurde ein Freundschaftsabkommen zwischen Mosambik und dem Vatikan unterzeichnet, das den rechtlichen Status der Kirche regelt und die kirchliche Ehe, Steuerfragen und Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen behandelt. Mosambik ist eines der ersten afrikanischen Länder, die solch ein Abkommen haben.

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