Schlagwort: Mosambik

Ex-Präsident Joachim Chissano hat nach Presseberichten auch den Parteivorsitz der FRELIMO übergeben.

Unterstützt von Zivilorganisationen, nutzte Mosambiks Kleinbauernverband den Besuch des japanischen Premiers, um ihren Unwillen über das Megaprogramm „ProSavanna“ auszudrücken, an dem neben Mosambik auch Japan und Brasilien beteiligt sind. Diese großflächige Landnahme in den Provinzen Nampula, Niassa und Zambésia für Monokulturen gefährde das Menschenrecht auf Nahrung und führe zu Vertreibungen und Landkonflikten. Wenn Japan Mosambiks Landwirtschaft helfen will, dann sollten Kleinbauern gefördert werden. Nur so könnte Nahrungssicherheit erreicht und die Umwelt geschont werden.

Im Schlussdokument ihrer Vollversammlung prangerten die Bischöfe die menschenunwürdigen Bedingungen in Mosambiks Gefängnissen an. Die Haft soll den Menschen wieder gesellschaftsfähig machen, nicht umbringen. Sie erinnerten an den Tod von 15 Häftlingen im Februar.

In Maputo wurde ein Freundschaftsabkommen zwischen Mosambik und dem Vatikan unterzeichnet, das den rechtlichen Status der Kirche regelt und die kirchliche Ehe, Steuerfragen und Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen behandelt. Mosambik ist eines der ersten afrikanischen Länder, die solch ein Abkommen haben.

Dreizehn afrikanische Staatschefs forderten bei einem Treffen der Afrikanischen Union in Libreville die internationale Gemeinschaft auf, sich mehr für die Friedensprozesse in der Elfenbeinküste und im Kongo zu engagieren.

Der ehemalige Präsident Joaquim Chissano hat den Mo Ibrahim Preis für exzellente Staatsführung erhalten. Der mit 5 Millionen Dollar dotierte Preis, der an afrikanische Staatschefs für gute Regierungsführung geht, wurde von Kofi Annan ins Leben gerufen und vom sudanesischen Millionaire Mo Ibrahim finanziert.

Zum ersten Mal seit Oktober, als Dhlakamas Gorongosa Festung angegriffen wurde, trafen sich gestern Vertreter von Frelimo und Renamo, um Wege zur Beilegung des Konfliktes zu suchen. Man konnte sich bereits auf Beteiligung von externen Schlichtern und Beobachtern einigen; jetzt soll ein Verhaltenskodex ausgearbeitet werden. Die Renamo Partei hatte geschworen, den Bürgerkrieg wieder aufflammen zu lassen, wenn ihre Forderungen, darunter eine faire Teilung des Ressourcenreichtums, nicht erfüllt würden.

Bei der 2. Triangular Conference am 24. Juli beschwerten sich die Einheimischen im Nacala Korridor, dass sie keinen Zugang zu Feuerholz und andern Waldprodukten haben. Ihr Leben sei sehr eingeschränkt. Die Partner Mosambiks im ProSavanna Project, Brasilien und Japan, verteidigten ihre Teilnahme. Sie seien von der Regierung in Maputo eingeladen worden, um Mosambiks Landwirtschaft zu modernisieren. In weiten Teilen des 14 Mio. ha Nacala Korridors, der sich über drei Provinzen erstreckt, wird zurzeit Soja angebaut. Das anfänglich gesetzte Ziel war Ernährungssicherheit und Souveränität.

Sie hatten versucht, 27 Kinder, zwischen ein und sieben Jahre alt, über die Grenze nach Südafrika zu schmuggeln. Die Kinder wurden der Wohlfahrt übergeben. Die Behauptung der Täter, die Kinder zu Verwandten in Südafrika zu begleiten, nahm die Polizei nicht an. Entführte Kinder laufen Gefahr, in Prostitution, Kinderarbeit und illegaler Adoption zu landen oder Opfer von Zauberei zu werden.

In Beira löste das Gerücht, dass die Armee junge Menschen zum Militärdienst zwingen würde, starke Proteste aus. Die Polizei ging mit Tränengas vor. Es gab Verletzte und Zerstörungen. Die Bekämpfung des seit April wieder aufflammenden Renamo-Aufstandes in der Mitte des Landes verlange mehr Truppen; deshalb ging das Militär von Haus zu Haus zum Rekrutieren. Die Behörden dementieren den Zwang; die Armee bestehe aus Freiwilligen.

Länder