Schlagwort: Mosambik

Bei der 2. Triangular Conference am 24. Juli beschwerten sich die Einheimischen im Nacala Korridor, dass sie keinen Zugang zu Feuerholz und andern Waldprodukten haben. Ihr Leben sei sehr eingeschränkt. Die Partner Mosambiks im ProSavanna Project, Brasilien und Japan, verteidigten ihre Teilnahme. Sie seien von der Regierung in Maputo eingeladen worden, um Mosambiks Landwirtschaft zu modernisieren. In weiten Teilen des 14 Mio. ha Nacala Korridors, der sich über drei Provinzen erstreckt, wird zurzeit Soja angebaut. Das anfänglich gesetzte Ziel war Ernährungssicherheit und Souveränität.

Sie hatten versucht, 27 Kinder, zwischen ein und sieben Jahre alt, über die Grenze nach Südafrika zu schmuggeln. Die Kinder wurden der Wohlfahrt übergeben. Die Behauptung der Täter, die Kinder zu Verwandten in Südafrika zu begleiten, nahm die Polizei nicht an. Entführte Kinder laufen Gefahr, in Prostitution, Kinderarbeit und illegaler Adoption zu landen oder Opfer von Zauberei zu werden.

In Beira löste das Gerücht, dass die Armee junge Menschen zum Militärdienst zwingen würde, starke Proteste aus. Die Polizei ging mit Tränengas vor. Es gab Verletzte und Zerstörungen. Die Bekämpfung des seit April wieder aufflammenden Renamo-Aufstandes in der Mitte des Landes verlange mehr Truppen; deshalb ging das Militär von Haus zu Haus zum Rekrutieren. Die Behörden dementieren den Zwang; die Armee bestehe aus Freiwilligen.

Die Kämpfe zwischen Armee und ehemaligen Rebellen verhindern die zügige Räumung von Landminen, die im Freiheitskrieg gegen Portugal und während dem blutigen Bürgerkrieg gelegt wurden. Die letzten verminten Landstriche sollten bis Ende des Jahres gesäubert sein, aber das Nationale Institut für Minenräumung, von internationalen Gebern finanziert, will seine Experten nicht zusätzlich gefährden. Dabei könnte es im Jahr 9000 km² räumen. Sollten Frelimo und Renamo sich bald einigen, könnte Mosambik bis Jahresende minenfrei sein.

Die Regionaloberen der Jesuiten stellen in einer Erklärungf est, dass die immer häufigeren Gewaltakte gegen kirchliche Einrichtungen darauf abzielen, die Ordensinitiativen zum Wohl der Menschen zu beeinträchtigen und zu destabilisieren. Dieses Jahr wurden allein in der Provinz Tete bei fünf Überfällen Ordensleute (Comboni Missionare, Schwestern vom heiligen Vinzenz und Jesuiten) ermordet.

In Mosambik blüht der Menschenhandel. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) schätzt die Zahl der Frauen und Kinder, die jedes Jahr nach Südafrika verschoben werden, auf mehr als 1.000. Die Menschenhändler profitieren vor allem von der verbreiteten Armut. Um den Opfern zu helfen, hat die Regierung ein Gesetz vorbereitet, das im September das Parlament passieren soll.

Wegen Dürre, Fluten, Insektenplage und Zerstörung durch wilde Tiere sind über 300,000 Menschen im südlichen Teil des Landes von Nahrungsmittelknappheit betroffen. Jetzt droht eine neue Flutwelle im Inkomati Flussbett in der Manhica Provinz. Etwa 6,000 Bewohner sind aufgefordert das Gebiet zu verlassen. Die Küstenregion ist anfällig für Überflutungen, da mehrere große Flüsse das Wasser aus dem Innern des Kontinents zum Meer bringen. In der Provinz Sofala, Zentralmosambik, hat die frühere Rebellenbewegung RENAMO wegen erneuerten Kampfhandlungen gegen FRELIMO Tausende Menschen vertrieben.

Bei seinem Besuch in Mosambik pries UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den hohen Anteil von Frauen in der Regierung und im Parlament. 40% der Abgeordneten sind Frauen.

Sie wurden bei Ausschreitungen am Wochenende inhaftiert, als die Menge gegen Rot Kreuz Personal protestierte, in der Annahme, dass diese die Cholera gebracht hätten. Die Behörden hatten bei Ausbruch der Seuche lediglich Wasser in Reservoirs und Brunnen chloriniert. Warum sie in der Haft starben, ist noch nicht geklärt.

Brasilien und die EU wollen Mosambik in die Entwicklung von Bioenergie mit einbeziehen. Produktion in Mosambik könnte den brasilianischen Ethanolkonzernen EU Importzolle sparen und Europa helfen, eher zu der 20% Quote von erneuerbarem Treibstoff zu gelangen. Umweltorganisationen nennen es „unmoralisch und pervers“, wenn auf fruchtbarem Boden Ölpalmen für Agrartreibstoffe angebaut werden, wenn in dem nämlichen Land Menschen hungern.

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