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Mosambik – Suleman wurde von einer Gruppe Bewaffneter von einer Moschee in seinem Einkaufszentrum in Maputo in ein Auto gedrängt und weggefahren. Als Rauschgifthändler war er im Ausland nicht gern gesehen, hielt aber gute Kontakte mit Mosambiks politischer und wirtschaftlicher Elite. Der Frelimo Partei soll er reichlich Zuwendungen gemacht haben. Sulemen soll auch zur Entwicklung Maputos zum Drogenumschlagplatz und zu der wachsenden Geldwäsche beigetragen haben.

Im Beisein von fünf Staatschefs ging die Kontrolle des Cahora Bassa Staudamms am Sambesi nach langen Verhandlungen an Mosambik über. Mosambik übernimmt 85% der Anteile an der Betreibergesellschaft HCB, Portugal 15%. Von der vereinbarten Zahlung von 950 Millionen Dollar, muss Mosambik noch 700 Millionen zurückzahlen.

Eine Schar abgerichteter Ratten ist unterwegs nach Maputo, um der überlasteten Gesundheitsbehörde zu helfen, Tuberkulose in Patienten zu entdecken. In 30 Minuten können sie 400 Sputumproben prüfen und schaffen so in einer Stunde die Arbeit, für die ein Labor Techniker eine Woche braucht. Tuberkulose ist häufig in Mosambik, oft zusammen mit Aids. Eine frühe Diagnose und Behandlung sind wichtig, um eine Ausbreitung zu verhüten. Diese Ratten – „Heldenratten“ genannt – haben auch schon mit erstaunlicher Genauigkeit Landminen heraus geschnüffelt.

Nach Ende des 16-jährigen blutigen Bürgerkriegs zählt Mosambik zu einer der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften im südlichen Afrika, aber 70 Prozent der Bevölkerung lebt trotz Wirtschaftswachstum unter der Armutsgrenze.

Der wirtschaftliche Aufschwung, den Mosambik 20 Jahre nach Ende des Bürgerkrieges durch Entdeckung von Kohle – und Gasvorkommen genommen hat, könnte durch die unzufriedenen früheren Renamo Rebellen aufgehalten werden. Ihre öffentliche Drohung, das zentrale Bahn – und Straßennetz zu lähmen, hat die Frelimo Regierung in Alarmbereitschaft versetzt und Diplomaten und Investoren verunsichert.

Andauernde Regenfälle in der Region haben den Sambezi und seine Nebenarme über die Ufer treten lassen. 55.000 sind von den Überschwemmungen betroffen.

Moçambique hat sich vom Elend des Bürgerkriegs weitgehend erholt. Das kräftige Wirtschaftswachstum der letzten Jahre ist auch den Armen zugute gekommen. Im neuen Gesicht Maputos spiegelt sich die Erholung der ganzen mosambikanischen Wirtschaft. Zwischen 1996/97 und 2002/03 konnte das Land ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 8 Prozent verzeichnen. Die Armut ist aber noch nicht besiegt und das Land ist weiterhin stark von Entwicklungshilfe abhängig.

Am 15. Oktober, 22 Jahre nach Ende des Bürgerkriegs, sind Präsidentschafts- und Parlamentswahlen angesagt. Für das Amt des Präsidenten kandidieren der amtierende Präsident Filipe Nyusi für die Regierungspartei FRELIMO, Alphonso Dhlakama für die Oppositionspartei RENAMO und Daviz Simano, Bürgermeister der Stadt Beira und Gründer einer neuen Partei, der Demokratischen Bewegung von Mosambik (MDM).

In 60 km Entfernung vom größten Staudamm Afrikas in Cahora Bassa soll am Sambesi ein zweiter Staudamm gebaut werden, der nach Vollendung 2400 Megawatt Strom erzeugen wird. Nachdem die Chinesen ihr Angebot zurückgezogen haben, ging der Auftrag an ein Konsortium mit einem mosambikanischen und einem brasilianischen Unternehmen.

Die für 28. Oktober geplanten Wahlen hätten spannend werden können, wenn die neue Partei als dritte Kraft hätte voll mitmachen können. Wegen eines Formfehlers darf die MDM (Bewegung für ein Demokratisches Mosambik) nur in vier von dreizehn Wahldistrikten antreten. So werden FRELIMO und RENAMO, wie immer, Hauptkontrahenten sein. Wohl könnte der Gründer der MDM in den parallelen Präsidentschaftswahlen eine Chance haben.

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