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Mosambik – Der 65-jährige Chef der Renamo Partei, Afonso Dhlakama, erlag am Donnerstag in seinem Haus in Gorongosa einem Herzinfarkt. Im Bürgerkrieg der 80er Jahre leitete er den Kampf gegen die Regierungspartei Frelimo, und nach dem Friedensabkommen in 1992 führte er die politische Opposition, obwohl es noch sporadische Kämpfe gab, besonders nach einer verlorenen Wahl. Der Waffenstillstand von 2016 schien zu halten, und Präsident Filipe Nyusi hoffte, mit Dhlakama in einer Schlüsselposition, einen dauerhaften Frieden zu erreichen. Nun appelliert an die Verantwortlichen, den Friedensprozess nicht entgleisen zu lassen.

Mosambik – In Maputo ist nach heftigen Regenfällen ein Müllberg in der Nacht abgerutscht. Fünf Häuser wurden unter dem Unrat verschüttet. Rettungskräfte befürchten noch mehr Opfer. Es sind die Ärmsten der Stadt, die sich dort niederlassen, um die Mülldeponie nach Essensresten und brauchbaren Gegenständen zu durchsuchen. Die Müllkippe sollte schon vor zehn Jahren geschlossen werden, wird aber immer noch benutzt.

Mosambik – Der Flughafen von Nacala in der Nampula Provinz sollte der zweitwichtigste des Landes werden, aber drei Jahre nach der Fertigstellung arbeitet er nur zu 4% seiner Kapazität. Ausgerüstet für 500.000 Passagiere im Jahr, hat der 200 Mio. Dollar Luxus Koloss keine internationalen Flüge, keine Passagiere, kein Gepäck. Gebaut wurde er vom brasilianischen Unternehmer Odebrecht, der in Korruption verwickelt ist. Der erhoffte Fortschritt der Region lässt auf sich warten. Inzwischen will China für 60 Mio. Dollar einen weiteren Flughafen bauen, diesmal in der Küstenstadt Xai Xai in der Gaza Provinz. Auch 100 Busse und ein Satelliten-Fernsehsender sind im Angebot.

Mosambik – Die Regierung ist unter Beschuss, weil sie in einer Zeit äußerster Knappheit 45 Limousinen für etwa zwei Mio. Dollar gekauft hat, fast dieselbe Summe, die für den gesamten Personenverkehr vorgesehen ist. Die Veröffentlichung bringt das Sparprogramm der Regierung in Misskredit. Letztes Jahr haben internationale Geldgeber ihre Unterstützung eingestellt, als über zwei Milliarden Dollar versteckte Schulden zu Tage traten.

Mosambik – Jahrelang gab es ein gutes Auskommen mit dem moderaten Islam. Jetzt werden radikale Prediger, meist aus dem nahen Ausland, immer einflussreicher. Nach Anschlägen auf Banken und Polizeistationen im Norden wächst die Angst. Die muslimische Mehrheit in den Küstengebieten von Nampula und Cabo Delgado wird intoleranter. Junge Menschen werden radikalisiert; andere wollen sich dem Islamismus anschließen, um materielle Vorteile zu ergattern, z.B. ein Stipendium für das Studium an der „Africa International University“ im Sudan.

Mosambik – Immer häufiger werden Patienten nach ihrer Behandlung von ihren Verwandten einfach im Krankenhaus zurückgelassen, praktisch abgeschoben. In Maputo waren es in der ersten Jahreshälfte 67 Patienten, darunter 19 Kleinkinder. Für das geschundene Gesundheitssystem ist die Sorge um die verlassenen Menschen eine extra Belastung.

Mosambik – Nachdem der jahrzehntelange Bürgerkrieg fast alles Leben in den Nationalparks ausgerottet hat, soll nun der Zinave Naturpark neu besiedelt werden. Von den vorgesehenen 7.500 Tieren sollen 6.000 aus dem benachbarten Simbabwe kommen. Dort, im Save Naturschutzgebiet, erleichtert die großzügige Spende den Druck auf Land, Vegetation und Wasser. Zinave ist Teil des „Grenzüberschreitenden Schutzgebiets Limpopo“, in dem Savannentiere sich frei zwischen Mosambik, Südafrika und Simbabwe bewegen können. Die Zusammenarbeit ist ein gutes Beispiel für die Wiederherstellung und Sicherung eines großen Ökosystems.

Mosambik – Der Zinave National Park verlor während des Bürgerkrieges fast den gesamten Bestand an Wildtieren. Jetzt will die südafrikanische Peace Parks Foundation innerhalb von drei Jahren 7500 Wildtiere aus dem Gorongosa Park in Tansania und der Sango Reserve in Simbabwe nach Mosambik schaffen, darunter Elefanten, Büffel, Giraffen Zebras und Wildebeest. Simbabwe will auch 8-10 Löwen in Tierparks in Ruanda, Malawi und Sambia exportieren, Swaziland 18 Elefanten in die USA.

Mosambik – Alonso Dhlakama, Anführer der Renamo Rebellen Bewegung, kündigte vor einigen Tagen an, dass er die am 27. Dezember vereinbarte Waffenruhe, erst für eine Woche, dann zwei Mal für 60 Tage erneuert, jetzt auf unbestimmte Zeit ausdehnen will. Dhlakama ließ durchblicken, dass der unbegrenzte Waffenstillstand ein Schritt zum endgültigen Friedensvertrag sein soll. Obwohl er sich noch in seiner Militärbasis Gorongosa aufhält, ist er in Kontakt mit Präsident Nyusi, Geschäftsleuten und Unternehmern. Nur ein Klima der Ruhe und Sicherheit kann das Land zu Wohlstand bringen. Seit Dezember gab es keine namhaften Übergriffe.

Mosambik – Nach der Unabhängigkeit und während den jahrelangen Bürgerkriegen verursachte der Exodus der Ärzte einen akuten Personalmangel. Geburtskomplikationen bedeuteten Tod. Seit 1984 werden Krankenschwestern für Notoperationen ausgebildet. Allein in 2010 haben die chirurgischen Techniker – „técnicos de cirurgia“ – 92 % aller Operationen für Kaiserschnitt, Uterus Ruptur oder ektopische Schwangerschaft in ländlichen Krankenhäusern vorgenommen und konnten so die Müttersterblichkeit halbieren. Andere Länder, wie Südsudan, streben ähnliche Lösungen an.

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