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Mosambik – Der milliardenschwere Korruptionsskandal, der drei Banker der Crédit Suisse und den früheren Finanzminister in Untersuchungshaft brachte, machte Mosambik zahlungsunfähig. 21 NGO’s sowie Graca Machel, fordern ein Abschreiben der Summe. Die Kredite waren für eine Fischereiflotte, eine Werft und für den Küstenschutz gedacht. Jetzt führen Spuren des Skandals auch nach Angola, sogar zu Präsident Joao Lourenco, dem Mann, der als Hoffnungsträger gefeiert wurde, als er mit dem korrupten Dos Santos Clan aufräumte.

Mosambik – Der Sturm formte sich am Wochenende im Mosambik Kanal und erreichte heute früh die Küste nördlich von Beira und überflutete die viertgrößte Stadt des Landes. Der Starkregen machte Straßen zu Flüssen, und die Meereswellen schlugen hoch über die Schutzwälle. Der Wirbelsturm wird sich nun in der Mitte des Landes und im südlichen Malawi austoben. In den nächsten Tagen ist ein neues Tief zu erwarten. Es gilt höchste Alarmstufe.

Mosambik – Die Renamo Oppositionspartei hat mit 410 gegen 238 Stimmen Ossufo Momade gewählt, acht Monate nach dem plötzlichen Tod seines Vorgängers Afonso Dhlakama. Momade, auch Guerilla Anführer im Bürgerkrieg, ist seit 1999 Parlamentsmitglied und war bis zu seiner Wahl der Politische Kommissar von Renamo.

Mosambik – Die Regierung in Maputo hat nach einer Rechnungsprüfung bekannt gegeben, dass die Gehaltsliste des öffentlichen Dienstes 30.000 Geisterarbeiter enthält. Manche würden bezahlt für Arbeiten, die sie nicht leisten, viele andere seien tot oder schlicht erfunden. Der Betrug kostet der Regierung etwa 250 Mio. $ über zwei Jahre. Die Prüfung von 348.000 Arbeitern wurde durchgeführt, um die Leistungsfähigkeit der Angestellten in dem korrupten Land zu bewerten. Im 2017 Transparency International Index stand Mosambik an 157. Stelle von 180 Ländern, mit Südsudan und Somalia – 179 und 180 – als traurige Schlusslichter.

Mosambik – Am frühen Freitag überfielen Milizen ein Dorf im Grenzgebiet Nangade und töteten 12 Menschen, darunter Frauen und Kinder: Sie gebrauchten Macheten oder verbrannten die Opfer in ihren Häusern. Tausende Bewohner der Region flohen über den Grenzfluss Rovuma nach Tansania. Es war der dritte Angriff innerhalb eines Monats, und immer noch sind Identität und Motiv der Drahtzieher nicht ganz klar. Es wird vermutet, dass es sich um Islamisten handelt, die eine strikte Befolgung des Korans erzwingen wollen.

Mosambik – Nach 4-jähriger Bauzeit wurde die „Ponte Maputo-Katembe“ über die Maputo Bucht feierlich eröffnet. Sie verbindet die Hauptstadt mit dem Süden, erübrigt den Fährverkehr und verkürzt die Reisezeit nach Südafrika und Swasiland um Stunden. Präsident Filipe Nyusi nannte sie einen „Korridor der Entwicklung“. Kritiker bemängeln, dass Investitionen in Gesundheit und Bildung wichtiger seien als ein „Prestigebau“. Die Baukosten von 660 Mio. Euro wurden meist durch chinesische Kredite finanziert.

Mosambik – Seit Oktober 2017 gibt es in der Provinz Cabo Delgado immer wieder grausame Anschläge, denen 90 Menschen zum Opfer fielen, doch die Hintergründe sind noch unbekannt, da es keine Bekennerschreiben oder Forderungen gibt. Man vermutet kriminelle Netzwerke. In Cabo Delgado stehen seit 8. Oktober 189 Angeklagte vor Gericht, darunter auch Bürger von Nachbarländern. Im Süden Tansanias hat die Polizei über 100 Milizen festgenommen, die behaupteten, in Mosambik „radikale Lager“ errichten zu wollen.

Mosambik – Vor zwei Tagen starben im Dorf Paqueue in der Region Cabo Delgado zwölf Menschen, erschossen, verbrannt oder geköpft; 14 weitere wurden verletzt und 55 ihrer Häuser niedergebrannt. Bis vor einem Jahr gab es keine Terroranschläge. Man vermutet, dass junge Islamisten im verarmten Norden eine örtliche Miliz gegründet haben. Neuere Studien ergeben, dass verfolgte Anhänger des ermordeten Aboud Rogo Mohammed der tansanischen Küste entlang nach Süden zogen, sich in Kibiti etablierten und in 2015 den Grenzfluss Ruvuma nach Mosambik überquerten.

Mosambik – Weil die Direktroute nach Europa riskanter geworden ist, wird Heroin aus Afghanistan über Pakistan, und dann in motorisierten hölzernen Dhows in den Norden Mosambiks geschickt. Von dort geht’s per Lastwagen 3.000 km nach Johannesburg zum Weitertransport nach Europa. Auch in den Häfen von Beira und Nacala kommen Drogen versteckt in Containern an. Über 40 Tonnen passieren das Land jährlich. Nach Kohle sind Drogen die wichtigste Exportware. Die 2.400 km lange Küste des Landes macht den Kampf gegen die Drogenhändler, die ihr Netzwerk über WhatsApp-Nachrichten organisieren, äußerst schwierig.

Mosambik – Seit Monaten gibt es in der nördlichen Provinz Cabo Delgado islamistische Anschläge auf die Zivilbevölkerung; die letzten waren besonders heftig. Angreifer brannten Dörfer nieder, enthaupteten zehn Zivilisten und schlugen mit Macheten auf andere ein. Es ist nicht klar, ob es islamistische Terrorgruppen aus Tansania oder Somalia sind oder Mosambikaner, die im Ausland studiert haben. Die Regierung in Maputo, besorgt wegen der großen Öl- und Gasvorkommen, spielt das Problem runter, doch ausländische Botschaften warnen ihre Staatsbürger. Die armen benachteiligten Anwohner sehen die Korruption und Bereicherung der Elite und fühlen sich in der Welle der Gewalt allein gelassen.

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