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Mosambik – Auf seiner 7-tägigen Reise in drei südostafrikanische Länder ist Papst Franziskus gestern in Mosambik eingetroffen. „Misereor“ und „Amnesty International“ haben an den Papst appelliert, in Mosambik sowie in Madagaskar und Mauritius klare Worte gegen Korruption, gegen Menschenrechtsverletzungen und gegen die Verschwendung von Ressourcen zu sprechen. Besonders bei den im Norden Mosambiks andauernden Kämpfen um Landrechte und Rohstoffe könne Franziskus einrenken. Auch bei Einschüchterung und willkürlicher Festnahme von Journalisten könne seine Stimme wirksame Veränderung bringen. Mit Sicherheit wird Papst Franziskus alle verantwortlichen Gruppen, zivil und kirchlich, daran erinnern, den Ärmsten eine Chance zu ermöglichen.

Mosambik – Die verheerende Verwüstung, die Mosambik und die Nachbarn Malawi und Simbabwe im März traf, ist längst aus den Schlagzeilen verschwunden, doch über eine Million Menschen kämpfen immer noch mit den Folgen. Mit der Zerstörung der Infrastruktur haben die Sturmfluten und Überschwemmungen auch große Flächen Ackerland unter Wasser gesetzt und den Ertrag kurz vor der Ernte vernichtet. Neben der langfristigen Versorgung mit Nahrungsmitteln sind Hilfestellungen beim Wiederaufbau und bei der Vorbereitung der nächsten Ernte äußerst wichtig.

Mosambik – Die Menschen zitterten vor dem zweiten Zyklon „Kenneth“, der jetzt die nördliche Cabo Delgado Region traf. Fast alle Dörfer um die Küstenstadt Pemba sind von Wassermassen überflutet und die Infrastruktur verwüstet. Viele Freiwillige haben tausende Familien in Sicherheit gebracht. Diese sind vorübergehend in Kirchen und Schulen untergekommen. Ihre Versorgung gestaltet sich schwierig. Unerhört ist die von Human Rights Watch bestätigte Tatsache, dass viele Frauen Hilfsgüter mit Sex bezahlen müssen.

Mosambik – Nach dem Tropensturm „Idai“ wurden in zehn Tagen 800.000 Menschen gegen Cholera geimpft. Die gute Organisation der Kampagne, die Mitarbeit der Bevölkerung und die prompte Aufarbeitung von sauberem Trinkwasser haben den Cholera Ausbruch schnell unter Kontrolle gebracht. Mit Zyklon „Kenneth“ steht eine neue Herausforderung bevor.

Mosambik – Genau einen Monat nachdem Zyklon „Idai“ eine Schneise der Zerstörung durch Mosambik, Simbabwe und Malawi geschlagen hat, warnen Helfer vor einer Hungerkrise. 1000 Tote, 2 Mio. Betroffene, zerstörte Häuser und Infrastruktur, Cholera und Malaria, und jetzt die prekäre Ernährungslage, da gerade vor der Ernte 700.000 ha Ackerland überflutet wurden und für einen Neuanfang kein Saatgut da ist. Dazu kommt die Befürchtung, dass die große Not der Bevölkerung bei der Weltöffentlichkeit bald ins Vergessen gerät.

Mosambik – Die junge Mutter war mit ihrem 2-jährigen Sohn allein auf den Baum geklettert, um Schutz vor der Flut zu suchen, als ihre Tochter Sara zur Welt kam. Erst zwei Tage später konnte die kleine Familie gerettet werden. Während dem Tropensturm Eline wurde im Süden Mosambiks schon mal ein Wunderbaby auf einem Baum geboren, die heute 19-jährige Rosita.

Mosambik – Die Hilfskräfte sorgen sich um 1.400 Cholera Patienten, von denen einige bereits gestorben sind. Jetzt sind 900.000 Dosen Impfstoff eingetroffen. Heute haben UNICEF und WHO die Massen Impfkampagne angefangen, um der Cholera Einhalt zu gebieten. Zugleich laufen Aktionen zur Desinfektion, zur Trinkwasseraufbereitung und Aufklärung über Hygienevorschriften. Während das Hochwasser zurückgeht, suchen Überlebende verzweifelt nach ihren Angehörigen. Sie verlassen die Auffanglager in Beira und gehen in ihre verwüsteten Dörfer zurück, suchen und trauern. Verlässliche Zahlen von Todesopfern gibt es noch nicht.

Mosambik – Das Farmland – mehr Binnensee als Felder. Nur Luftaufnahmen können das Ausmaß der Überflutungen und den durch Zyklon „Idai“ angerichteten Schaden ermessen. 3000km² sollen unter Wasser stehen; die Pegel steigen noch. Die Flüsse Pungwe und Buzi bringen weitere Wassermassen. Der Buzi bildete einen 125 km langen und 11 Meter tiefen See. Die Zahl der Opfer, der Vermissten und der von Hunger und Krankheit Bedrohten wächst ständig. Noch immer harren Menschen auf Dächern aus oder klammern sich an Bäume, die ihnen Schlangen und andere Wildtiere streitig machen, und warten auf Rettung. Hilfe läuft langsam an, doch die Bergungsarbeiten sind extrem schwierig, weil fast alles von der Luft aus geschieht. WMO hat „Idai“ als eine der größten Wetterkatastrophen in der südlichen Hemisphäre eingestuft.

Mosambik – Die Vorboten des Zyklon Idai haben schon fast 100 Todesopfer gefordert. Jetzt landete der Tropensturm gestern Abend in der Hafenstadt Beira, zerstörte Häuser und riss die Strommasten nieder. Die 500.000 Einwohner sind ohne Strom; die Kommunikation wurde abgeschnitten. Auch Nachbarstädte sind betroffen. Meteorologen erwarten dass Idai am Wochenende westlich nach Malawi und Simbabwe weiterzieht. Hilfswerke sind vor Ort.

Mosambik – Der älteste Sohn des Ex-Präsidenten Guebuza ist die neunte Person, die binnen vier Tagen wegen des 2 Mrd. Dollar Schuldenskandals in Gewahrsam genommen wurde. Das Darlehen soll von Guebuzas Regierung für Fischereiprojekte aufgenommen worden, aber vor Parlament und internationalen Gebern verschwiegen worden sein. Der jetzige Präsident Nyusi beteuert, dass sein Team nichts davon wusste. In Mosambik, Angola und Südafrika ist die Aufarbeitung von Korruption früherer Präsidenten eine große Herausforderung.

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