Schlagwort: Mauretanien

Bei der ersten Parlamentswahl seit einem unblutigen Putsch vor 15 Monaten konnte die Opposition gegen den früheren Machthaber Maaoya Sid’Ahmed Ould Taya in der Runde vom November deutliche Gewinne verbuchen: Sie erzielte demnach 26 der bislang vergebenen 43 Sitze, zehn weitere Mandate gingen an Unabhängige.

52 der 95 Parlamentsitze in einer zweiten Wahlrunde entschieden werden, da kein Kandidat die 50% Mehrheit erhielt. Die ‚Rally of Democratic Forces (RFD)‘ unter der Führung von Ahmed Ould Daddah konnte bereits 12 Sitze erobern. Islamistische Parteien waren verboten und mussten ihre Vertreter als unabhängige Kandidaten registrieren.

Die Hauptstadt Mauretaniens, Nouakchott, feiert einen Monat lang mit kulturellen Events ihren 50. Geburtstag. Bei der Gründung 1956 hatte die Stadt 8.000 Einwohner. Heute sind es 600.000.

Präsisdent Ely Ould Mohamed Vall eröffnete in Akjoujt in Zentralmauretanien das erste Gold- und Kupferberg. Es wird von einem kanadischen Unternehmen betrieben.

Unter dem Motto: „Rechte und Pflichten des Bürgers“ organisiert die mauretanische Zivilgesellschaft in Nouakchott ihr erstes Sozialforum. Ziel ist es, die Grundlagen für eine demokratische Kultur zu legen.

Mehr als Zweidrittel der Mitglieder des Parlaments und des Senats haben in einer Erklärung ihre Unterstützung für die Militärs, die sich an die Macht putschten, ausgesprochen. Sie beschuldigen den ehemaligen Präsidenten, gegen die Verfassung gehandelt zu haben. General Abdelaziz verhandelt mit Politikern über die Bildung einer neuen Regierung. In Mauretanien hat es in den letzten drei Jahrzehnten 10 Coup gegeben.

Eine Koalition von 12 Oppositionsparteien hat der Miltärregierung, die im August 2005 durch einen unblutigen Putsch an die Macht kam, vorgeworfen, den Prozess einer Rückkehr zur Demokratie zu untergraben. Kommunalwahlen sind für den 18. November vorgesehen, Präsidentschaftswahlen für März 2007.

Ein spanisches Hospitalschiff hat vor der Küste Mauretaniens 24 Leichen von Flüchtlingen geborgen. Seit einer Woche sind über 800 afrikanische Flüchtlinge von Mauretanien aus auf die kanarischen Inseln gelangt. Die Regierung der autonomen Inselgruppe spricht von einem nationalen Notstand. Eine EU-Delegation verhandelt mit Mauretanien über gemeinsame Massnahmen zur Eindämmerung des Menschenschmuggels.

Der Innenminister hat 18 neue politische Parteien zugelassen, unter ihnen eine islamistische Partei, deren Registrierung die vorherige Regierung verweigert hatte.

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