Schlagwort: Mauretanien

Unter dem Motto: „Rechte und Pflichten des Bürgers“ organisiert die mauretanische Zivilgesellschaft in Nouakchott ihr erstes Sozialforum. Ziel ist es, die Grundlagen für eine demokratische Kultur zu legen.

Mehr als Zweidrittel der Mitglieder des Parlaments und des Senats haben in einer Erklärung ihre Unterstützung für die Militärs, die sich an die Macht putschten, ausgesprochen. Sie beschuldigen den ehemaligen Präsidenten, gegen die Verfassung gehandelt zu haben. General Abdelaziz verhandelt mit Politikern über die Bildung einer neuen Regierung. In Mauretanien hat es in den letzten drei Jahrzehnten 10 Coup gegeben.

Eine Koalition von 12 Oppositionsparteien hat der Miltärregierung, die im August 2005 durch einen unblutigen Putsch an die Macht kam, vorgeworfen, den Prozess einer Rückkehr zur Demokratie zu untergraben. Kommunalwahlen sind für den 18. November vorgesehen, Präsidentschaftswahlen für März 2007.

Ein spanisches Hospitalschiff hat vor der Küste Mauretaniens 24 Leichen von Flüchtlingen geborgen. Seit einer Woche sind über 800 afrikanische Flüchtlinge von Mauretanien aus auf die kanarischen Inseln gelangt. Die Regierung der autonomen Inselgruppe spricht von einem nationalen Notstand. Eine EU-Delegation verhandelt mit Mauretanien über gemeinsame Massnahmen zur Eindämmerung des Menschenschmuggels.

Der Innenminister hat 18 neue politische Parteien zugelassen, unter ihnen eine islamistische Partei, deren Registrierung die vorherige Regierung verweigert hatte.

Zwei Islamisten haben den 39-jährigen vierfachen Familienvater Christopher Leggett auf offener Strasse erschossen, weil er Christ war. Al-Kaida bekannte sich zu dem Mord an dem Lehrer, der seit sechs Jahren in Mauretanien lebt.

Drei spanische Entwicklungshelfer sind entführt worden. Sie waren in einem Fahrzeugkonvoi unterwegs, um in mehreren Ortschaften Spenden und Hilfsgüter zu verteilen. Nahe der Stadt Chelkhett Legtouta im Nordwesten Mauretaniens wurden sie von Bewaffneten verschleppt.

Ein Gericht in Nimes hat einen mauretanischen Offizier wegen Folter zwei mauretanischen Soldaten nach dem Putschversuch 1991 zu zehn Jahren Haft verurteilt. Zu erstem Mal wurde auf Grundlage der Antifolterkonvention ein Verbrechen, das außerhalb Frankreichs von and an Nichtfranzosen begangen wurde, gerichtlich verfolgt.

Ein ländlicher Brauch, Mädchen im Kindesalter als Bräute abzugeben, nur mit einem symbolischen Geschenk als Gegengabe, ist in die Städte gekommen und lukratives Geschäft geworden. Mädchen werden für tausende Dollar an Männer in den Golfstaaten verkauft. Es sind meist die Armen, die ihre Kinder verkaufen; für sie gibt es keinen gesetzlichen Schutz. Schmuggler besorgen den Transport. Laut UNO Berichten wurden 2006 über 14 Millionen Mädchen in der Sahara Region zur Heirat gezwungen.

Nach den Parlamentswahlen wird Mauretanien in einer zweiten Phase der Demokratisierung am 11. März einen Präsidenten wählen. 11 Kandidaten haben sich präsentiert.

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