Schlagwort: Mauretanien

Mehr als 76 % der registrierten Wähler Mauretaniens haben mit überwältigender Mehrheit für eine Reform der Verfassung des westafrikanischen Landes gestimmt. Fast 97 % davon sprachen sich nach Regierungsangaben vom Montagabend für die Reform aus. Kommunal- und Parlamentswahlen sollen im Novemer 2006, die Präsidentenwahl im März 2007 stattfinden.

Die Afrikanische Union hat Sanktionen, wie Reisebeschränkungen und Kontrollen von Bankkonten, gegen das Militärregime in Nouakchott verhängt und den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, diese auch international durchzusetzen. Der im August 2008 an die Macht geputsche General Mohamed Ould Abdelaziz will sich als Kandidat für die Wahlen im Juni präsentieren.

Die Armee berichtet über schwere Gefechte mit Kämpfern der Terroristengruppe Al-Kaida im Maghreb (AQIM) nahe der malischen Wüstenstadt Raz-el-Ma, bei denen auch die mauretanische Luftwaffe eingesetzt wurde. Mali und Mauretanien haben ein Abkommen, gemeinsam die Wüstengebiete zu patrouillieren.

Menschenrechtsgruppen begrüßten das Urteil gegen 24 Islamisten, die vom Gericht freigesprochen worden, als einen Sieg der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Vor der Küste Mauretaniens ist ein Boot mit 45 afrikanischen Flüchtlingen gesunken, 26 ertranken im Meer. Am Wochenende waren alle 300 Passagiere eines gekenterten Flüchtlingsboots vor der sizilianischen Küste gerettet worden.

Der Leiter der Wahlkommission, Sid’Ahmed Ould Deye, hat sein Amt niedergelegt. Nachdem er die Dokumente der Oppositionsparteien eingesehen hat, äußerte er Zweifel an der Gültigkeit der Wahlergebnisse. Die Wahlkommission hatte dem Amtsinhaber, Gen Mohamed Ould Abdelaziz, mit 52% der Stimmen den Sieg zugesprochen.

Abdel Aziz wurde am Samstagabend in der Hauptstadt Nouakchott durch Schüsse auf seinen Konvoi verletzt. Regierungsmitglieder sprechen von „Versehen“, aber es könnte sich um „gezielte Schüsse“ gehandelt haben, von Islamisten im eigenen Land oder aus Mali. Abdel Azizs Streitkräfte sind mehrfach gegen die Islamisten im nördlichen Mali vorgegangen. Nach Soforthilfe an Ort wurde er für weitere medizinische Behandlung nach Frankreich geflogen.

Fünf junge Mauretanier haben sich von der radikalen Al Qaida Gruppe im islamischen Maghreb getrennt und sich der mauretanischen Armee übergeben. Mehrere Duzend andere Jugendliche wären bereit, sich von Al Qaida abzusetzen.

Die Parlaments- und Kommunalwahlen wurden von EU-Beobachtern als frei und fair bezeichnet. Nach ersten Auszählungen lagen die Partei der früherer Sklaven und die ehemalige Regierungspartei in Führung. Sklaverei wurde in Mauretanien erst 1981 abgeschafft. Präsidentschaftswahlen sind für März 2007 vorgesehen. Mitglieder der Militärjunkta dürfen nicht kandidieren.

Passagier konnten einen mauretanischen Enführer bei der Landung auf den kanarischen Inseln entwaffnen. Er wollte die Maschine nach Paris umleiten und dort um Asyl bitten.

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