Die Militärjunkta, die seit August 2005 regiert, hat eine neue Verfassung vorgelegt, nach der der Präsident in einer Direktwahl für fünf Jahre und maximal zwei Amtszeiten gewählt wird. Über die Verfassung soll am 24. Juni abgestimmt werden.
Mauretanien » Seite 5
Die Militärjunkta, die seit August 2005 regiert, hat eine neue Verfassung vorgelegt, nach der der Präsident in einer Direktwahl für fünf Jahre und maximal zwei Amtszeiten gewählt wird. Über die Verfassung soll am 24. Juni abgestimmt werden.
Die nach dem Coup im letzten Jahr verhängten Sanktionen sollen nicht aufgehoben werden, obwohl der jetzige Vorsitzende der AU, Muammar Gaddafi, das gerne sähe. Die Afrikanische Union will weiter an dem Prinzip festhalten, unrechtmäßige Regierungen zu boykottieren und findet Gaddafis Einmischung unangebracht.
Spanische Behörden wollen die ersten 170 Flüchtlinge nach Mauretanien zurückschicken. In der letzten Woche kamen von dort über tausend illegale Einwanderer mit Booten auf die kanarischen Inseln.
Die Senatswahlen und Bürgermeisterwahlen haben begonnen. Die Opposition verweigert jedoch eine Zusammenarbeit mit der Regierung solange bis Wahlfälschungen bei den Präsidentschaftswahlen untersucht werden. Mohamed Ould Abdel Aziz kam 2008 nach einem Militärputsch an die Macht und gewann im Juli 2009 die Wahl zum Präsidenten.
Bei einem Feuergefecht zwischen Armee und islamistischen Militanten gabe es zwei Tote. Sidi Ould Sidna, einer der Mörderer der französichen Touristen, der aus dem Gefängnis entkommen war, soll schwer verwundet worden sein.
Weil sie öffentlich gegen die Versklavung von zwei minderjährigen Mädchen protestierten, wurden 15 Mitglieder der Anti-Sklaverei-Bewegung (IRA) verhaftet, darunter der Vorsitzende. Obwohl die Sklaverei in Mauretanien 1981 offiziell abgeschafft wurde, gibt es schätzungsweise noch 550,000 Sklaven, die unentgeltlich oder für einen Spottlohn als Hausangestellte und Landarbeiter für ihre „Herren“ schuften müssen. Die meisten Opfer sind schwarzafrikanische Haratin. Kritik ist unerwünscht und gefährlich.
Mit Hilfe der Organisation ‚Anti-Slavery International‘ hat die ehemalige Sklavin, Hadijatou Mani, die Regierung angeklagt, sie nicht vor dem Schicksal der Sklaverei geschützt zu haben. Mani wurde im Alter von 12 Jahren für 500 Dollar verkauft und von ihrem Herrn häufig geschlagen und sexuell missbraucht. Die Sklaverei wurde 2003 offiziell verboten.
Die unter dem Meeresspiegel gelegene Hauptstadt steht häufig unter Wasser und droht in den kommenden Jahrzehnten zu versinken. Das Meer rückt jährlich um 25m näher. Der Stadt fehlen schützende Dämme und Abflusssysteme; zudem wird die Küstenlinie durch den von Chinesen gebauten neuen Hafen verändert.
Die Afrikanische Union (AU) hat Mauretanien als Mitglied mit allen Rechten wieder aufgenommen. Die Mitgliedschaft wurde nach dem Militärputsch 2005 suspendiert.
Beim Versuch die kanarischen Inseln von Mauretanien aus zu erreichen sind 32 Menschen ertrunken, als das Boot kenterte.