China gewährt Mauretanien Hilfe in Höhe von 2.5 Millionen Dollar und will private Investitionen fördern. Mauretanien verkaufte das erste Erdöl, das seit Februar gefördert wird, an China.
Mauretanien » Seite 7
China gewährt Mauretanien Hilfe in Höhe von 2.5 Millionen Dollar und will private Investitionen fördern. Mauretanien verkaufte das erste Erdöl, das seit Februar gefördert wird, an China.
Senegal und Mauretanien haben die Rückkehr von 12.000 Flüchtlingen vereinbart, die 1989 vor den rassistischen Pogromen des Taya-Regimes gegen Mauretanier afrikanischen Ursprungs geflohen waren.
General Mohamed Ould Abdelaziz, der im August 2008 die einzig demokratisch gewählte Regierung in einem Militärputsch stürzte, hat nach offiziellen Angaben die Präsidentschaftswahlen im ersten Wahlgang mit 52% der Stimmen gewonnen. Die vier Gegenkandidaten erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme, die Resultate seien ‚vorfabriziert‘ und forderten eine Untersuchung. Die Wahlbeteiligung betrug 61%.
Obwohl Leibeigenschaft theoretisch verboten ist, lebt jeder fünfte Bürger des Landes als Sklave. Viele werden unfrei geboren und können willkürlich missbraucht und sogar verkauft werden. Die Welt schaut zu, weil sie Mauretanien im Kampf gegen al-Qaida und gegen unerwünschte Einwanderer nach Europa braucht. Selten gibt es eine Strafverfolgung, weil die Sklavenhalter zur herrschenden Kaste gehören. Im Land davon zu reden, ist gefährlich; Berichte gibt es erst, wenn einem Sklaven die Flucht ins Ausland geglückt ist. Mehrere Organisationen bemühen sich, bis jetzt erfolglos, um eine Abschaffung der Sklaverei.
Die mauretanische Regierung macht islamistischen Terroristen der Salafistengruppe GSPC aus Algerien für einen Angriff auf ein Armeestützpunkt in der Sahara verantwortlich.
Vier Monate nach der Verabschiedung des Gesetzes, Sklaverei als kriminelle Tat zu verfolgen, hoffen Menschenrechtsorganisationen, dass großzügige Finanzmittel der Wiedereingliederung ehemaliger Sklaven dienen, die meist nicht wissen, wo und mit was sie ein neues Leben beginnen können. Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes wurde jemand zu Gefängnisstrafe verurteilt, weil er zwei Kinder als Sklaven gehalten hatte.
Als Präsident Sidi Mohamed Ould Cheikh Abdallahi mehrere Generäle entlassen wollte, putschten die Militärs und nahmen ihn und Premierminister Zeine Ould Zeidane fest. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon verurteilte den Coup. Die EU drohte mit Sanktionen. Die Afrikanische Unionen entsandte einen Envoy nach Nouakchott. Die neuen Machthaber versprachen baldige Neuwahlen. Gruppen mauretanischer Bürger demonstrierten sowohl gegen wie auch für die Militärs.
Bei den Senatswahlen haben islamistische Kandidaten, die als ‚Unabhängige‘ angetreten waren, 37 Sitze errungen. Die Koalition der ‚Kräfte für einen demokratischen Wandel‘ (CFCD) erhielt nur 15 Sitze.
Präsident Ould Taya wurde während eines Besuchs in Saudi Arabien in einem unblutigen Militärputsch gestürzt. Nach 21 Jahren an der Macht geht er nach Niger ins Exil. Eine Militärjunta von 16 Offizieren setzte den bisherigen Polizeichef Ould Vall als Präsidenten und Ould Boubkr als Ministerpräsidenten ein. 21 inhaftierte Islamisten wurden entlassen. Die Militärs versprechen eine neue demokratische Verfassung und Neuwahlen in zwei Jahren.
Die Afrikanische Union plant Mauretanien aus der Gemeinschaft afrikanischer Staaten auszuschließen, bis eine verfassungsgemäße Regierung wieder im Amt ist. Der Anführer des Militärputsches, General Mohamed Ould Abdelaziz, versprach Wahlen und hat eine eigene Kandidatur für das Präsidentenamt nicht ausgeschlossen.