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Mauretanien – Dass Mauretanien in 1981 die Sklaverei abgeschafft und 2007 hohe Strafen für Sklavenhändler festgesetzt hat, ist, laut Amnesty International, reines Lippenbekenntnis. Gefährlich lebt, wer zu den Versklavten steht, wie Biram Dah Abeid, der 18 Monate im Gefängnis verbrachte, weil seine Organisation, die sich für die Befreiung der Sklaven einsetzt, verboten ist. Das Urteil wurde jetzt aufgehoben, doch Abeid ist bereit, weiter zu kämpfen bis die letzten der etwa 700,000 Mauretanier, die in sklavenartigen Umständen leben, ganz frei sind, bis das rassistische, sklaventreibende System abgeschafft ist.

Mauretanien – Mit 2,5 km sind sie unter den längsten Zügen der Welt. Zwischen 16 und 20 Stunden brauchen sie, um das Eisenerz von Zouérat im Norden zur Hafenstadt Nouadhibou im Westen zu bringen. Manchmal transportieren sie auch Tiere, Obst und immer wieder freie Passagiere, bei den extremen Temperaturen sowie Sand und Staub nicht ungefährlich. Erzbergbau ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in dem armen Wüstenstaat.

Mauretanien – Ein Berufungsgericht hat das Urteil gegen drei Menschenrechtsaktivisten bestätigt, die wegen Protesten gegen die immer noch im Land praktizierte Sklaverei zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden waren. Obwohl Mauretanien als letztes Land der Welt 1981 die Sklaverei offiziell abgeschaffte, schätzt die Organisation ‚Free Movement‘, die weltweit auch moderne Formen der Sklaverei bekämpft, das über 150.000 Menschen im Land als Sklaven gehalten werden.

Senegal und Mauretanien haben die Rückkehr von 12.000 Flüchtlingen vereinbart, die 1989 vor den rassistischen Pogromen des Taya-Regimes gegen Mauretanier afrikanischen Ursprungs geflohen waren.

General Mohamed Ould Abdelaziz, der im August 2008 die einzig demokratisch gewählte Regierung in einem Militärputsch stürzte, hat nach offiziellen Angaben die Präsidentschaftswahlen im ersten Wahlgang mit 52% der Stimmen gewonnen. Die vier Gegenkandidaten erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme, die Resultate seien ‚vorfabriziert‘ und forderten eine Untersuchung. Die Wahlbeteiligung betrug 61%.

Obwohl Leibeigenschaft theoretisch verboten ist, lebt jeder fünfte Bürger des Landes als Sklave. Viele werden unfrei geboren und können willkürlich missbraucht und sogar verkauft werden. Die Welt schaut zu, weil sie Mauretanien im Kampf gegen al-Qaida und gegen unerwünschte Einwanderer nach Europa braucht. Selten gibt es eine Strafverfolgung, weil die Sklavenhalter zur herrschenden Kaste gehören. Im Land davon zu reden, ist gefährlich; Berichte gibt es erst, wenn einem Sklaven die Flucht ins Ausland geglückt ist. Mehrere Organisationen bemühen sich, bis jetzt erfolglos, um eine Abschaffung der Sklaverei.

Die mauretanische Regierung macht islamistischen Terroristen der Salafistengruppe GSPC aus Algerien für einen Angriff auf ein Armeestützpunkt in der Sahara verantwortlich.

Vier Monate nach der Verabschiedung des Gesetzes, Sklaverei als kriminelle Tat zu verfolgen, hoffen Menschenrechtsorganisationen, dass großzügige Finanzmittel der Wiedereingliederung ehemaliger Sklaven dienen, die meist nicht wissen, wo und mit was sie ein neues Leben beginnen können. Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes wurde jemand zu Gefängnisstrafe verurteilt, weil er zwei Kinder als Sklaven gehalten hatte.

Als Präsident Sidi Mohamed Ould Cheikh Abdallahi mehrere Generäle entlassen wollte, putschten die Militärs und nahmen ihn und Premierminister Zeine Ould Zeidane fest. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon verurteilte den Coup. Die EU drohte mit Sanktionen. Die Afrikanische Unionen entsandte einen Envoy nach Nouakchott. Die neuen Machthaber versprachen baldige Neuwahlen. Gruppen mauretanischer Bürger demonstrierten sowohl gegen wie auch für die Militärs.

Bei den Senatswahlen haben islamistische Kandidaten, die als ‚Unabhängige‘ angetreten waren, 37 Sitze errungen. Die Koalition der ‚Kräfte für einen demokratischen Wandel‘ (CFCD) erhielt nur 15 Sitze.

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