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Mauretanien – Dass Mauretanien in 1981 die Sklaverei abgeschafft und 2007 hohe Strafen für Sklavenhändler festgesetzt hat, ist, laut Amnesty International, reines Lippenbekenntnis. Gefährlich lebt, wer zu den Versklavten steht, wie Biram Dah Abeid, der 18 Monate im Gefängnis verbrachte, weil seine Organisation, die sich für die Befreiung der Sklaven einsetzt, verboten ist. Das Urteil wurde jetzt aufgehoben, doch Abeid ist bereit, weiter zu kämpfen bis die letzten der etwa 700,000 Mauretanier, die in sklavenartigen Umständen leben, ganz frei sind, bis das rassistische, sklaventreibende System abgeschafft ist.

Mauretanien – Mit 2,5 km sind sie unter den längsten Zügen der Welt. Zwischen 16 und 20 Stunden brauchen sie, um das Eisenerz von Zouérat im Norden zur Hafenstadt Nouadhibou im Westen zu bringen. Manchmal transportieren sie auch Tiere, Obst und immer wieder freie Passagiere, bei den extremen Temperaturen sowie Sand und Staub nicht ungefährlich. Erzbergbau ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in dem armen Wüstenstaat.

Mauretanien – Ein Berufungsgericht hat das Urteil gegen drei Menschenrechtsaktivisten bestätigt, die wegen Protesten gegen die immer noch im Land praktizierte Sklaverei zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden waren. Obwohl Mauretanien als letztes Land der Welt 1981 die Sklaverei offiziell abgeschaffte, schätzt die Organisation ‚Free Movement‘, die weltweit auch moderne Formen der Sklaverei bekämpft, das über 150.000 Menschen im Land als Sklaven gehalten werden.

Der Mindestlohn in Mauretanien wurden von 3.412 (10 Euro) auf 21.000 Ouguiyas (62 Euro) im Monat erhöht.

Zwei spanische Entwicklungshelfer, die 267 Tage in der Gewalt von Al-Kaida verbrachten, wurden freigesetzt. Nach unbestätigten Berichten soll der Drahtzieher der Entführung freigelassen worden sein. Andere sprechen von einem Lösegeld von mehreren Millionen. Kurz darauf verübte Al-Kaida einen Selbstmordanschlag auf die Kaserne von Nema an der Grenze zu Mali.

Bei den Präsidentschaftswahlen erhielt nach vorläufigen Ergebnissen der der Militärjunta nahestehende Sidi Ould Cheikh Abdallah 22,8 Prozent, der zivile Oppositionsführer Ahmed Ould Daddah 21,5 Prozent der Stimmen. Eine Stichwahl ist für den 25. März vorgesehen.

Eine aus Norwegen stammende christliche Katechetin wurde des Landes verwiesen, nachdem sie schon mehrere Male wegen Missionstätigkeit verhaftet worden war. Mauretanien gehört zu den neun „islamischen Republiken“ weltweit, in denen der Islam Staatsreligion ist. Der Katholizismus wird lediglich toleriert.

Mit 80% der abgegebenen Stimmen, kann Mohammed Ould Abdel Aziz weiterregieren. Der Präsident, der selbst durch einen Putsch an die Macht kam, wird als Verbündeter des Westens im Kampf gegen den Terrorismus in der Sahara gesehen. Seine Erfolge gegen die islamistischen Bewegungen brachten ihm den Sieg, obwohl die Opposition ihm Wahlmanipulation und einen autoritären Führungsstil vorwirft.

Jedes Jahr arbeitet sich der Atlantik 25 Meter näher an die Hauptstadt Nouakchott heran. 80% könnten schon in zehn Jahren unter Wasser stehen, und bis 2050 wäre die Stadt verschwunden. Gründe sind: teilweise Lage unter dem Meeresspiegel, schlechte Abwassersysteme und Abbau von schützenden Dünen durch die lokale Bauindustrie. Der neue von China gebaute Hafen verschlimmert die Gefahr. Inzwischen wurde ein Millionen-Programm aufgelegt, um die Dünen zu festigen und durch Grüngürtel die Erosion der Küste einzudämmen.

Bundespräsident Horst Köhler traf auf der zweiten Etappe seiner Afrikareise in Mauretanien ein. Er würdigte die demokratische Entwicklung der letzten beiden Jahre und die gesetzliche Abschaffung der Sklaverei. Nach einem unblutigen Militärputsch gegen ein autoritär-repressives Regime 2005 ist das Land auf dem Weg zur Demokratie. Präsident Cheikh Abdallahi gilt als ein Mann der Versöhnung.

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