Schlagwort: Mauretanien

Die Senatswahlen und Bürgermeisterwahlen haben begonnen. Die Opposition verweigert jedoch eine Zusammenarbeit mit der Regierung solange bis Wahlfälschungen bei den Präsidentschaftswahlen untersucht werden. Mohamed Ould Abdel Aziz kam 2008 nach einem Militärputsch an die Macht und gewann im Juli 2009 die Wahl zum Präsidenten.

Bei einem Feuergefecht zwischen Armee und islamistischen Militanten gabe es zwei Tote. Sidi Ould Sidna, einer der Mörderer der französichen Touristen, der aus dem Gefängnis entkommen war, soll schwer verwundet worden sein.

Weil sie öffentlich gegen die Versklavung von zwei minderjährigen Mädchen protestierten, wurden 15 Mitglieder der Anti-Sklaverei-Bewegung (IRA) verhaftet, darunter der Vorsitzende. Obwohl die Sklaverei in Mauretanien 1981 offiziell abgeschafft wurde, gibt es schätzungsweise noch 550,000 Sklaven, die unentgeltlich oder für einen Spottlohn als Hausangestellte und Landarbeiter für ihre „Herren“ schuften müssen. Die meisten Opfer sind schwarzafrikanische Haratin. Kritik ist unerwünscht und gefährlich.

Mit Hilfe der Organisation ‚Anti-Slavery International‘ hat die ehemalige Sklavin, Hadijatou Mani, die Regierung angeklagt, sie nicht vor dem Schicksal der Sklaverei geschützt zu haben. Mani wurde im Alter von 12 Jahren für 500 Dollar verkauft und von ihrem Herrn häufig geschlagen und sexuell missbraucht. Die Sklaverei wurde 2003 offiziell verboten.

Die unter dem Meeresspiegel gelegene Hauptstadt steht häufig unter Wasser und droht in den kommenden Jahrzehnten zu versinken. Das Meer rückt jährlich um 25m näher. Der Stadt fehlen schützende Dämme und Abflusssysteme; zudem wird die Küstenlinie durch den von Chinesen gebauten neuen Hafen verändert.

Die Afrikanische Union (AU) hat Mauretanien als Mitglied mit allen Rechten wieder aufgenommen. Die Mitgliedschaft wurde nach dem Militärputsch 2005 suspendiert.

Beim Versuch die kanarischen Inseln von Mauretanien aus zu erreichen sind 32 Menschen ertrunken, als das Boot kenterte.

Ein mit Sprengstoff beladenes Auto auf dem Weg zur Hauptstadt Nouakchott, um dort einen Anschlag zu verüben, wurde von den Streitkräften aufgehalten. In dem folgenden Feuergefecht wurden drei mutmaßliche Al-Qaida Mitglieder getötet. Acht mauretanische Soldaten wurden verletzt. Die Armee hatte drei verdächtige Fahrzeuge beobachtet, seit sie die Grenze von Mali passiert hatten.

Seit diesem Monat bildet eine islamische Schule in der Hauptstadt Nouakchott Frauen aus, um die Rolle des Imam zu übernehmen, eine willkommene Neuheit in einem überwiegend muslimischen Land. Leitung des Gebets in der Moschee und islamisches Recht sind Schwerpunkte in der Ausbildung. Voraussetzungen sind die Empfehlung durch einen Scheich und das auswendig Kennen von einem Viertel des Korans.

China gewährt Mauretanien Hilfe in Höhe von 2.5 Millionen Dollar und will private Investitionen fördern. Mauretanien verkaufte das erste Erdöl, das seit Februar gefördert wird, an China.

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