Schlagwort: Mali

80 illegale Migranten, die von Mosambik nach Mali zwangs deportierert wurden, haben nach der Landung in Bamako das Flugzeug in Anwesenheit der südafrikanischen Besatzung innen und außen demoliert.

Bei der zweiten Runde der Parlamentswahlen hat die Partei von Präsident Ibrahim Boubacar Keita, ‚Rassemblement pour le Mali‘ zusammen mit Koalitionspartei ‚L’Alliance pour la Democratie au Mali‘ mit 115 von 147 Sitzen die absolute Mehrheit errungen. Die Beteiligung bei der zweiten Runde der Parlamentswahlen ist sehr niedrig. Wählermüdigkeit für den vierten Wahlgang in einem Jahr und die immer noch prekäre Sicherheitssituation im Norden sind die Ursachen. In Kidal, der Hochburg der Unabhängigkeitsbewegung der Touareg, starben zwei senegalesische UN-Soldaten bei einem Selbstmordanschlag.

Unter Vermittlung Algeriens sind Touareg, die früher gegen die Armee gekämpft haben, mit der malischen Regierung übereingekommen, jetzt al-Kaida Gruppen in der Sahara bekämpfen. Beide Länder haben ein Interesse daran, die Gruppe ‚al-Kaida im Maghreb‘ zu schwächen.

Aus Protest gegen die Tuareg Rebellion im Norden des Landes, der schon mehrere Städte zum Opfer fielen, haben die Bewohner Barrikaden um den Präsidenten Palast errichtet, verbrennen Reifen in den Straßen und stoppen jeglichen Handel. Sie sind erzürnt über die halbherzige Reaktion der Regierung, die ungenügend motiviert und bewaffnet ist.

Schwere Waffen, die vermutlich aus Militärlagern in Libyen gestohlen wurden, tauchen jetzt bei Terrorgruppen in Mali auf, bestätigte Malis Außenminister. Die Gefahr extremistischer Gewalt würde die Stabilität des Landes ernstlich bedrohen. Schon jetzt verunsichert die Terror Organisation AQIM (Al-Qaida im Islamischen Maghreb) Mali und die Nachbarländer in der Sahel Zone.

Mitglieder der Splittergruppe von Al Qaida und die Islamistengruppe Ansar Dine haben ein berühmtes Mausoleum in Timbuktu angezündet und drohen mit weiterer Zerstörung. Die zwischen dem 11. Und 12. Jahrhundert von Tuaregs gegründete Stadt Timbuktu ist ein geistiges Zentrum des Islam und wurde ein wohlhabender Knotenpunkt des Karawanenhandels. Die Bewohner und UNESCO sind empört über die sinnlose Zerstörung des Kulturerbes.

Die 40-jährige Schweizerin, die nördlich von Timbuktu entführt wurde, ist nach neun Tagen von der Bewegung Ansar Dine freigelassen worden. Eine Bedingung ist, dass sie nicht mehr zurückkehrt.

Der international bekannte Bluessänger Ali Farka Toure wurde in seiner Heimatstadt Niafunke beerdigt. Seine Musik verband traditionelle malische Instrument mit amerikanischem Blues.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat ein Vorrücken der AU Truppen gegen die Extremisten im Norden Malis mit Vorbehalt empfohlen. Wichtige Fragen über Finanzierung, Führung und Ausbildung sind noch nicht geklärt. Die 3,300 starke UN-Mission Westafrikas, unter dem Akronym „Afisma“, soll anfänglich für ein Jahr eingesetzt werden, um die „territoriale Integrität“ Malis wiederherstellen und transnationale Verbrechen zu reduzieren.

Tuareg Rebellen haben ein Konvoi des Internationalen Roten Kreuzes auf dem Weg nach Tessalit aufgehalten und nach Gao zurückgeschickt. Tessalit ist erst vor ein paar Tagen von den Rebellen erobert worden. Der Sprecher der Ancar Dine („Verteidiger des Islam“) Gruppe forderte öffentlich die Einführung der Scharia in ganz Mali. Der Jahrzehnte lang andauernde Kampf um Autonomie der Nomadenstämme in der Sahel Zone hat sich nach dem Sturz Gaddafis verschärft, als die Kämpfer gut bewaffnet aus Libyen zurückkehrten.

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