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Mali – Das Verfassungsgericht hat die Ergebnisse der Parlamentswahl bestätigt. Die Partei von Präsident Ibrahim Boubacar hat die meisten Sitze im neuen Parlament, aber keine absolute Mehrheit. Wegen der Corona-Pandemie und der Bedrohung durch islamistische Gruppen war die Wahlbeteiligung so niedrig wie nie.

Mali – Militanten griffen eine Militärbasis in der nördlichen Stadt Bamba an; mindestens 20 Soldaten sollen dabei umgekommen sein. Trotz Präsenz französischer und UN-Truppen sind über 1000 malische Soldaten und Zivilisten bisher in dem Konflikt ums Leben gekommen. Mali kämpft um die Eindämmung eines dschihadistischen Aufstandes, der erstmals 2012 im Norden ausgebrochen ist. Seitdem breitet er sich im Land und in den Nachbarländern Burkina Faso und Niger aus.

Mali – Der Benediktiner Mönch P. Columba Stewart aus den USA ist mit einem Expertenteam nach Timbuktu geflogen, um die Imame vor Ort zu überzeugen, die gefährdeten historischen Manuskripte digitalisieren zu lassen. Er hatte mit Entsetzen gesehen, wie die Milizen des „Islamischen Staates“ nach der Eroberung von Timbuktu 2014 die Schreine von Sufi Heiligen und an die 4000 wertvolle Dokumente zerstörten. Durch die Digitalisierung will er die verbleibenden historischen Schätze für spätere Generationen retten.

Mali – 50 Soldaten kamen in Indelmane ums Leben. Auch ein französischer Soldat wurde nahe Ménaka von einer explodierenden Bombe getötet. Der IS reklamiert beide Taten für sich. Die malische Regierung verurteilte die Terrorangriffe aufs schärfste und Präsident Keira verordnete eine dreitägige Staatstrauer. Die Bundeswehr beteiligt sich an der Minusma-Mission und an einem EU-Einsatz zur Ausbildung malischer Sicherheitskräfte.

Mali – Vierzehn Menschen kamen um, als ihr Bus gestern in der von Gewalt geplagten zentralen Region Mopti die Explosion auslöste. 24 weitere Passagiere wurden verletzt, sieben von ihnen schwer. Ein Sprecher des Busunternehmens Sonef, sagte, dass der Bus von Douentza nach Gao mit 60 Reisenden unterwegs war. Trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten bleibt Mali chronisch instabil.

Mali – Präsident Keita und Kardinal Jean Zerbo haben kurz nach dem brutalen Mord das meist von Christen bewohnte Dorf Sobame in der Region Mopti besucht, um den Menschen ihre Solidarität zu zeigen. Dort wurden in der Nacht vom 9. Auf 10. Juni 35 Menschen – nicht 95 wie zuerst berichtet – ermordet, darunter 24 Kinder. Es ist der schwelende Konflikt um Ackerflächen und Weidegründe, zwischen den Volksgruppen Dogon und Fulbe. Die malische Regierung ist, trotz internationaler Hilfe, nicht in der Lage, Ordnung zu halten und zugleich die islamistischen Milizen aus dem Norden zurückzudrängen.

Mali – Auch 12 Tage danach ist das Entsetzen über das Massaker noch lebendig, als Bewaffnete in einem Dorf nahe der Grenze zu Burkina Faso 134 Zivilisten, darunter Schwangere und Kinder, auf brutale Weise niedermetzelten und ihre Häuser verbrannten. Die Täter sollen Dogon Jäger gewesen sein; die Opfer Peul (oder auch Fulbe oder Fulani genannt). Ethnische Konflikte sind ein Grund für solche Angriffe, die im Grunde Konkurrenzkämpfe um Ressourcen sind in einem Gebiet, das immer wieder von Dürren und Fluten heimgesucht wird.

Mali – Mindesten acht Blauhelm Soldaten aus Tschad, die im Norden eingesetzt waren, sind umgekommen, als islamistische Kämpfer den UN-Stützpunkt Aguelhok, 200 km nördlich von Kidal, angriffen. UN-Truppen konnten zahlreiche Angreifer töten. Trotz der starken UN-Mission Minusma bleibt Mali instabil. Es braucht ein gezieltes Vorgehen, um die fanatischen Terroristen in der Sahelzone auszumerzen.

Mali – Das Verfassungsgericht hat die Klage von Oppositionskandidat Soumaila Cisse gegen das Wahlergebnis wegen Mangels an Beweisen abgelehnt. Nach den offiziellen Ergebnissen der Stichwahl am 12. August hatte der amtierende Präsident Ibrahim Boubacar Keita 67% der Stimmen, Cisse 32% der Stimmen erhalten. Die Wahlbeteiligung lag bei 34%.

Mali – Am 29. Juli wird ein neuer Präsident gewählt. Die Bischofskonferenz hat in einem Pastoralbrief alle Menschen guten Willens zu einer „neuen Mentalität in einem neuen Mali“ aufgerufen. Es gibt positive Anzeichen: das Friedensabkommen, die Zusammenarbeit, die kommenden Wahlen und die gute Arbeit mit den internationalen Organisationen. Doch die Herausforderungen bleiben ernst: die schlechte Sicherheitslage, die Stammeskämpfe und die diversen Terror-Gruppen, die auch internationale Truppen angreifen, dazu wachsende Gewalt, Korruption und Verlust traditioneller und spiritueller Werte. Nur 283.000 der 15.278.000 sind Katholiken.

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