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Der bekannte malische Filmemacher und Regisseur Souleymane Cisse, der als eine der Säulen des afrikanischen Kinos gilt, starb im Alter von 84 Jahren in einer Klinik in Bamako. Cissé war der erste schwarzafrikanische Regisseur, der 1987 bei den Filmfestspielen von Cannes für Yeelen (Brightness), einen von Bambara-Legenden inspirierten Film, einen Spielfilmpreis gewann. In Anerkennung seiner mutigen und einflussreichen Beiträge zum Kino wurde er 2023 mit dem Carrosse d’Or ausgezeichnet.

Das kanadische Bergbauunternehmen Barrick Gold (ABX.TO) erklärte, dass es seine Bergbauaktivitäten in Mali aussetzen muss, nachdem die Regierung am Wochenende Goldvorräte aus dem Loulo-Gounkoto-Komplex des Unternehmens beschlagnahmt und per Hubschrauber ausgeflogen hat. Rund drei Tonnen seien entwendet worden.  Das Unternehmen teilte der malischen Regierung mit, die Beschlagnahmung bedeute, dass man nun „gezwungen“ sei, den Abbau in den Minen Loulo und Gounkoto vorübergehend einzustellen.

Auf ihrem Staats- und Regierungschefs Treffen in Abuja genehmigte Ecowas den Zeitplan für das Ende der Mitgliedschaft von Niger, Mali und Burkina Faso –die von Militärjuntas regiert werden. Der offizielle Austritt der Länder ist für den 29. Januar 2025 angesetzt. Bis zum 29. Juli soll es eine Übergangsphase geben. Die drei Länder werfen Ecowas (der Gruppe aus 15 Mitgliedsstaaten) „unmenschliche und unverantwortliche“ Sanktionen im Zusammenhang mit den Putschen in Niger, in Mali und Burkina Faso vor. Ecowas habe es auch versäumt, den drei Ländern bei der Bekämpfung interner Sicherheitsprobleme zu helfen. Mit dem Austritt Malis, Burkinas und Nigers verliert der Block 76 Millionen seiner 446 Millionen Einwohner und mehr als die Hälfte seiner gesamten geografischen Fläche sowie weite Teile der Sahara.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Afrika „volle Unterstützung“ angeboten, auch im Kampf gegen Terrorismus und Extremismus. Die Rede wurde auf einem Gipfeltreffen im Schwarzmeerort Sotschi vom russischen Außenminister Sergej Lawrow an seine afrikanischen Amtskollegen verlesen. Während des Gipfels erklärte der Außenminister von Burkina Faso, Karamoko Jean-Marie Traoré, dass Russland ein geeigneterer internationaler Partner sei als die ehemalige Kolonialmacht Frankreich. Diese Ansicht wird von mehreren ehemaligen Kolonien Frankreichs geteilt und wurde von Malis Außenminister Abdoulaye Diop bekräftigt, der die „aufrichtige“ Partnerschaft des Kremls den „neokolonialen“ Beziehungen der westlichen Mächte gegenüberstellte. Er erklärte, dass Mali neben der militärischen Zusammenarbeit auch andere gemeinsame Projekte in den Bereichen Energie, Telekommunikation, Technologie und Bergbau prüfe.

Mali, Niger und Burkina Faso haben ein Abkommen mit Russland geschlossen, das den Erwerb von Telekommunikations- und Überwachungssatelliten vorsieht. Die Technologie soll die Grenzüberwachung und die nationale Sicherheit in allen drei Ländern verbessern. Auch soll der Telekommunikationssatellit die Übertragung von Fernseh- und Radiosignalen in den drei Ländern erleichtern und die Internet- und Telefondienste in unzugänglichen und unterentwickelten Gebieten der Sahelzone ermöglichen. Mali, Niger und Burkina Faso haben im vergangenen Jahr die Allianz der Sahel-Staaten gegründet, die ursprünglich die militärische Zusammenarbeit fördern sollte, sich aber inzwischen ausgeweitet hat.

Mali, Burkina Faso und Niger, die von Militärjuntas regiert werden, führen in den kommenden Tagen einen neuen biometrischen Reisepass ein. Die Militärjuntas erklären, sie wollten eine Gemeinschaft souveräner Völker aufbauen, die auf afrikanischen Werten basiert und „weit entfernt von der Kontrolle ausländischer Mächte“ ist. Die drei Länder, deren Militärs zwischen 2020 und 2023 durch eine Reihe von Staatsstreichen die Macht übernommen haben, kündigten im Januar ihren Plan an, ECOWAS zu verlassen. Nach den Putschen haben die westafrikanischen Länder die Juntas sanktioniert, um sie zur raschen Wiederherstellung einer zivilen Regierung zu bewegen. Es bleibt unklar, wie sich die neuen Pässe auf die Reisen ihrer Staatsangehörigen in andere Ecowas-Staaten auswirken werden, in denen sie als Inhaber eines regionalen Passes aus 15 Ländern visumfrei reisen konnten.

Die vom Militär geführte Regierung Malis hat die Ausstrahlung des privaten französischen Nachrichtensenders LCI in ihrem Hoheitsgebiet für zwei Monate ausgesetzt, weil angeblich „falsche Anschuldigungen“ gegen die Armee und ihre russischen Verbündeten ausgestrahlt wurden. Ende Juli erlitten die malische Armee und ihre russischen Verbündeten eine schwere Niederlage im Norden des Landes. Tuareg-geführte Rebellen gaben an, 84 Wagner-Kämpfer und 47 malische Soldaten getötet zu haben. Am 4. August brach Mali die diplomatischen Beziehungen zur Ukraine ab und beschuldigte sie, Rebellengruppen zu unterstützen, was Kiew entschieden zurückweist. Die Kommunikationsbehörde erklärte, die am 27. Juli ausgestrahlte Sendung enthalte „verunglimpfende Äußerungen, grundlose Behauptungen und falsche Anschuldigungen gegen die malischen Streitkräfte und ihre russischen Partner“. Die malische Junta geht rigoros gegen ausländische Medien vor. Sie hat RFI und seinen Schwestersender France 24 im April 2022 und den öffentlichen Fernsehsender France 2 Anfang 2024 endgültig suspendiert.

Nigers Militärchef hat zusammen mit den Junta-Chefs von Mali und Burkina Faso erklärt, dass sie dem größeren westafrikanischen Block ECOWAS „unwiderruflich“ den Rücken kehren. Alle drei Länder – die jetzt die Allianz der Sahel-Staaten bilden – sind von dschihadistischer Gewalt betroffen, was zum Teil als Grund für die Übernahme durch die Armee angegeben wird. Alle drei Länder haben französische Soldaten, die im Rahmen einer Anti-Dschihadisten-Mission dort waren, ausgewiesen und Russland um militärische Unterstützung gebeten. Auch haben sie sich den Forderungen der ECOWAS nach einer raschen Rückkehr zu einer zivilen Regierung widersetzt. In den letzten zehn Jahren hat sich die Sahelzone zunehmend zu einem Brennpunkt militanter Aktivitäten des Islamischen Staates entwickelt, was zu Unsicherheit und Instabilität geführt hat. Den Juntas in Niger, Burkina Faso und Mali ist es bisher nicht gelungen, die Gewalt einzudämmen.

Die Gewerkschaft (SYNABEF) der Finanzangestellten in Mali hat die Beschäftigten von Banken, Versicherungen, Mikrofinanzinstituten und Tankstellen aufgerufen, ihren Streik zu verlängern, bis ihr Generalsekretär Hamadoun Bah aus der Haft entlassen wird. Bah ist verhaftet worden, nachdem ein Mitglied des Gewerkschaftsausschusses Anzeige erstattet und den Generalsekretär beschuldigt hatte, ein Dokument im Zusammenhang mit einer internen Gewerkschaftsangelegenheit gefälscht zu haben. Das Land steht seit einem Putsch im Jahr 2020 unter Militärherrschaft. Die Spannungen haben in den letzten Monaten zugenommen, weil die Behörden versprochene Wahlen nicht organisiert haben und den politischen und zivilgesellschaftlichen Raum einschränken wollen.

Die jährliche Neuverputzung der Großen Moschee von Djenne in Mali fand am Sonntag statt. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Unversehrtheit des größten Lehmziegelgebäudes der Welt zu erhalten, das seit 2016 auf der Liste des gefährdeten Welterbes der UNESCO steht. Die Moschee und die umliegende Stadt, ein historisches Zentrum islamischer Gelehrsamkeit und Schwesterstadt des bekannteren Timbuktu. Djenné wurde zwischen 800 und 1250 n. Chr. gegründet und blühte als großes Zentrum des Handels, der Gelehrsamkeit und des Islams, der seit Beginn des 13. Jahrhunderts praktiziert wurde. 

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