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Mali – Eine EU-Mission soll ab 2015 die schwache malische Polizei zu kompetenten Sicherheitskräften ausbilden, die in der fragilen Sicherheitslage besonders im Norden, der als islamistisches Rückzugsgebiet gilt, dringend gebraucht werden. Die Mission, EUCAP Sahel Mali genannt, stellt 50 Berater und Ausbilder, darunter auch Deutsche, und soll vier Jahre laufen. Ein gestärktes Mali könnte die Verbindung lokaler Rebellen-Gruppen mit den islamistischen Terroristen wie al-Qaida erschweren.

Der international bekannte Bluessänger Ali Farka Toure wurde in seiner Heimatstadt Niafunke beerdigt. Seine Musik verband traditionelle malische Instrument mit amerikanischem Blues.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat ein Vorrücken der AU Truppen gegen die Extremisten im Norden Malis mit Vorbehalt empfohlen. Wichtige Fragen über Finanzierung, Führung und Ausbildung sind noch nicht geklärt. Die 3,300 starke UN-Mission Westafrikas, unter dem Akronym „Afisma“, soll anfänglich für ein Jahr eingesetzt werden, um die „territoriale Integrität“ Malis wiederherstellen und transnationale Verbrechen zu reduzieren.

Tuareg Rebellen haben ein Konvoi des Internationalen Roten Kreuzes auf dem Weg nach Tessalit aufgehalten und nach Gao zurückgeschickt. Tessalit ist erst vor ein paar Tagen von den Rebellen erobert worden. Der Sprecher der Ancar Dine („Verteidiger des Islam“) Gruppe forderte öffentlich die Einführung der Scharia in ganz Mali. Der Jahrzehnte lang andauernde Kampf um Autonomie der Nomadenstämme in der Sahel Zone hat sich nach dem Sturz Gaddafis verschärft, als die Kämpfer gut bewaffnet aus Libyen zurückkehrten.

Da keiner der 25 Präsidentschaftskandidaten eine absolute Mehrheit erhielt, wird am 11. August eine Stichwahl zwischen dem ehemaligen Premierminister Ibrahim Boubacar Keita (39%) and ex-Finanzminister Soumaila Cisse (19%) stattfinden. Trotz Drohungen von militanten Islamisten im Norden des Landes und einiger Unregelmäßigkeiten verliefen die Wahlen mit Unterstützung der UN-Friedenstruppen relativ ruhig.

Im Beisein von 26 afrikanischen Staatschefs und Präsident Hollande wird heute Malis Präsident Keita feierlich in sein Amt eingeführt. Die Zeremonie soll einen Schlussstrich ziehen unter das Chaos, das über 18 Monate herrschte: Putsch, Rebellen-Aufstände und Krieg. Keita will alle Malier in einem friedlichen und freien Land vereinen. Die Rebellen der Wüstenstämme haben Friedengesprächen zugestimmt. Allen Gruppen ist Dialog lieber als Krieg.

Nach einer zweijährigen Debatte hat das Parlament einstimmig ein neues Familiengesetz verabschiedet. Der Mann ist darin alleiniger Chef der Familie. Die Frau muss dem Mann gehorchen, der Mann seine Frau beschützen. Menschenrechtler kritisieren das Gesetz als einen Rückschritt, islamische Verbände als einen Sieg.

Es war ein Gastgeschenk an Frankreichs Präsidenten anlässlich seines Besuchs in Timbuktu. Hollande konnte sich nicht so schnell mit dem Tier anfreunden, wollte es aber „im Pariser Stau benutzen“. Als die Pflegefamilie das Kamel dann verspeist hatte, wurde „ein schöneres und größeres“ Ersatzkamel besorgt, das aber gleich nach Paris geschickt werden soll.

Frühere Tuareg Rebellen haben sich bereit erklärt, zusammen mit Malis Truppen die mit Al-Qaida assoziierten Kämpfer (AQIM) aus der Sahara zu vertreiben. Die „Al-Qaida im Islamischen Maghreb“ Gruppe nutzt die enormen Flächen von Sahara und Sahel, um ihre Angriffe auf die umliegenden Staaten zu machen und sich mit ihren Entführungsopfern dorthin zurück zu ziehen.

Die Einnahme der strategisch wichtigen Stadt Douentza durch islamistische Gruppen gefährdet auch den Süden des Landes. Douentza liegt an der Straße nach Timbuktu in einer Art Pufferzone zwischen den von Islamisten und Regierungstruppen kontrollierten Gebieten. Der Weg zur Hauptstadt Bamako ist nun offen. Nach französischen Berichten hat inzwischen die Übergangsregierung ECOWAS offiziell um militärische Hilfe gebeten.

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