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Mali – Islamistische Gruppen haben ihre Aktivitäten vom Norden auf den Süden des Landes ausgeweitet. Bei einem Angriff auf ein Armeelager und später auf ein Hotel in der Stadt Savaré, 600 km nord-östlich von Bamako, kamen 13 Menschen ums Leben, unter ihnen vier Mitglieder der UN-Friedenstruppe MINUSMA.

Mali – Seit gestern leitet die Bundeswehr die internationale Militärmission in Mali. Die Präsenz von Ursula von der Leyen bei der Übergabe in Bamako deutet auf die Wichtigkeit hin, die die EU der Ausbildung malischer Soldaten beimisst. Mali muss gelingen, damit Menschen in der Heimat bleiben. Ein weiterer Stopp der Verteidigungsministerin ist Tunesien, das von der Bundeswehr militärische Ausrüstung gegen den Terror erhält.

Mali – Die UNESCO hat veranlasst, dass die von Islamisten angerichteten Zerstörungen im malischen Timbuktu behoben werden. Acht Mausoleen sind bereits rekonstruiert; weitere folgen vor Jahresende. Auch für die beschädigten Moscheen der historischen Wüstenstadt und die zum Teil verbrannte Bibliothek mit den wertvollen Manuskripten ist Hilfe in Sicht. Die UNESCO will die Verantwortlichen vor Gericht bringen, da Zerstörung kulturellen Erbes als „Kriegsverbrechen“ gilt.

Mali – Seit vergangenen Freitag, als Sicherheitskräfte sechs Mitglieder des Ansar Dine Kommandos festnahmen, die vermutlich einen Anschlag auf die Hauptstadt planten, geht die Angst um. Nicht nur Ausländer, sondern auch Malier in großen Konzernen, sollen soweit wie möglich von zu Hause aus arbeiten, um ihre Sicherheit nicht zu gefährden. Die Angst liegt wie ein Schatten auf dem kürzlich abgeschlossenen Friedensabkommen.

Mali – Nach mehreren Verzögerungen haben nun auch die Tuaregs den Vertrag unterzeichnet, der ihnen im Norden des Landes, von ihnen Azawad genannt, mehr Eigenständigkeit geben soll, aber keine volle Autonomie. Nach heißen Verhandlungen in Algier folgte jetzt eine Geste der Versöhnung, aber die Skepsis bleibt, solange verschiedene Rebellen Gruppen und dazu noch die al-Qaida Miliz aktiv sind.

Mali – Zum dritten Mal haben die Tuareg-Rebellen sich geweigert, ein ausgehandeltes Friedensabkommen zu unterzeichnen. Kleine Separatistengruppen waren bereit, aber die Tuaregs fordern noch weitere Verhandlungen. So geht der dreijährige Konflikt weiter.

Mali – In einem gut geplanten Überfall haben in der Nähe von Timbuktu Tuareg-Rebellen des Bündnisses für die Befreiung von Azawad acht Soldaten der malischen Armee getötet und zehn verletzt. Vertreter der UNO-Mission MINUSMA berichten auch von toten Zivilisten. Dabei soll diese Woche noch ein Friedensabkommen in Bamako unterzeichnet werden, das dem Norden des Landes mehr Autonomie gewährt. Die Separatistengruppe CMA hatte an Friedensgesprächen in Algerien teilgenommen, aber bereits zwei Fristen zur Unterzeichnung boykottiert.

Mali – Im Norden des Landes schlugen am Sonntagmorgen 30 Raketen auf den Stützpunkt vor der Stadt Kidal ein. Die Opfer waren ein Blauhelmsoldat und zwei Zivilisten. 14 wurden verletzt, die meisten davon Soldaten. Tags zuvor starben bei einem Angriff auf einen Nachtclub in Bamako fünf Menschen, darunter ein Franzose und ein Belgier. Beide Taten gehen auf islamistische Gruppen zurück; zu der Attacke in der Hauptstadt hat sich die Al-Murabitun des algerischen Islamisten Mokhtar Belmokhtar in einer Audio-Botschaft bekannt.

Mali – Die malische Regierung hat in Algier mit mehreren Rebellengruppen ein Friedensabkommen unterzeichnet. Damit soll die Gewalt im Norden des Landes beendet und eine Aussöhnung angestrebt werden. Doch die Tuareg-Rebellen haben sich bis jetzt geweigert, das Abkommen zu unterzeichnen. Sie brauchen noch mehr Zeit, um ihre Anhänger zu befragen. Algerien hatte sich monatelang darum bemüht, die Interessen der Bamako Regierung und der nach Autonomie strebenden Gruppen zu vereinen. Die mit al-Qaida verbündeten Gruppen waren von den Verhandlungen ausgeschlossen.

Mali – So antwortete der junge Muslime aus Mali, der bei dem Terror Anschlag auf den jüdischen Supermarkt in Paris eine Gruppe Kunden im Kühlraum versteckte und ihnen so das Leben rettete. Frankreich ehrte Lassana Bathily gestern mit der Staatsbürgerschaft. Bathily floh seine Heimat Mali vor acht Jahren und lebte unter bescheidenen Verhältnissen in Paris. Ein Franzose zu werden war sein Traum. Sein heroischer Einsatz unter dramatischen Bedingungen machte ihn nun zum „Held von Paris“ und „stehe beispielhaft für die Werte des Landes“.

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