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Mali – Das Kriegsverbrechertribunal in den Haag hat den Dschihadisten al-Mahdi zu neun Jahren Haft verurteilt für die Zerstörung in 2012 von historischen Mausoleen in Timbuktu, die zum UNESCO Kulturerbe gehören und der Bevölkerung heilig sind. Die zerstörten Gebäude sind, dank eines Sonderfonds, wiederhergestellt, aber nicht der Frieden in Mali.

Mali – Als islamistische Kämpfer der Ansar Dine Rebellen 2012 die berühmte Sahelstadt Timbuktu eroberten, zerstörten sie elf jahrhunderte alte Mausolen und einen Teil der Sidi-Yahia-Moschee, die zum Weltkulturerbe gehören. Inzwischen konnten die historischen Kultstätten mit Hilfe der UNESCO und der EU wieder aufgebaut werden. Der Prozess gegen den damaligen Anführer der Miliz, Ahmad al Faqi al Mahdi, hat vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag begonnen. Es ist das erste Verfahren gegen einen mutmaßlichen Dschihadisten, in dem die Zerstörung von Weltkulturerbe als Kriegsverbrechen eingestuft wird.

Mali – Demonstranten versuchten das Gerichtsgebäude in Bamako zu stürmen, um gegen den Arrest des populären Radiojournalisten Ras Bath zu protestieren. Er war kurz vor einer Talkshow verhaftet worden, in der er die Probleme der malischen Armee diskutieren wollte. Es gab mehrere Tote.

Mali – Bei einem erneuten Versuch, ein Luxushotel in Bamako zu überfallen, wurden die Angreifer abgewehrt; einer wurde erschossen, zwei weitere festgenommen. Niemand von der im Hotel untergebrachten Ausbildungsmission wurde verletzt. Die Bundeswehr ist mit 200 Soldaten an dem Programm beteiligt. Inzwischen hat die Terrorgruppe AQIM (al-Qaida im Islamischen Maghreb) die Verantwortung für den Anschlag übernommen, dieselbe Gruppe, die im November den tödlichen Überfall in Bamako verübte und vor einer Woche am Strand der Elfenbeinküste das Chaos verursachte.

Mali – Ansar Dine, die al-Qaida nahe Terror-Gruppe, die sich zu dem Anschlag während des Besuchs von Präsident Gauck in Bamako bekannte, erklärte, dass sie die westliche Einmischung missbilligt und warnte vor weiteren Angriffen. Das deutsche Kontingent soll die 10,000 Mann starke Minusma-Truppe unterstützen, die das Land vom Terror befreien soll. Zur Befriedung des Landes seien jedoch nicht nur militärische Einsätze, sondern bessere Lebensbedingungen und Perspektiven notwendig, sagte Gauck.

Mali – Ihre Kidnapper, sunnitische, al-Qaida-nahe Terroristen, verlangen in einem Video die Freilassung von in Mali inhaftierten Gesinnungsgenossen und ihres Anführers in Den Haag. Die Schweizer Missionarin habe durch ihre Arbeit „viele muslimische Söhne vom Glauben abgebracht“. Trotz ernsten Warnungen kehrte sie nach ihrer ersten Entführung vor vier Jahren nach Timbuktu zurück.

Mali – Nach dem Geiseldrama mit 21 Toten hat das Land drei Tage Staatstrauer und zehn Tage Ausnahmezustand angesagt. Die Jagd nach Attentätern geht weiter, und Angst und Wut machen sich breit. Zu dem Überfall bekannten sich al-Qaida in Maghreb (Aqim) und al-Murabitoun, die Terrorgruppen, die durch Frankreichs Eingreifen im Norden Malis in ihrem Vordringen gehindert wurden. Sie sehen in westlichen Interventionen feindliche Handlungen und wollen die bisher ruhige Hauptstadt destabilisieren.

Mali – Bewaffnete haben das Radisson Blu Hotel im Zentrum der Hauptstadt attackiert und halten 140 Gäste und 30 Angestellte als Geiseln. Solche, die Koranverse zitieren konnten, wurden freigelassen. Die Angreifer sollen um sich geschossen und gerufen haben, „Gott ist groß“. Inzwischen ist das Hotel von malischen, französischen und UN- Soldaten umstellt. Die Lage ist äußerst prekär.

Mali – Bis jetzt haben deutsche Soldaten in Bamako an der Ausbildung malische Streitkräfte mitgewirkt. Nächstes Jahr soll Bundeswehrpersonal im gefährlichen Norden eingesetzt werden, um unter der UN-Minusma Truppe aufzuklären, wo sich in diesem weiten Wüstenterrain die Terrorgruppen aufhalten. Da Mali eine Drehscheibe für die Flüchtlingsroute aus Afrika ist, wäre eine dauerhafte Befriedung des Landes äußerst wichtig.

Mali – Ein mutmaßlicher Zerstörer der historischen Kulturgüter in Timbuktu soll dem Weltstrafgericht überstellt werden. Als Anführer der Rebellen-Gruppe Ansar Dine soll er 10 Mausoleen und eine Moschee zerstört haben. Diese, von ganzen Bevölkerungsgruppen verehrten Heiligtümer gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ihre Zerstörung sei ein Kriegsverbrechen; der Prozess wäre der erste seiner Art.

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