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Mali – Islamistische Terroristen griffen das beliebte Kanbaga Touristenresort in Bamako an. Französische Soldaten unterstützten die malische Armee und UN-Soldaten bei der Rettung der Gäste und Angestellten. Neun Gäste und vier Angreifer kamen ums Leben. Zu der Bluttat bekannte sich eine Al Kaida nahestehende Terrorgruppe. Trotz der Präsenz von 11.000 Soldaten der MINUSMA UN-Mission, darunter 800 Bundeswehrsoldaten, kommt es immer wieder zu Anschlägen. Mit 53 gefallenen Soldaten ist MUNISMA die gefährlichste UN-Friedensmission in der Welt.

Mali – Unter den fünf von Papst Franziskus ernannten Würdenträgern ist auch Jean Zerbo, der 74-jährige Erzbischof von Malis Hauptstadt Bamako. In einem Land, das von Norden her von Islamisten Gruppen bedrängt wird, hat Zerbo sich in Friedensverhandlungen engagiert und auch über die Grenzen hinaus gewirkt. Er kämpft gegen Ausgrenzung und für Versöhnung und Solidarität. Nur 2% von Malis Bevölkerung sind Katholiken. Das Konsistorium soll am 28. Juni stattfinden.

Mali – Wegen Temperaturen von 50 °C, Staub und steinigen Pisten ist die Hälfte der Bundeswehrfahrzeuge nicht einsatzbereit. Auch der vom 1. Mai an verfügbare Kampfhubschrauber „Tiger“ darf nicht bei über 43°C starten. Der Einsatz der 1000 Bundeswehrsoldaten ist hart und gefährlich, doch unterstützt er die UN-Mission Minusma, die versucht, den von ethnischen Konflikten bedrohten Staat Mali zu stabilisieren.

Mali – Während gestern in der Hauptstadt Bamako die Konferenz der Nationalen Einheit begann, macht sich in der Wüstenstadt Gao Unsicherheit und Hoffnungslosigkeit breit. Seit der Tuareg Rebellion und der Besetzung des Nordens durch verschiedene Terror-Gruppen gibt es fremdes Militär: Franzosen, die UN-MINUSMA Mission und Bundeswehrsoldaten, aber Sicherheit gibt es nicht. Inzwischen kämpfen die malischen Bischöfe weiter für die Freilassung der Anfang Februar von bewaffneten Banditen oder Dschihadisten entführten kolumbianischen Ordensfrau.

Mali – Gerade zu dem Zeitpunkt, als Armee und Tuareg Rebellen gemeinsame Patrouillen im Norden machten, um der jihadistischen Gruppe Einhalt zu gebieten und die Bedingungen für einen Friedensvertrag zu verbessern, haben sich die drei islamistischen Terrorgruppen entschlossen, gemeinsam zu kämpfen. Ansar Dine, al-Mourabitoun und Aqim (al-Qaida im Islamischen Maghreb) haben sich unter ihren Anführer, den Tuaregrebell Iyad Ag Ghali gestellt. Es ist eine gefährliche Allianz zwischen Jihadisten und Terrorristen, und würde noch stärker, sollte auch Boko Haram sich anschließen. Bis zu 1000 Bundeswehrsoldaten sollen die MINUSMA-Operation in der Friedenssicherung unterstützen.

Mali – Seit 12 Jahren arbeitet die 48-jährige Franziskanerin Gloria Cecilia Narvaez im Gesundheitswesen und in der Ausbildung muslimischer Frauen in Mali. Letzten Dienstag wurde sie von einer Gruppe bewaffneter Männer, laut Augenzeugen islamistischer Kämpfer, entführt. Drei weitere Schwestern konnten entkommen. Die Kolumbianische Bischofskonferenz fordert die Freilassung der Ordensfrau und die kolumbianische Botschaft in Ghana hilft bei der Aufklärung. In der verhältnismäßig ungefährlichen Gegend im Südosten des Landes hat es bisher keine Entführungen gegeben.

Mali – Fünf Länder der Sahel Region, die am meisten betroffen sind, wollen eine gemeinsame Truppe gegen den Terror einsetzen. Dies haben die Staatschefs von Mali, Tschad, Niger, Burkina Faso und Mauretanien bei ihrem Treffen in Bamako verkündet. Letzter Auslöser für die Entscheidung war der Angriff im Januar auf die malische Stadt Gao, der fast 80 Menschen tötete. Noch sind Größe und Standpunkt nicht bekannt; auch die Zusage des UN-Sicherheitsrats und die nötige Finanzierung müssen gesichert werden. Mehrere Islamisten – Gruppen, manche mit al-Qaida verbündet, planen ihre Attacken von ihrem Versteck in Nord-Mali.

Mali – Bei dem Selbstmordattentat in einem Militärstützpunkt soll es 37 Tote gegeben haben. Seitdem Frankreich in 2013 intervenierte und 15.000 UN Friedenstruppen die Städte weitgehend von al-Qaida Milizen befreit haben, operieren diese immer noch von Verstecken in dem großen Wüstengebiet. Präsident Keita ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

Mali – Präsident Hollande traf sich am Wochenende in der malischen Hauptstadt Bamako mit 30 afrikanischen Staats – und Regierungschefs. Bestärkt durch die vor vier Jahren von Frankreich geführte und auch von Deutschland unterstützte Terroroffensive, will er in den kommenden Jahren die Migration eindämmen und 23 Mrd. Euro für Entwicklung und Wachstum bereitstellen. Durch den Kampf gegen Schlepper und Drogenhändler soll auch den Terroristen eine wichtige Finanzierungsquelle genommen werden.

Mali / Senegal – Die in Mali geborene und im Senegal aufgewachsene Dr. Herzberger – Fofana aus Erlangen wurde vom „Bündnis 90 / Die Grünen“ als ihre Kandidatin gewählt. In 2005 war sie die erste Schwarzafrikanerin, die in einen deutschen Stadtrat einzog. Schon viele Jahre ist die Sprecherin für Schule, Bildung, Senioren, Migration und Integration. Sollte sie gewinnen, wird sie ihre Forderungen in das „höchste Gremium“ bringen.

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