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Mali – Am Sonntag explodierte in Gao eine Autobombe. Es gab Tote und Verletzte, darunter auch französische Soldaten. Zwei Tage davor gab es einen Selbstmordanschlag auf das Hauptquartier der internationalen „G5 Sahel“ Eingreiftruppe in Sevare mit drei Toten. Dazwischen fuhr in Koro ein Militärauto auf eine Landmine. Aktive Terrorgruppen können immer besser auch geschützte Ziele angreifen. Die Sahelzone ist ein ideales Rückzugsgebiet für sie, sowie für Waffenhändler und Menschenschmuggler.

Mali – Mamadou Gassam, der illegale Migrant, der durch seine dramatische Kletteraktion dem 4-jährigen Pariser Jungen das Leben gerettet hat, wurde auch daheim in Bamako wie ein Held empfangen. Er wird auch noch Malis Präsidenten Keita sehen, bevor er, nun französischer Staatsbürger, nach Paris zurückkehrt, um am 28. Juni seinen Arbeitsvertrag bei der Feuerwehr zu unterzeichnen.

Als der 22-jährige Malier, Mamoudou Gassama, das Kind von der Balkonbrüstung des 4. Stocks baumeln sah, schwang er sich in Sekundenschnelle in die Höhe und ergriff das Kind, das in die Tiefe zu stürzen drohte. Die Zuschauer staunten, filmten und jubelten. Gassama wurde Volksheld, das Video millionenfach aufgerufen. Der vor ein paar Monaten als Flüchtling illegal nach Frankreich Eingereiste wurde von Bürgermeisterin Anne Hidalgo und Präsident Macron aufs höchste gelobt. Bei seinem heutigen Empfang bei Macron im Elyssee Palast erhielt er Urkunde, Medaille, eine Stelle bei der Feuerwehr und die Zusicherung der französischen Staatsbürgerschaft auf dem schnellsten Weg.

Mali – Der Bundestag hat gestern das Mandat für den Mali-Einsatz um 13 Monate verlängert und um 100 Soldaten ausgeweitet. Seit der hinterhältigen Attacke letzte Woche in Timbuktu ist die Kontrolle umso dringender. Islamisten, mit blauen UNO-Helmen fuhren in zwei getarnten Fahrzeugen vor die UNO – Basis, brachten die Autos zur Explosion und griffen weiter mit Sturmgewehren, Granaten und Raketen an. Seitdem vor einem Jahr die drei größten Dschihadistengruppen, AQIM, Ansar Dine und al-Murabitun, ihre Kräfte für konzentrierte Angriffe bündeln, wird Mali eins der gefährlichsten Länder Afrikas, ein zweites Afghanistan. Die malische Wüste bietet den Terroristen einen riesigen Rückzugraum.

Mali – Die malische Regierung verliert zusehends die Kontrolle über die ländlichen Gebiete. Allein dieses Jahr sind schon 78 Menschen durch Terroranschläge umgekommen. Am Samstag war es ein Angriff auf ein Militärlager bei Timbuktu. Tags darauf fuhr ein Bus auf eine Landmine und tötete 26 Zivilisten. Seit die Islamisten Gruppe al-Qaida, zusammen mit der der Azawad Bewegung, in 2012 einen Großteil der Wüste im Norden eingenommen hat, gibt es trotz Friedensverträgen und internationaler Militärhilfe keine Ruhe. Für UNO-Soldaten ist Mali der gefährlichste Einsatz.

Mali – Premier Maiga, der erst seit April im Amt ist, und sein ganzes Kabinett haben ihren Rücktritt eingereicht, gerade sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl. Kein Grund wurde genannt. Man spekuliert, dass Maiga neuer Präsident werden möchte oder dass er den Platz für einen stärkeren Premier freimacht, der Präsident Keita zur Wiederwahl verhilft. Maiga ist es nicht gelungen, den Versöhnungsprozess mit den Tuareg Gruppen im Norden zum Erfolg zu führen. Der Friedenseinsatz in Mali, bei dem auch die Bundeswehr beteiligt ist, ist die gefährlichste UNO – Mission weltweit.

Mali – Drei UNO-Soldaten wurden getötet und fünf verletzt, als der Sprengsatz detonierte. Die Blauhelme begleiteten eine Fahrzeugkolonne zwischen den Städten Anefis und Gao. Immer wieder werden UN-Truppen von islamistischen Kämpfern angegriffen. Dabei sind bis jetzt über hundert ums Leben gekommen.

Mali – Einen Tag nach einem Anschlag in der Hauptstadt von Burkina Faso wurden gleich zwei UN-Stützpunkte, in Timbuktu und Douentza, von islamistischen Rebellen angegriffen. 19 Menschenn kamen ums Leben. In der Region ist vor allem Al Qaida im Islamischen Maghreb (AQMI) aktiv.

Mali – Als letzter der vier Geiseln der Terrorgruppe al-Qaida, ist der Südafrikaner Stephen McGown Ende Juli freigekommen. Er war im November 2011 in Timbuktu zusammen mit einem Niederländer und einem Schweden verschleppt worden. Ein Deutscher starb bei dem Überfall. Lösegeld sei nicht bezahlt worden.

Mali – Das Unglück ereignete sich nördlich von Gao, wo die deutschen Piloten Kampfhandlungen auf dem Boden beobachten sollten. Die beiden Piloten kamen ums Leben. Einzelheiten über die Ursache sind noch nicht bekannt. Mali ist derzeit der gefährlichste Einsatzort; das deutsche Kontingent ist Teil der UN-Friedensmission

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