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Die Regierung Malawis will das legale Heiratsalter von jetzt 15 auf 18 Jahre heraufsetzen, da immer mehr Mädchen unrechtmäßig schon mit 11 oder 12 Jahren in eine Ehe mit viel älteren Männern gezwungen werden. Das Durchschnittsalter beim Eintritt in die Ehe ist weltweit das niedrigste, dem entsprechend auch die hohe Anzahl der Teenager-Mütter. Grund dafür ist meist die bittere Armut in der Familie des Mädchens.

Die Opposition kritisiert die kontroverse Übereinkunft zwischen Malawis Regierung und Südkorea, 100,000 junge Malawier als Wanderarbeiter in koreanische Fabriken und auf Farmen zu schicken. Die malawische Arbeitsministerin verteidigt die Entscheidung als gerechtfertigte Arbeitsbeschaffung. Laut neuerer Forschung gehen 80% der Schulabgänger wieder in ihre Dörfer zurück, weil es an Arbeitschancen oder Mitteln zur Selbstbeschäftigung fehlt.

Als das Programm vor 7 Jahren anfing, erhielten 7,000 Malawier freie anti-retrovirale Medikamente. Heute werden über 380,000 Patienten behandelt. Noch mehr Medizin wäre nötig, da 14% der 13 Millionen Bevölkerung infiziert sind und es jährlich 90,000 Neuansteckungen gibt.

Richter des höchsten Malawischen Gerichts sprachen sie gegen die Todesstrafe aus, die nach ihren Aussagen gegen die allgemeinen Menschenrechte verstößt. Die Todesstrafe müsste aus der Verfassung von Malawi gestrichen werden. Mehr als 30 um Tode Verurteilte hoffen jetzt auf Revision ihres Strafprozesses.

Um nicht-existierende Angestellte von der Gehälterliste zu streichen, besteht die Regierung ab 1. Februar für jeden der 120,000 Beamten auf einem Bankkonto, wenn das nächste Gehalt pünktlich gezahlt werden soll. Dies trifft wenig verdienende, die in entlegenen Gegenden arbeiten, besonders hart. Lange Fahrten zur nächsten Bank sind zeitraubend und teuer. Staatsanwälte behaupten, dass zurzeit ein Drittel von Malawis Staatseinkünften durch Betrug verloren gehen.

Der Superstar Madonna hat den ersten Spatenstich gemacht für die Mädchenschule, die sie dem Land schenken möchte, aus dem ihre beiden adoptierten Kinder kommen. Nach der zweijährigen Bauzeit soll die Internatsschule 500 Mädchen aus armen Verhältnissen Platz bieten. Schwerpunkte sollen Mathematik und Naturwissenschaften sein, um die Grundlage zu schaffen, dass malawische Frauen Führer, Ärzte und Chirurgen werden können. Madonna unterstützt schon mehrere wohltätige Einrichtungen in Malawi.

Bei ihrem letzten Besuch ins Heimatland ihrer beiden Adoptivkinder wurde Madonna heftig kritisiert. Nur weil sie Schulprojekte finanziere, hätte sie keinen Anspruch auf Sonderbehandlung. Die Pop-Diva würde ihre Entwicklungsleistungen hochspielen und erwarte dafür „ewige Dankbarkeit“. Beobachter vermuten, dass der Missmut von Präsidentin Banda auf die Entlassung ihrer jüngeren Schwester aus Madonnas Schulprojekt zurückzuführen ist.

In einer gemeinsamen Erklärung protestieren zivilgesellschaftliche Organisationen und kirchliche Gerechtigkeit- und Friedenskommissionen gegen die Morddrohungen gegen Organisatoren der jüngsten Demonstrationen, bei denen es zu blutigen Zusammenstößen mit der Polizei kam. Seit Anfang des Jahres verschärfen sich die Spannungen zwischen Regierung und Zivilgesellschaft. Meinungs- und Pressefreiheit wurden stark eingeschränkt.

Vierzehn Jahre Haft mit Zwangsarbeit hat das Gericht verhängt, um dem Land ein „abschreckendes Beispiel“ zu geben. Die beiden jungen Männer hatten sich in einer traditionellen Zeremonie vor Hunderten Gästen das Jawort gegeben. Der Richterspruch und die Misshandlung der beiden löste international harsche Kritik aus. Auch in Südafrika gab es Proteste. Malawi könnte mit Geldentzug rechnen.

John Sampson besucht die 6. Klasse einer Schule für Waisenkinder in Blantyre. Als einer von 8,500 Jugendlichen aus 54 Commonwealth Ländern beteiligte er sich an einem Essay-Wettbewerb – und gewann. Er wurde von Königin Elizabeth im Buckingham Palast empfangen, konnte ihr ein Samsung-Tablet seiner rührenden Erzählung überreichen und wurde von der BBC interviewt.

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