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Libyen – Die libysche Küstenwache hat am Ostersonntag drei große Schlauchboote mit 600 Migranten, darunter auch schwangere Frauen, abgefangen. Alle kamen aus afrikanischen Ländern. Die EU fürchtet, dass die Vereinbarung mit der Türkei wieder mehr Menschen dazu verleitet, von Libyen nach Italien überzusetzen.

Libyen – Eine halbe Million Vertriebene, die sich in Libyen aufhalten, könnten demnächst übers Mittelmeer nach Europa kommen. In einem Brief sagte die EU-Außenbeauftragte Mogherini, dass Brüssel eine zivile Sicherheitsmission in Libyen plant und dass die UNO sich um Polizeiausbildung und Grenzmanagement bemüht. Die Migration hat bereits begonnen; in nur drei Tagen wurden am Wochenende 3,100 Menschen aus dem Wasser gerettet; neun sind ertrunken.

Libyen – In einem „sehr präzisen Angriff“ wurde nur, wie geplant, der Ausbildungsort nahe Sabratha, westlich von Tripolis, getroffen. 41 Menschen sollen in dem Versteck getötet worden sein, mehrheitlich Tunesier. Unter den Opfern soll ein ranghohes Mitglied von IS sein. Der Angriff wurde angeordnet, nachdem klar war, dass die Gruppe „Anschläge auf US – und westliche Einrichtungen in der Region“ plante.

Libyen – In den letzten Wochen sind mehrere hochrangige IS-Akteure von Syrien und dem Irak nach Libyen übergesiedelt, wo sie sich, mangels der staatlichen Kontrolle, in einem sicheren Hafen fühlen, besonders in ihrem Zentrum Sirte. Die Weltöffentlichkeit ist besorgt. Der nigerianische Präsident Buhari warnt, dass die Lage in Libyen sich zu einer „strategischen Zeitbombe für Afrika und Europa“ entwickeln könnte und die Flüchtlingskrise weiter befeuert.

Libyen – Vor zwei Tagen wurde die durch UN-Vermittlung gebildete Regierung „der nationalen Einheit“ bekannt gegeben. Das Kabinett mit 32 Ministern wird zwischenzeitlich von dem Geschäftsmann Fayez al-Sarraj geleitet. Das Problem ist, dass die beiden rivalisierenden Parlamente ihre Anerkennung verweigern. Die Zerstrittenheit Dutzender bewaffneter Milizen seit dem Sturz von Machthaber Gaddafi hat den IS-Kämpfern in die Hände gespielt. Sie konnten sich im Land festsetzen und ihren Einfluss ausbreiten. Ihre letzten großen Angriffe waren auf das Ölterminal in Ras Lanuf und auf die Polizeischule in Sliten, wo 50 Menschen umkamen.

Libyen – Beim Versuch, die Häfen von Al-Sidra und Las Ranuf zu erobern gab es Gefechte mit Wachtposten mit Toten auf beiden Seiten. Die Häfen konnten sie nicht einnehmen, kontrollieren aber Bin Jawad, 30km westlich, und halten an ihrem Stützpunkt Sirte fest. Auch Versuche, die Ölquellen im Landesinnern zu erobern, glückten nur teilweise. Die IS-Milizen haben das Machtvakuum genutzt, um sich breit zu machen. Die Verzögerung in der Bildung einer nationalen Einheitsregierung gibt den IS-Kämpfern noch mehr Chancen.

Libyen – Die IS-Miliz rückt von ihren Stützpunkt in Sirte ins Landesinnere vor, um Zugang zu den Ölquellen zu bekommen. Um einer weiteren Stärkung der Dschihadisten vorzubeugen, müssen die rivalisierenden Parteien, die mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft an einer Regierung der nationalen Einheit arbeiten, sehr bald zu einem Friedensabkommen gelangen.

Libyen – Die rivalisierenden Regierungen, eine mit Sitz in Tripolis, die andere in Tobruk, haben einen Friedensvertrag ausgearbeitet, ein Gegenentwurf zu einem von der UNO erstellten aber nie realisierten Plan. Ziel beider Pläne ist eine Regierung der nationalen Einheit. Wenn beide Parlamente zugestimmt haben, sollen nächste Woche die Vertreter der Einheitsregierung ernannt werden. Auch ist für kommenden Sonntag eine internationale Libyen-Konferenz in Rom geplant. Seit dem Sturz von Gaddafi herrschte ein ständiger Machtkampf zwischen den verschiedenen Milizen, eine Situation, die von der Terrorgruppe IS schamlos ausgenutzt wurde.

Libyen – Die IS Terror Gruppe hat zwischen 2,000 und 3,000 Kämpfer in Libyen stationiert und will demnächst noch mehr Territorium in dem strategisch gelegenen nordafrikanischen Land gewinnen, mit Sitz in der Küstenstadt Sirte. Ein UNO-Bericht erwähnt jedoch Hindernisse durch kriegerische Gruppen und den Widerstand der Bevölkerung. Auch es IS schwierig für IS, Ölfelder und Raffinerien unter seine Kontrolle zu bringen.

Libyen – Die immer stärker werdenden Kämpfer des „Islamischen Staates“ haben einen Angriff auf Gadafis Geburtsstadt Sirte abgewehrt danach und blutige Rache an den Aufständischen geübt. Sirte entwickelt sich zur IS-Zentrale in Nordafrika. Die auf über 5.000 geschätzten, meist ausländischen, Dschihadisten kontrollieren inzwischen einen 200 km langen Küstenstreifen.

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