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Libyen – Seit einem Jahr ringen die zwei verfeindeten Regierungen in Tobruk und Tripolis um die Macht. Bei neuen Verhandlungen in Genf sollen auf der Basis eines gemeinsamen Grundsatzpapiers noch offene Streitpunkte geklärt werden. Die Andeutung von Ministerpräsident Abdallah al-Theni, er werde sein Amt niederlegen, macht einen Verhandlungserfolg eher unwahrscheinlich. Der UN-Sonderbeauftragte für Libyen, Bernadino Leon, sieht dennoch kleine Fortschritte, befürchtet aber im Fall eines Scheitern eine Spaltung des Landes.

Libyen – Mehrere Konfliktparteien haben einen von der UNO vermittelten Friedensplan unterzeichnet. Nur der in Tripolis stationierte General National Congress (GNC) hält sich noch zurück. Er sieht sich als rechtmäßige Regierung, aber international anerkannt ist die demokratisch gewählte Regierung von Premier Thenni, die in die Hafenstadt Tobruk flüchten musste. Eine Einigung aller Gruppen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Ordnung und Frieden.

Libyen – Die Meldung aus Libyen Anfang der Woche, dass der Top-Terrorist bei einem US-Luftangriff ums Leben gekommen sei, wurde von mehreren Seiten, besonders von der Terrorgruppe al-Qaida, heftig dementiert. Auch das US Militär machte nie die Behauptung sondern bestätigte nur den Angriff. Mokhtar Belmokhtar wurde schon mehrere Male für tot erklärt, tauchte aber immer wieder auf. Die USA hat ein Kopfgeld von 5 Mio. Dollar auf ihn ausgesetzt. Neben andern Gräueltaten war er verantwortlich für das 2013 Geiseldrama in einer Gasanlage im südlichen Algerien.

Libyen – Nachdem die Terrorgruppe Sirte erobert hat, ist sie jetzt im östlich gelegenen Harwa eingerückt. Das politische Chaos im Land mit zwei sich bekämpfenden Regierungen kommt den Dschihadisten entgegen. Die Befürchtung besteht, dass IS auch chemische Waffen einsetzen könnte. Spuren von Chlorgas wurden bereits in IS Autobomben gegen die Kurden entdeckt. Unter den Zehntausenden, die IS rekrutiert hat, sollte es genug „technische Expertise“ für die weitere Entwicklung geben. Die UNO plant eine neue Gesprächsrunde mit den zwei Regierungen in Marokko.

Libyen – Kugeln von Bewaffneten trafen den Wagen des international anerkannten Ministerpräsidenten Abdullah al-Thani, aber verletzten nur einen Leibwächter. Terrorgruppen, darunter auch IS, und Milizen kontrollieren große Teile des Landes und haben in der Hauptstadt Tripolis eine Gegenregierung unter dem Islamisten Omar al-Hassi eingesetzt, so dass die legale Regierung in die Hafenstadt Tobruk im Osten flüchten musste. Bereits fünf Monate verhandeln die beiden Gruppen, unter Vermittlung der UNO, über eine mögliche Einheitsregierung.

Libyen – Die EU-Außenbeauftragte Mogherini versucht, den UNO-Sicherheitsrat zu bewegen, einem „robusten Militäreinsatz“ gegen die Schlepper zuzustimmen und ihre Boote zu zerstören. So wie die Piraten am Horn von Afrika, könnten auch die Menschenhändler unschädlich gemacht werden. Amnesty International jedoch glaubt nicht daran; es würde die Migranten noch verletzlicher machen. Sie werden in Libyen gefangen, gefoltert, gequält, ausgeraubt und auf schändlichste Weise missbraucht. Sie wollen nur weg übers Meer nach Europa.

Libyen – Laut einem Menschenrechtsbericht vom Wochenende wurden in den beiden Küstenstädten Sirte und Ben Jawad Streubomben abgeworfen. In dem herrschenden Chaos, in dem zwei rivalisierende Regierungen und Parlamente verschiedene Teile des Landes regieren, wird es weiterhin schwierig sein, die Täter zu finden. Weil die unzähligen unkontrollierten Explosionen so gefährlich für Zivilisten sind, ist die verheerende Waffe in den meisten Ländern verboten.

Libyen – Als die italienische Küstenwache am vergangenen Sonntag in der Rettungsaktion von 2100 Flüchtlingen südlich von Lampedusa sich den Schiffen näherte, um die Flüchtlinge an Bord zu nehmen, wurden sie von Schleusern beschossen – ein Novum. Das Geschäft mit den Flüchtlingen ist inzwischen großteils in den Händen von Dschihadisten, die die Menschen in die Boote drängen und den Flüchtlingsstrom nach Europa kontrollieren. Dazu kommen Terrordrohungen. Im jüngsten Video kündigte der libysche Ableger der IS Miliz „die Invasion Italiens“ und „die Eroberung Roms“ an.

Libyen – Mit einer Autobombe vor und Schusswaffen im Gebäude haben die Angreifer neun Menschen getötet, sechs davon Ausländer. Auf Twitter bekannte sich eine IS – nahe Gruppe zu der Tat, wogegen lokale Milizen das „alte Regime“ beschuldigen.

Libyen – Bewaffnete der Ansar al-Sharia Gruppe sollen die koptischen Christen nahe der Küstenstadt Sirte abgeführt haben, wo kurz vor Weihnachten ein christlicher Arzt mit seiner Familie ermordet wurde. Man vermutet, dass die Entführer die Freilassung islamistischer Gefangener erzwingen wollen. Da einige Milizengruppen sich den IS Kämpfern angeschlossen haben, wird die Lage im Land immer kritischer. Tausende Ägypter leben und arbeiten in Libyen, und bei der christlichen Minderheit wächst die Angst.

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