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Libyen – Die libysche Küstenwache hat am Freitag zwei hölzerne Boote nur zwei Seemeilen vom Festland unweit der Stadt Sabratha gestoppt. Die Menschenhändler sollen vom Ufer aus das Feuer auf die Küstenwache gerichtet haben, flohen aber als die Schüsse erwidert wurden. Die meisten der festgehaltenen Migranten kommen aus sub-Sahara Afrika. Die italienische Küstenwache hat seit Freitag 1360 Menschen gerettet.

Libyen – Nach monatelangen Kämpfen sollen regierungstreue Truppen das letzte Viertel der Küstenstadt erobert haben. Die Dschihadisten hatten 2014 die Heimatstadt Gaddafis eingenommen und dort ihre Hochburg eingerichtet. Sirte war das letzte größere von IS kontrollierte Gebiet in Libyen. Eine unabhängige Bestätigung der Rückeroberung steht noch aus.

Libyen – Beim Streit zwischen zwei verfeindeten Stämmen in der Wüstenstadt Sabha kamen 18 Menschen ums Leben und 50 weitere wurden verletzt. Es gab Straßenkämpfe und Artellerie Beschuss. Die Hilfsorganisation „Roter Halbmond“ verlangte einen Waffenstillstand, damit Zivilisten flüchten könnten. Auch wurden Hilfsgüter und Mediatoren aus andern Ethnien eingeflogen. Schulen blieben geschlossen.

Libyen – Seit Anfang der Woche wurden 2400 Migranten vor der Küste Libyens an Bord der Rettungsflotte genommen. Auch wenn ein Boot nicht sinkt, sind die Menschen durch Abgase, Unterkühlung, Dehydrierung und das Gedränge gefährdet. Mit dem hereinbrechenden Winter wird die Überfährt immer riskanter. Etwa 145.000 haben seit Januar Italien erreicht. Man spricht von 3654 Ertrunkenen.

Libyen – Am Rande des Wiener Flüchtlingsgipfels forderte Ungarns Premier Viktor Orbán, dass Asylgesuche vom afrikanischen Kontinent aus bearbeitet werden, und dass illegal Eingereiste wieder dorthin zurückgebracht werden. Die EU soll die Stadt an der libyschen Küste bauen, um Außengrenzen besser kontrollieren zu können. Orbán, der die deutsche Flüchtlingspolitik kritisiert, nichts von einer Verteilung wissen will und sein Land mit Stacheldraht umzingelt hat, will am 2. Oktober seinen Anti-Flüchtlingskurs durch ein Referendum bestätigen lassen.

Libyen – Seit 2014 ist Sirte Hochburg der IS-Milizen in Libyen. Nun will die neue libysche Regierung die Terrormiliz vertreiben, doch diese leistet erbitterten Widerstand. Es gibt erhebliche Verluste auf beiden Seiten. Die totale Eroberung der Stadt wäre ein wichtiger Erfolg für die kürzlich gebildete Regierung der nationalen Einheit.

Libyen – Der Weltsicherheitsrat hat einstimmig beschlossen die EU-Operation ‚Sophia‘ zu verstärken – Flüchtlinge retten – gegen Schleuser vorgehen – Waffenschmuggler festnehmen , so lautet das neue Mandat. Waffen- und Munitionslieferungen an die verschiedenen Milizen, die gegen die Einheitsregierung kämpfen, sollen verhindert werden. Die Bundeswehr ist mit zwei Marineschiffen und etwa 400 Soldaten beteiligt.

Libyen – Aus dem jetzt veröffentlichen Human Rights Bericht geht hervor, dass in der IS-Hochburg Sirte immer noch Menschen öffentlich hingerichtet werden, durch Enthauptung oder Erschießung. Es sind meist Deserteure, politische Gegner oder solche, die der Spionage, Zauberei oder Gotteslästerung angeklagt werden. Die Bürger leben in Furcht vor Folter, Plünderei und Tod. Der Premier der UNO-unterstützen Regierung, al-Sarradsch, glaubt jedoch, kurz vor dem totalen Sieg über IS zu stehen. Er will keine fremden Bodentruppen oder Luftschläge, nur Waffen und Kommunikationstechnik. Dabei hat er seine Position zwischen zwei rivalisierenden Regierungen noch nicht gefestigt. Von der Rücknahme von Migranten will er nichts wissen.

Libyen – Libyens Armee-Einheiten haben die IS-Terrormiliz aus Nofilija und ben Dschawad verdrängt. Trotz mancher Erfolge schafft es die von der UNO unterstützte Einheitsregierung in Tripolis nicht, die IS-Hochburg Sirte und den angrenzenden Küstenstreifen unter ihre Kontrolle zu bringen. Der UN-Sondergesandte, Martin Kobler, hat die Libyer aufgerufen, Differenzen beizulegen und zusammen den „Islamischen Staat“, den „Feind Nummer eins“ zu bekämpfen.

Libyen – Unweit der westlichen Stadt Sabratha, wo sie ins Meer stachen, hat die libysche Küstenwache etwa 850 sub-Sahara Migranten, darunter 79 Frauen, abgefangen. Sie waren in schwachen Schlauchbooten unterwegs und keineswegs für die Fahrt übers Mittelmeer gerüstet. Seit Jahresbeginn haben es 30,000 Flüchtlinge nach Europa geschafft. Nach offiziellen Angaben halten sich noch 235,000 Anwärter für einen Bootsplatz in Libyen auf. Die wirkliche Zahl könnte zwischen 700,000 und einer Million liegen.

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