Die Regierung hat an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appelliert, Äthiopien zu zwingen, das Urteil der Internationen Kommission über die Grenzen zwischen beiden Ländern zu akzeptieren. Äthiopien droht, den Friedensvertrag von 2001 zu annullieren.
Eritrea » Seite 8
Die Regierung hat an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appelliert, Äthiopien zu zwingen, das Urteil der Internationen Kommission über die Grenzen zwischen beiden Ländern zu akzeptieren. Äthiopien droht, den Friedensvertrag von 2001 zu annullieren.
Der eritreische Journalist Seyoum Tsehaye erhielt den Medienpreis von ‚Reporter ohne Grenzen‘. Zusammen mit 15 anderen Journalisten wird er seit 2001 an einem unbekannten Ort festgehalten ohne Kontakt zu seiner Familie.
Nach Angaben des Informationsministers Ali Abdu hat die Synode der orthodoxen Kirche ihren Patriarchen Abuna Antonios seines Amtes enthoben, ohne einen Nachfolger zu bestimmen. Oppositionsgruppen vermuten den wahren Grund in der kritischen Haltung des Patriarchen gegen die Einmischung der Regierung in kirchliche Angelegenheiten.
Nach 25 Inhaftierungen im Mai wurden nun wieder 34 Christen einer freien evangelischen Kirche beim Gebetstreffen in einem Privathaus gefangen genommen. Die Diktatur duldet neben dem Islam nur Orthodoxen, Katholiken und Lutheraner. Andere Religionsgemeinschaften verloren ihre Kirchen und jegliches Versammlungsrecht.
Nach Schätzungen von UN-Hilfsorganisationen sind zwei Drittel der Bevölkerung vom Hunger bedroht. Weniger als die Hälfte der Kinder geht in die Schule. Da der Grenzstreit mit Äthiopien immer noch nicht beendet ist, werden Ressourcen für militärische Zwecke ausgegeben.
Nach tagelanger Irrfahrt sind etwa 200 Menschen aus Eritrea, darunter 48 Frauen und vier Kinder und ein Neugeborenes, auf Sizilien angekommen. Die Küstenwache, die das Schiff entdeckte, hat es gegen Mitternacht in den Hafen begleitet. Mehrere Flüchtlinge brauchten medizinische Hilfe.
Äthiopien und Eritrea treffen sich in Den Haag zu einem letzten Versuch, sich über die Demarkierung ihrer Grenzen zu einigen. Nach November wird die internationale Grenzkommission eine Grenzlinie festlegen. Beobachter befürchten einen neuen Krieg.
Ein Bericht für den UN-Sicherheitsrat beschuldigt Eritrea, die Milizen der islamischen Gerichte – auch Shabas genannt – mit großen Mengen von Waffen ausgerüstet zu haben, einschließlich russischer Luftabwehrraketen. Eritrea weist die Anklagen zurück.
Im letzten Bericht von „Amnesty International“ wird Eritrea vorgeworfen, in den vergangenen Jahren bei einer Bevölkerung von nur 5,4 Mio., 10,000 politische Gefangene inhaftiert zu halten, oft unter grausamen Bedingungen, in Bunkern und Containern in der Wüste. Staatschef Isaias Afeworki verlangt „Kadavergehorsam“. Wer auswandert, ist ein Deserteur. Doch sind es gerade die Auswanderer, die durch ihre Geldüberweisungen das Land finanziell über Wasser halten. Die Regierung in Asmara weist diese Berichte als „wilde Spekulation“ zurück.
Der UN-Sicherheitsrat nahm einstimmig eine Resolution an, die Eritrea und Äthiopien ein Waffen- und Handelsembargo androht, falls sie nicht binnen 30 Tagen die Grenzentscheidung der UN-Kommission annehmen. Eritrea darf auch nicht weiter die Luftüberwachung der Grenze behindern.