Schlagwort: Eritrea

Eritrea – Sie wurden vor etwa zehn Jahren verhängt, weil Eritrea angeblich die al-Shabaab Miliz im Nachbarland Somalia unterstützte. Seit dem Friedensabkommen mit Äthiopien seien Sanktionen nicht länger angebracht. Der Sicherheitsrat fordert aber, dass Eritrea auch den Grenzkonflikt mit Dschibuti beilegt. Eritrea hingegen besteht auf einer Wiedergutmachung des durch die Sanktionen entstandenen Schadens.

Eritrea – Zwei Monate nach dem vom äthiopischen Premier Abiy Ahmed initiierten Friedensabkommen – mit offenen Grenzen, Telefon- und Flugverkehr und Diplomatenaustausch – wurde das Verhältnis zwischen den alten Feinden vertraglich geregelt und im saudi-arabischen Dschidda unterzeichnet und so weiter gefestigt. Auch UN-Generalsekretär Guterres war angereist und will die Präsidenten von Eritrea und Dschibuti, zwei verfeindeten Nachbarn, treffen und sie zum Friedensschluss bewegen, damit im ganzen Horn von Afrika der „Wind der Hoffnung“ weht.

Eritrea – Ende August werden die Fußball-Nationalteams von Eritrea und Äthiopien in Asmara ein Freundschaftsspiel austragen. Es soll den Frieden festigen, den die beiden Nationen am 9. Juli nach 20 Jahren Kriegszustand geschlossen haben. Der äthiopische Premier Abiy Ahmed, der den Friedensprozess initiierte, schlug auch die erste sportliche Begegnung der Nachbarn in 20 Jahren vor.

Eritrea – Nach 20 Jahren Trennung ist die Luftverbindung zwischen Äthiopien und Eritrea, zum Jubel der Bevölkerung, besonders der getrennten Familien, wieder aufgenommen worden. Telefone sind freigeschaltet. Eritreas Staatschef Afewerki hat am Wochenende, eine Woche nach dem Friedensabkommen in Asmara, einen Gegenbesuch in Addis Abeba gemacht und die eritreische Flagge vor der erstarrten Botschaft gehisst, wo seit 1998 Möbel, Autos, sowie Wein – und Bierflaschen verstaubt und verkrustet sind. Die Menschen beider Länder können das atemberaubende Tempo kaum fassen, mit dem der Frieden einzog, und hoffen, dass die Freundschaft hält.

Eritrea – Der äthiopische Premier Abiy Ahmed und Eritreas Präsident Isaias Afewerki haben heute Morgen in Asmara eine gemeinsame Erklärung zu „Frieden und Freundschaft“ unterzeichnet. Der jahrelange blutige Krieg und zwei Jahrzehnte Kriegszustand seien vorbei. Botschaften sollen wieder eröffnet werden, und der Binnenstaat Äthiopien kann wieder Eritreas Häfen am Roten Meer benutzen. Die afrikanischen Staatschefs lobten den Vorstoß. Auch Kirchenvertreter, allen voran Kardinal Berhaneyesus, Erzbischof von Addis Abeba und Vorsitzender der Bischofskonferenzen Ostafrikas, würdigten den mutigen Schritt zum Frieden. Der Glaube hat die beiden Länder, auch in schwierigsten Zeiten, immer vereint.

Eritrea – Eritreas Präsident Isaias Afewerki hat positiv auf das Friedensangebot des reformorientierten neuen äthiopischen Premier Abiy Ahmed reagiert und will eine Delegation nach Addis Abeba schicken, um Verhandlungen über die Lösung des Grenzkonflikts zu planen. Nach einem blutigen Krieg endete das Abkommen von 2000 die Kämpfe, aber die Feindschaft und Spannung hielten an.

Eritrea – Heute vor 25 Jahren – 24. Mai 1993 – wurde Eritrea nach 30 Jahren Bürgerkrieg mit Äthiopien unabhängig. Es gibt kein Tanzen mehr in den Straßen, nur den ständigen Flüchtlingsstrom, weg von Diktatur, Versklavung, Vergewaltigung, Folter und meist unbegrenztem Militärdienst. Aferwerki, Staatschef seit 1993, ist auch Regierungschef. Das Militär, nicht Parlament oder Justiz, hat die Macht. Wahlen und eine freie Presse gibt es nicht.

Eritrea – Sieben Asylbewerber, die sich weigerten, in ihre Heimat Eritrea zurückzukehren oder ein Drittland anzunehmen, sitzen auf unbegrenzte Zeit im Gefängnis. 600 Weitere haben Abschiebungspapiere und könnten bald auch hinter Gitter sein. Im Ganzen sind 27.000 Eritreer und 7.700 Sudanesen in Israel. Nicht nur Israel, sondern auch die Drittländer Ruanda und Uganda die dem Deportationsplan zustimmen, sind heftiger Kritik von Menschenrechtsorganisationen ausgesetzt.

Eritrea – In dem abgeschotteten Land gibt es ernste Konflikte, doch nur äußerst selten dringen sie an die Öffentlichkeit. Nun sollen bei Protesten in der Hauptstadt Asmara 28 Menschen umgekommen und etwa 100 verletzt worden sein. Der Sprecher der RSADO berichtete, dass die Regierung die Leitung einer muslimischen Schule übernehmen wollte. Die Gemeinde weigerte sich. Dann folgten Festnahmen und Proteste. Der Informationsminister erklärte auf Twitter, es handle sich um eine kleine Demo „ohne Opfer“. Eritreas Regierung gilt als eine der repressivsten weltweit; auf dem Pressefreiheitsindex von 180 Staaten steht das Land an vorletzter Stelle. Zehntausende Menschen sind bereits geflohen.

Eritrea – Während die meisten Eritreer, die Unterdrückung und Zwangsmilitärdienst zu Hause fliehen, ein besseres Leben in Europa suchen, verschlug es etwa 30.000 nach Israel, näher an der Heimat und auch ein demokratisches Land. Sie begegneten viel Ablehnung und Rassismus. Von tausenden Asylanträgen wurden zwischen 2009 und 2016 nur acht bewilligt. Neuankömmlinge werden in Wüstenlagern, wie Holot, oder in Levinsky, einem überbevölkerten Vorort von Tel Aviv, abgesetzt, ohne soziale Dienste oder Unterstützung. Zurückgehen jedoch hieße Gefängnis. Eritreer finden es ironisch, dass sie von Israelis so behandelt werden, die doch selbst Opfer von Verfolgung und Genozid waren.

Länder