Schlagwort: Eritrea

Die Behörden haben Priester und Priesteramtskandidaten in Eritrea zum Militärdienst einberufen. Mehrere Protestbriefe der Bischöfe wurden von der Regierung ignoriert.

Laut einem Bericht der Mediengruppe „Reporter ohne Grenzen“ starben binnen einer Woche drei Journalisten im Gefängnis; ein vierter wird tot vermutet. Sie waren bereits 2001 eingekerkert worden, als die freie Presse in Eritrea verboten wurde. Die Mörder sollen geflohen sein.

Der UN-Sicherheitsrat hat einstimmig beschlossen, die 1.700 „Blauhelme“ der UN-Mission (MINUEE) abzuziehen, weil ihre Mission nicht länger durchführbar ist. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte in einem Schreiben an den Sicherheitsrat betont, dass das reelle Risiko einer Eskalation im Grenzgebiet weiter besteht.

Ein UN-Bericht beschuldigt Eritrea, terroristische Angriffe auf den AU-Gipfel in Äthiopien im Januar 2011 geplant zu haben und somalische Rebellengruppen zu finanzieren. Die Regierung in Asmara hat die Anklagen zurückgewiesen. Wegen Waffenlieferungen an somalische Rebellen hatte die UN ein Waffenembargo gegen Eritrea erklärt und Bankkonten von Politikern und Militärs einfrieren lassen.

Papst Benedikt XVI. hat im Süden des Landes eine neue Diözese, die Eparchie von Segheneyti geschaffen und einen Priester der Eparchie von Asmara als Bischof ernannt, P. Fikremariam Halos Tsalim. Eritrea hat etwa 150,000 Katholiken, die sowohl den lateinischen als auch den Ge’ez Ritus befolgen.

17 Spieler der eritreischen Nationalmannschaft und der Team-Arzt sind während eines Fußball-Turniers in Uganda verschwunden. Nur fünf Spieler und zwei Offizielle flogen nach Asmara zurück. Der wahrscheinliche Grund ist die äußerst bedenkliche Menschenrechtslage in ihrem Heimatland. Nach dem 2010 Cecafa Turnier in Tansania sind 13 Spieler übergelaufen; in 2009 kehrte nur der Trainer von Kenia nach Eritrea zurück.

Nach der Niederlage der Mannschaft gegen Tansania ist das von Kenia kommende Flugzeug ohne Spieler gelandet. Es soll schon das dritte Mal sein, dass ein Team von Eritrea nach einem Turnier nicht nach Hause kam. Man vermutet, dass die Spieler in Nairobi sind, wo sich viele Eritreer aufhalten, die von dem repressiven Regime und der Armut in ihrem Land fliehen.

54 Flüchtlinge, meist aus Eritrea, sind an der Küste von Costa Rica völlig entkräftet gestrandet. Sie sind anscheinend in einem seeuntüchtigen Boot von Kolumbien oder Venezuela gekommen und dann von professionellen Menschenschmugglern auf offener See verlassen worden.

Außenminister Ali Said Abdella ist in Asmara einem Herzschlag erlegen.

Nach Angaben des Hilfswerks ‚Open Doors‘ nahmen Sicherheitskräfte Ende Juni 15 Geistliche der eritreisch-orthodoxen St. Marien Kirche in der Hauptstadt Asmara fest. Im Mai 2002 erklärte der eritreische Präsident Issayas Afewerki alle Angehörigen nicht erlaubter Kirchen zu Staatsfeinden. Nur die orthodoxe und die katholische Kirche sowie die lutherisch-evangelische Kirche und der Islam sind anerkannt. Nach Angaben von Kirchenleitern sollen derzeit über 2.900 Christen aufgrund ihres Glaubens landesweit unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt sein.

Länder