Schlagwort: Eritrea

Nach der Niederlage der Mannschaft gegen Tansania ist das von Kenia kommende Flugzeug ohne Spieler gelandet. Es soll schon das dritte Mal sein, dass ein Team von Eritrea nach einem Turnier nicht nach Hause kam. Man vermutet, dass die Spieler in Nairobi sind, wo sich viele Eritreer aufhalten, die von dem repressiven Regime und der Armut in ihrem Land fliehen.

54 Flüchtlinge, meist aus Eritrea, sind an der Küste von Costa Rica völlig entkräftet gestrandet. Sie sind anscheinend in einem seeuntüchtigen Boot von Kolumbien oder Venezuela gekommen und dann von professionellen Menschenschmugglern auf offener See verlassen worden.

Außenminister Ali Said Abdella ist in Asmara einem Herzschlag erlegen.

Nach Angaben des Hilfswerks ‚Open Doors‘ nahmen Sicherheitskräfte Ende Juni 15 Geistliche der eritreisch-orthodoxen St. Marien Kirche in der Hauptstadt Asmara fest. Im Mai 2002 erklärte der eritreische Präsident Issayas Afewerki alle Angehörigen nicht erlaubter Kirchen zu Staatsfeinden. Nur die orthodoxe und die katholische Kirche sowie die lutherisch-evangelische Kirche und der Islam sind anerkannt. Nach Angaben von Kirchenleitern sollen derzeit über 2.900 Christen aufgrund ihres Glaubens landesweit unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt sein.

1.500 eritreische Soldaten sind mit Panzern in die von UNO-Truppen bewachte Pufferzone an der Grenze mit Äthiopien einmarschiert und haben einen UNO-Beobachtungsposten übernommen. Die UNO verlangte einen sofortigen Rückzug.

Die Regierung hat an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appelliert, Äthiopien zu zwingen, das Urteil der Internationen Kommission über die Grenzen zwischen beiden Ländern zu akzeptieren. Äthiopien droht, den Friedensvertrag von 2001 zu annullieren.

Der eritreische Journalist Seyoum Tsehaye erhielt den Medienpreis von ‚Reporter ohne Grenzen‘. Zusammen mit 15 anderen Journalisten wird er seit 2001 an einem unbekannten Ort festgehalten ohne Kontakt zu seiner Familie.

Nach Angaben des Informationsministers Ali Abdu hat die Synode der orthodoxen Kirche ihren Patriarchen Abuna Antonios seines Amtes enthoben, ohne einen Nachfolger zu bestimmen. Oppositionsgruppen vermuten den wahren Grund in der kritischen Haltung des Patriarchen gegen die Einmischung der Regierung in kirchliche Angelegenheiten.

Nach 25 Inhaftierungen im Mai wurden nun wieder 34 Christen einer freien evangelischen Kirche beim Gebetstreffen in einem Privathaus gefangen genommen. Die Diktatur duldet neben dem Islam nur Orthodoxen, Katholiken und Lutheraner. Andere Religionsgemeinschaften verloren ihre Kirchen und jegliches Versammlungsrecht.

Nach Schätzungen von UN-Hilfsorganisationen sind zwei Drittel der Bevölkerung vom Hunger bedroht. Weniger als die Hälfte der Kinder geht in die Schule. Da der Grenzstreit mit Äthiopien immer noch nicht beendet ist, werden Ressourcen für militärische Zwecke ausgegeben.

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