Schlagwort: Burkina Faso

Anfällige Bevölkerungsgruppen in der Sahel Zone stehen durch den dramatischen Klimawandel unter wachsendem sozialem Druck. Die großen Seen Tschad und Saguibine seien evaporiert und ließen öde Wüstenstriche zurück. UN Berater Ian Egeland sieht die ungenügenden Anpassungsprogramme an den Klimawandel, die steigenden Nahrungsmittelpreise und den Drogenhandel als große Gefahr für 15 Millionen Menschen, auch in den angrenzenden Ländern Mali, Niger und Tschad.

Burkina konnte die Baumwollproduktion von 600.000 Tonnen in 2004 auf 713.000 im letzten Jahr steigern. Wegen fallender Weltmarktpreise, für die vor allem die Überproduktion subventionierter Baumwolle in den USA verantwortlich ist, fiel der Preis für die lokalen Produzenten von 210 auf 165 Franken CFA. Zahlreiche Landwirte beschlossen, die Produktion aufzugeben und in die Elfenbeinküste auszuwandern. 2005 betrugen die Baumwollsubventionen der USA 4,5 Milliarden Dollar.

Noch 6.000 Menschen leben nach den Überschwemmungen in der Provinz Oudalan im Norden das Landes, die 12.000 Menschen betroffen hatten, in Schulen und öffentlichen Gebäuden. Die Stadtverwaltung sucht nach Zelten oder anderen Unterkünften für die, die ihre Häuser und Ernten im vergangenen Monat verloren haben. Schon 2005 wurde für die gleiche Region der Nahrungsmittel Notstand ausgerufen.

Von 5000 kg im Jahr 2008 ist der Goldabbau in 2009 auf 11 642 kg gestiegen. Das wachsende Interesse von Bergbau Unternehmen könnte dem trockenen armen Land einen bescheidenen Wohlstand bringen.

Die Kirche hat einen Entwicklungsplan vorgestellt, der auf drei Jahre angelegt ist. Er umfasst Projekte in den Bereichen Landwirtschaft, Wasserversorgung und Finanzwesen. Unterstützt werden die Vorhaben von deutschen und französischen kirchlichen Hilfswerken. Umgerechnet stehen sechs Millionen Euro für die Projekte zur Verfügung.

Erhöhte Treibstoff, Kunstdünger und Chemikalienpreise haben den Anbau von organischer Baumwolle, besonders im westafrikanischen Burkina Faso, gefördert und die Produktion in 2008 ums doppelte auf 2000 metrische Tonnen gesteigert. Die globale Finanzkrise jedoch hat die Textilfirmen weniger risikobereit gemacht. Sie honorieren ihre Abmachungen, aber die Nachfrage steigt nicht mehr.

Das erste Plastik Recycling Zentrum bahnt den Weg für ein neues Entwicklungsprojekt. Während es den Armen ein Einkommen schafft, arbeitet es der Umweltverschmutzung entgegen. Auch die lokale Industrie profitiert, da das aufgearbeitete Plastikgranulat preiswerter ist als importiertes Material.

Am 6. Dezember wurden die Menschen in Ouagadougou zum ersten Mal in ihrer Geschichte Zeugen eines Protestmarsches der ländlichen Bevölkerung. 2.500 Kleinbauern aus 45 Provinzen des Landes hatten sich zusammen getan. Geordnet und mit Würde überreichten sie dem Handelsminister Benoit Ouattara 1.604.836 Unterschriften mit der Forderung nach einem gerechten Welthandel.

Pensionierten Militärs haben ein Angebot der Regierung, sie in Teilzeitarbeit zu beschäftigen abgelehnt und verlangen längere Dienstzeiten und höhere Pensionen.

Bei Protesten gegen die hohen Lebenshaltungskostenwurden letzte Woche über 200 Personen in mehreren Städten festgenommen. 100 müssen sich vor Gericht wegen Zerstörung öffentlicher Einrichtungen vor Gericht verantworten.

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